In den kommenden drei Wochen wird Brucks Vizebürgermeisterin Andrea Winkelmeier ihre letzten öffentlichen Sitzungstermine in der Kommunalpolitik wahrnehmen. Ende des Monats wird sie bei der Gemeinderatssitzung offiziell ihr Amt zurücklegen.
Wer ihr unmittelbarer Nachfolger wird, steht bereits fest: Gregor Tuttinger soll das Amt des Vizebürgermeisters der nach wie vor stimmenstärksten Partei im Brucker Stadtparlament übernehmen. Die SPÖ sitzt dennoch in Opposition, der 41-Jährige möchte es nicht allzu kantig anlegen.
Gemeindewohnungen
„Ich werde nicht spinnefeind sein, man kann mit mir reden“, gibt er als Losung aus und erklärt: „Ich bin Gewerkschafter, da sind mir das Verhandeln und der Kompromiss nicht unbekannt.“ Bei wichtigen Themen lässt sich Tuttinger aber (noch) nicht in die Karten schauen.
Die ÖVP-FPÖ-Mehrheit braucht die SPÖ in Bruck, etwa um einen Teil der Stadtwohnungen zu kaufen. Dieser Schritt geht nicht ohne Zweidrittelmehrheit. „Zu diesem Thema werden wir uns erst später äußern“, sagt Tuttinger, der aber nicht abstreitet, dass es im Hintergrund Gespräche gibt.
Während er, gemeinsam mit Stadträtin Carina Mayerhofer-Leitner, den geschäftsführenden Vorsitz übernimmt, verbleibt Staatssekretär Jörg Leichtfried nach wie vor offiziell Stadtparteivorsitzender. Durch Winkelmeiers Abschied werden auch SPÖ-Posten im Stadt- sowie Gemeinderat vakant. „Wir sind bei der finalen Abstimmung mit den Kandidaten, brauchen aber noch die Zeit bis zur Sitzung, um die Sache festzuzurren“, sagt Tuttinger.
Den Sparkurs von Bruck, es wurde etwa das Eisstadion geschlossen uvm., kommentiert er so. „Es kämpfen alle und man stellt sich mitunter die Frage: Wer weiß, ob es reicht, wenn wir alles streichen?“ Kaputtsparen dürfe man die Stadt auch nicht.