In der Küche von Sylvia Hochörtlerin der Stanz herrscht geschäftiges Treiben. Vier Kinder sitzen, die Schürzen umgebunden, um den großen Küchentisch, holen Keksausstecher, verteilen Mehl auf der Arbeitsfläche und rufen nach mehr Teig oder dem Backblech. Da kommen die Bäuerinnen Sylvia Hochörtler und Patricia Stadlhofer kaum noch nach. „Als meine Mädchen gehört haben, dass wir heuer nicht nur für uns, sondern auch für Menschen, die in Not sind, Kekse backen, gab es kein Halten mehr. Sie haben gleich überlegt, welche Kekse am besten schmecken“, so Hochörtler.
Nach kurzer Diskussion war klar, dass es Mürbteig-Kekse mit Schokoladeglasur, Vanillekipferl und Linzeraugen werden. „Also, meine Lieblingskekse sind die Vanillekipferl. Die sind einfach super“, erklärt der fünf Jahre alte Manuel, während er sein erstes Kipferl auf der Tischplatte rollt. Vorsichtig legt er das zierliche Teigstück auf das Backblech und schaut skeptisch. „Wir verwenden eine Dauerbackfolie. Diese Folie ist abwaschbar und damit wiederverwendbar. Nur die schwarze Farbe ist gewöhnungsbedürftig“, sagt Hochörtler.
Gebacken wird aber nicht nur in der Stanzer Küche auf 1000 Metern. Die Bäuerinnen aus dem gesamten Bezirk haben sich zusammengetan und backen Kekse für die Hilfsorganisation „Steirer helfen Steirern“ der Kleinen Zeitung. Um möglichst viele Kekse zusammenzubringen, backen die Bäuerinnen etlicher Gemeinden gemeinsam. „Die Bäuerinnen stellen sich gerne in den Dienst der guten Sache“, freut sich auch Bezirksbäuerin Elisabeth Hörmann.
Verkauft werden die Kekse am Donnerstag, dem 5. Dezember, vor dem Büro der Kleinen Zeitung am Brucker Hauptplatz. Der Startschuss fällt um 8 Uhr. „Wir sind solange da, bis wir keine Kekse mehr haben. Ich hoffe, dass unsere Kekse gut ankommen und dass viele Menschen kommen. Nur so hat die Aktion einen Sinn“, sagt Hörmann.