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VordernbergPräbichl: Schweizer Firma baut den neuen Einser-Sessellift

Der Auftrag ist vergeben: Die Schweizer Firma Bartholet wird den neuen Polster-Einsersessellift bauen. Im Juni 2019 soll der Polsterlift wieder seinen Betrieb aufnehmen.

Polsterlift, Präbichl
Der "Einser" wurde 1948 errichtet, 2016 musste der Betrieb eingestellt werden. 2019 soll er, runderneuert, wieder gen Gipfel fahren. © Johanna Birnbaum
 

Lange Jahre des Banges, des Laufens und Werbens um Spenden und Unterstützung sind vorbei: Der Polsterlift ist gerettet und nun folgen Taten. Die Schweizer Firma Bartholet wurde beauftragt, die Einsersesselliftanlage auf den Polster nach zeitgemäßen Standards zu adaptieren.

So werden am Stammsitz von Bartholet in Flums bereits die neuen Sesseln hergestellt. Der neue "Polsterlift" wird derer 90 haben, im Gegensatz zu den 96 der ursprünglichen Anlage. Auch Rollen, Antrieb sowie Steuerung werden von Bartholet gefertigt. "Wir haben von Bartholet die Zusage, dass aus seilbahntechnischer Sicht bis Juni 2019 alles fertig sein sollte", sagte Horst Kodritsch vom Verein "Initiative Polsterlift neu".

Bartholet kam laut Angaben von Kodritsch zum Zug, da die Angebote der Konkurrenz durchwegs höher waren. Zudem habe Bartholet am meisten Expertise in Sachen Einsersessellift.

Seit der "Einser" 2016 seinen Betrieb einstellen musste, versuchte der Verein den Lift zu retten. Man sammelte Spenden und steuert nun 875.000 Euro zur Revitalisierung der Anlage bei. Insgesamt werden sich die Gesamtkosten auf 2,1 Millionen Euro belaufen. Neben den Arbeiten an der Liftanlage sind hier auch die Kosten für jene Arbeiten einkalkuliert, die auf Behördenauflagen zurückgehen - wie Lawinenverbau, Brandschutz sowie Arbeitsschutz. "Diese Kosten für die Behördenauflagen hatten wir erst nicht kalkuliert, aber ohne diese Maßnahmen könnten wir einen ganzjährigen Betrieb nicht sicherstellen", erklärt Kodritsch.

Land Steiermark hilft finanziell 

So sprang das Land Steiermark in Form des Ressorts von Landeshauptmannstellvertreter Michael Schickhofer ein, er ist ja unter anderem für die Entwicklung der Regionen zuständig. Das Land hat die 875.000 Euro die der Verein gesammelt hat mehr als verdoppelt.

Die weiteren Ausschreibungen für die Bauarbeiten werden in Kürze vorgenommen, spätestens im Herbst soll die Ausschreibungsphase beendet sein. "Der Hochbau wird wohl erst mit Herbst beauftragt werden", erklärt Kodritsch. "Aber wir hoffen, dass die Grabungsarbeiten nach Möglichkeit vorgezogen werden können, damit wir wirklich im Juni 2019 wieder in Betrieb gehen können."

Horst Kodritsch von der "Initiative Polsterlift neu" Foto © Martina Marx

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