Der Regen prasselt gnadenlos auf den Brucker Kalvarienberg herab und formt auf der engen Straße kleine Bächlein, die in Richtung der Kornmesserstadt hinabfließen. Selbst weiter oben halten sich an diesem Morgen am Berg dichte Nebelschwaden und verstärken die mystische Stimmung, welche die Kalvarienbergkirche ohnehin schon umhüllt. Das 1719 errichtete Gebäude – das auf den vollen Namen „Kalvarienbergkirche zum blutschwitzenden Heiland“ hört – wird nämlich schon seit Jahrzehnten nicht mehr aktiv als Gotteshaus genutzt.