Autofahrerinnen und Autofahrer, die täglich zwischen Niederösterreich und der Steiermark über den Semmering pendeln, müssen ab Montag langfristig mehr Zeit für die Fahrt einplanen: Mit 28. April beginnt nämlich, wie berichtet, die erste Etappe der Generalsanierung der Tunnelkette Semmering auf der S 6 Schnellstraße. 10,5 Tunnelkilometer werden dabei in beiden Fahrtrichtungen auf drei Etappen über einen Zeitraum von fast fünf Jahren um rund 270 Millionen Euro auf den neuesten Stand gebracht.
Begonnen wird mit den beiden Tunneln Ganzstein und Spital: Ab dem 28. April wird in diesen für ein Jahr bis Mitte April 2026 eine Gegenverkehrsführung in Fahrtrichtung Seebenstein eingerichtet, während die beiden Tunneln in Fahrtrichtung St. Michael saniert werden. Direkt im Anschluss findet dasselbe Prozedere umgekehrt in der Südröhre statt (20. April 2026 bis 26. März. 2027). Je Richtung steht in der freien Tunnelröhre ein Fahrstreifen zur Verfügung, die Geschwindigkeit muss aus Sicherheitsgründen auf 80 Kilometer pro Stunde reduziert werden.
Dasselbe Prozedere wiederholt sich dann von 2027 bis Juli 2029 in den Tunneln Steinhaus und Semmering. Bis zum Jahresende 2029 werden schließlich noch die beiden Kurztunnel Eselstein und Grasberg in Angriff genommen. Konkret werden die 20 Jahre alten Tunnel im Rahmen der Generalsanierung unter anderem mit einer neuen LED-Beleuchtung, Brandmeldesystemen, einer Videoanlage sowie diverser Sensorik ausgestattet.
Baulich werden zusätzliche Fluchtwege zwischen den Röhren sowie zusätzliche Notrufnischen und Lüftungstrennwände errichtet. Entlang der Tunnelkette errichtet die Asfinag zudem mehrere Photovoltaikanlagen, um selbst Strom für die Tunnel erzeugen zu können. Mit den gesetzten Maßnahmen hofft man, die Tunnelkette für die nächsten 15 Jahre zukunftsfit zu machen.