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Verein WendepunktRenate Schmidt: Bilanz über ein Jahr Arbeit im „Wunderhaus“

Renate Schmidt, Verein Wendepunkt Leoben, zieht Bilanz über die Arbeit und konkrete Hilfe für Menschen am Rande der Gesellschaft.

Renate Schmidt, Obfrau des Vereins Wendepunkt Leoben © Andreas Schöberl-Negishi
 

Hoffnung, Mut und Freude austeilen: das tun wir am liebsten“, bekräftigt Renate Schmidt, Obfrau des Vereins Wendepunkt Leoben. Auch die konkrete Hilfe sei wichtig: „Oft werden Lebensmittel zu Überlebensmitteln“, weiß Schmidt, die seit zwölf Jahren eine Tagesstätte für Menschen am Rande der Gesellschaft in der Franz Josef-Straße betreut.

Menschliche Wärme

„Nach wie vor betreuen wir täglich 25 bis 30 Personen mit unterschiedlichen Lebens- und Leidensgeschichten. Der Jüngste ist gerade 17 Jahre alt geworden, die älteste Dame war 78“, so Schmidt. Außer den Tagesgästen, die neben einer warmen Mahlzeit menschliche Wärme beim mittlerweile fünfköpfigen Team des Vereins Wendepunkt erfahren, werden regelmäßig auch einige Familien versorgt – mit Nahrung und Kleidung. „Es ist erstaunlich, wie viel wir immer wieder austeilen und verschenken können“, so Schmidt.

Große Herausforderung

Es sei stets eine große Herausforderung, diese Not auszuhalten: „Was wir können, ist die Leute liebevoll dort abzuholen, wo sie sind, sie so anzunehmen, wie sie sind, ihnen zuzuhören und mit allem Praktischen zu versorgen, was sie brauchen.“ Eine Arbeit, die ohne viele freiwillige Helfer und viele kleine, großzügige Unterstützer nicht denkbar sei, sagt Schmidt: „Wir könnten natürlich immer noch mehr benötigen“, räumt sie ein. Auffällig sei, dass man mehr Jugendliche zu betreuen gehabt habe. „Man merkt, dass rundherum die Stressfaktoren größer werden – auch bei den Jugendlichen“, so Schmidt.

Mehr Gäste verzeichne man, nachdem das Haus Franziskus, die Notschlafstelle der Caritas in der Pfarre Lerchenfeld, Anfang Februar eröffnet wurde: „Laut Auskunft von Elisabeth Pirker, Leiterin der Notschlafstelle, gab es von der Eröffnung bis Ende Oktober 781 Nächtigungen. Das entspricht einem Schnitt von 86 Nächtigungen pro Monat – und der Winter kommt erst“, so Schmidt.

Mehr Zulauf

Weil das Haus Franziskus nur in der Nacht geöffnet sei, habe man in der Wendepunkt-Tagesstätte auch mehr Zulauf: „Hier werden wir mit einer weiteren Not konfrontiert: Personen, die aufgrund von psychischer Beeinträchtigung und mangelnder Krankheitseinsicht verloren in ihrer eigenen Wahrnehmung und Welt leben. Sie sind immer wieder auf der Flucht und können sich nirgends niederlassen.“ Sie gehe positiv ins neue Jahr: „Der Wendepunkt ist nach Aussage unserer Gäste ein ,W

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