Einstimmig wurde Anton Hirschmann als Nachfolger des 74-jährigen Karl Detschmann in der Funktion des Vorsitzenden des Tourismusregionalverbandes Hochsteiermark bei der jüngsten Mitgliederversammlung bestätigt.
Wie sein Vorgänger möchte auch Hirschmann die Region Hochsteiermark mit den Bezirken Leoben, Bruck-Mürzzuschlag sowie den Liezener Gemeinden Treglwang, Gaishorn und Wildalpen mit insgesamt 165.000 Einwohnern weiter als touristische Marke bekannt machen. Wildalpen wird allerdings ab 2019 durch regionale Umstrukturierungen dem Tourismusregionalverband Gesäuse angehören und die Hochsteiermark verlassen.
Hirschmann ließ gleich in die Zukunft blicken und erklärte, was ihm in der Hochsteiermark wichtig sei. „Wir bieten ein Angebot, auf das wir stolz sein können, und ein touristischer Minderwertigkeitskomplex ist absolut fehl am Platz“, erklärte Hirschmann überzeugt. Alle gemeinsam hätten in der Hochsteiermark viele Stärken, aber auch Defizite, die es zu beheben gelte.
"Hamma schon" statt "Hamma net"
Er wolle nach dem Motto „Hamma schon“ und nicht „Hamma net“ agieren und dafür sei eine Bündelung der Ressourcen wichtig. „Die Wirtschaft und die Industrie mit dem Tourismus bei uns in der Hochsteiermark zu verbinden ist eine Herausforderung. Aber das ist unser Alleinstellungsmerkmal, das wir hegen müssen“, sagte Hirschmann.
Er betonte aber auch, dass er das hochsteirische Tourismusrad nicht neu erfinden wolle, es laufe seit elf Jahren. Als Obman wolle er für die Region ohne Bevorzugungen und Eifersüchteleien arbeiten, um die gesteckten Ziele zu erreichen.
Nächtigungsplus
Mit 3250 Quadratkilometern ist die Hochsteiermark übrigens die zweitgrößte steirische, in der der Sommertourismus 60 Prozent der Gäste anziehe, wobei die Zugpferde sicherlich bergsteigen, wandern, pilgern, die Kultur, aber auch Großveranstaltungen seien. Im Vorjahr wurden 853.335 Nächtigungen gezählt, knapp 4000 mehr als noch 2016.
Hirschmann lud die Verbandsmitglieder ein, ihn "mit Rat und Tat bei der Entdeckungsreise durch die Hochsteiermark" zu begleiten.
Geschäftsführerin Claudia Flatscher legte den Geschäftsbericht vor, der mit positiven Zahlen für eine einstimmige Zustimmung durch die Mitglieder führte.