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DebatteMountainbiker werden aus Grazer Wald gesperrt

Immer mehr Verbotstafeln sprechen eine klare Sprache. Rund um Graz werden die legalen Waldrouten für Biker spärlich.

Waldbesitzer reden Klartext
Waldbesitzer reden Klartext © Preis
 

Die Corona-Phase hat speziell in den Ballungsräumen gezeigt, dass die Wälder als Erholungsräume auch zu Konfliktarealen werden. Stichwort: Mountainbiken.

Kommentare (37)

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Geerdeter Steirer
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Mit g'sundem Hausverstand und höflichen Umgangsformen, ..........

wie von @GanzObjektivGesehen geht alles, wo ein Wille und g'sunder Charakter vorhanden ist klappt vieles, wenn jedoch übertriebenes Ego und Ich-Denken Übrhand nimmt knistert es permanent, also dies gebrauchen und einschalten wofür es im Kopferl ist !!

siral1000
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Waldbesitzer und Bikeinstruktor

Als Besitzer eines Forstguts in Eigenjagdgröße, Forstmeister und Mtb-Instruktor wundere ich mich sehr über diesen Artikel. Erstens möchte ich bitte mal einen EINZIGEN ausjudizierten Fall sehen, wo ein Grundeigentümer wegen so eines Vorfalls verurteilt worden wäre - gleich vorweg, gibt es nicht, wieso wird so eine Fehlinformation überhaupt veröffentlicht? Hallo Recherche? Österreich hat eine völlig an der Realität vorbeigehende Rechtslage, es braucht ein flächendeckendes Konzept unter Einbeziehung aller Beteiligten - der Wald hat Nutz/Schutz/Wohlfahrt/Erholung als definierte Funktionen, und bald 900.000 Mountainbiker*innen sind mit einer desaströsen Rechtslage konfrontiert - vergleiche alle uns umgebenden Länder, hier braucht es Lösungen, keine Verbote! Wer von Nummentaferln und Gebühren ähnlich dem Skifahren spricht, hat die Lage in keinster Weise verstanden - das mag für den isolierten Fall der Bikeparks stimmen, aber löst in keinster Weise die bundesweite Thematik. Und wo ist in diesem Artikel bitte eine seriöse Sicht aus der Perspektive der Biker? Ich bin immer für gemeinsame Lösungen, die aus Kommunikation der Bedürfnisse heraus entstehen - damit meine ich alle Waldnutzer, ob aus dem Bereich Forst/Jagd/Freizeit etc., aber hier erkenne ich eine einseitige Berichterstattung mit groben Lücken in der Darstellung.

oekoLogisch
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Lesen

Sie meine Meldung weiter unten. Raus aus dem Adrenalinrausch! Der Wald steht für Ruhe, für Ökologie! Interessieren Sie sich dafür, z.B. das Leben der Pilze, oder der Ameisen. Der Wald braucht nicht MTB-Junkies, sowie der Straßenverkehr keine Raser braucht! Wenn ich meine Heimat betrachte, kann man mit dem Fahrrad eine Woche lang jeden Tag auf eine andere Hütte fahren ohne Verbote mit bis zu 1000 Höhenmeter, das wird wohl reichen für den Durchschnittsurlauber oder?

siral1000
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Das ist...

schön für Ihre Heimat, hilft den meisten jedoch nichts. Ich denke auch, dass ich als Biologe und Forstmeister ein gutes Verständnis für den Wald habe. Der Wald hat per Definition 4 Funktionen, und eine Lösung wie ihre - die auf Aussperren abzielt - ist keine. Gezielte Freigaben in entsprechendem Ausmass, mit klarer Nutzungsregelung. Militante Ansätze sind nicht zielführend - Bewegungsarmut ist auch ein sehr wichtiger Faktor. Tourismus ebenso. Und wenn Sie meinen, das Biken würde Pilze und Ameisen beeinträchtigen - also sorry, aber das ist blanker Unsinn.

Aleksandar
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Nummerntafeln

Nummerntafeln für Mountainbiker - Anzeige bei Fehlverhalten ... aber man kann trotz Verbote kreuz und quer durch die Wälder fahren, Verbotsschilder verunstalten ("Radfahren verboten" - "verboten" weggekratzt - Sachbeschädigung! und durch "erwünscht" ersetzt).

siral1000
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Das funktioniert nicht.

Das ist - von vorne bis hinten - der falsche Ansatz. Den Versuch mit Nummerntafeln hat es bereits ergeben - wie zu erwarten sinnlos. Es braucht gemeinsame Lösungen, damit jeder den Wald für das respektvoll nutzen kann, was er möchte. Ich könnte - und da weiss ich ebenfalls bestens Bescheid - ihnen auch sofort Fehlverhalten von Jägern und Forstbetrieben auflisten, wenn Sie meinen, hier gäbe es nur Verfehlungen von einer Seite. Das stimmt aber nicht. Und glauben Sie mir, ich hab da einen sehr tiefgehenden Einblick. Und wer einmal über seinen Tellerrand hinausblickt und sich die Rechtslage in unseren umliegenden Ländern ansieht, bekommt einmal ein Abbild der internationalen Realität. Mal abgesehen davon, dass wir hier touristisch enormes Potential liegenlassen - und das ist immerhin unser wichtigster Wirtschaftszweig.

calcit
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Gemeinsame Lösungen funktionieren nicht...

...weil es einerseits einen nicht geringen Anteil an MTB gibt denen Vereinbarungen, Gebote und Verbote nach wie vor egal sind. Weiters wird der Druck immer größer, immer mehr Bereich werden sowieso für MTB freigegeben - was zählt ist nur Tourismus und Geld....

GanzObjektivGesehen
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Forststraßen freigeben, Haftung klären, Präzedenzfall ausjudizieren.

Was passiert wenn ich mit dem Rad auf dem Murradweg wegen eines Astes zu Sturz komme. Wenn kein fahrlässiges Verhalten vorliegt wahrscheinlich gar nichts. Es gibt ja den Begriff des Zivilisatorischen Restrisikos.

In jedem Fall gehören Trailrider und Downhiller auf ausgewiesene Strecken.
Reine Wanderer auf Wanderwege.Das rekreative Radfahren und Wandern kann und sollte auf Forststraßen auch nebeneinander funktionieren. Solange man ein wenig Hausverstand und höfliche Umgangsformen besitzt. Bergauf sind die Geschwindigkeiten der beiden Gruppen ja ähnlich, bergab muss der Radfahren im Zweifelsfall respektvoll abbremsen. Funktioniert bei mir seit vielen Jahren ohne Probleme.
Nummerntafeln und andere Kennzeichnungen halte ich nicht für sinnvoll, genau so wenig wie Gebühren...

Mama2903
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Hausverstand

Den Hausverstand lassen aber viele zu Hause in der Schublade liegen,und in der heutigen Zeit wird ja gleich zum Anwalt gelaufen ,denn es kann nur der Andere schuld sein, siehe Kuhurteil

siral1000
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Fahrlässig

Das geht noch wesentlich weiter - es wäre lediglich Vorsatz strafbar, das ist wohl wenig überraschend. Meistens wird dieser Grund - kenne ich aus vielen Vermittlungsdiskussionen - vorgeschoben.

Ifrogmi
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sehr gut ...

leider werden die "sonntagsradler", die sich gut einfügen mit entfernnt.
g'scheiter wäre es, gegen die rüpel effektiv vorzugehen.
so z.b. bereich kernstockwearte / karolinenweg. auf 300 m kommen sie auf 9(!) varianten daher, von die letztlich alle einstück weiter am selben endstück zusammenlaufen. dabei ruinieren sie die alten forstwege z.b. in den steilhängen. so die zufahrt zu meinem waldgrundstück: auf der bergseite bremsen sie um das hinterrad parallel zum hang zu bringen und direkt am weg zu landen, 3 m weiterwird das rad, wieder durch bremsen um 90 grad gerdreht, dass es ab talseitiger böschungskante wieder von berg nach tal steht. dabei haben sie in den letzten 3 monaten ca. 70 cm der ursprünglichen wegbreite losgerissen. die zufahrt ist jetzt de facto kaum noch möglich.
alle 2-3 monate eine neue ausgebremste spur, das wasser schiesst dann talwärts, reisst den humus, dann den lehm darunter mit, steine kommen raus und über kurz oder lang hat man einen das regenwasser sammelnden abschnitt an dessem ende wege / wiesen verschwemmt werden.
ich nehme wahr, dass es sich um eine sehr kleine gruppe an vollpfosten handelt. man hört auch sätze wie "in stadtnähe gibt es kein recht auf privatbesitz". oder "alles, was nicht abgezäunt ist, ist für mich öffentlich".
unglaublich was für präpotente vollid*oten hier alle radfahrer in geiselhaft nehmen.

dado
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Haftung

Die Haftung bei Unfällen gehört sofort geregelt. Die Radler fahren auf fremden Grund und der Besitzer haftet. Wer hat das Gesetz gemacht???
Wir haben in Bund und Land eine schwarze Regierung und die Bauern haben eine schwarze Landwirtschaftskammer!. Da könnte man sicher die Haftungsfragen klâren. Aber anscheinend sind euch die Bauern egal. . Kammerumlage müssen sie sowieso bezahlen.

lisigerti
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Ich als Waldbesitzer

Wie komme ich als Waldbesitzer dazu meinen Wald den Bikern zu überlassen. Ich muss den Wald forstwirtschaftlich pflegen und dort mit Maschinen arbeiten. Hier haben Biker keinen Platz. Ich fahre mit meinem Rad auch nicht in fremden Gärten u. Betriebsgelände herum. Mein Wald ist mein Arbeitsplatz u. das täglich!!! Und das das Gesetz hier rechtlich auf der Seite der Biker ist, finde ich eine Frechheit!

gergrub
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wie komme ich dazu

mit meinem Steuergeld ihre Forststraßen zu bezahlen? Wie komme ich dazu, ihre Steuerfreiheit (Landwirtschaft zahlt defacto keine Steuern, nur eine lächerliche Pauschale) zu finanzieren? Der nächste D..., der mit dem Gartenvergleich daherkommt, sollte eher zum Psychiater, der kann evtl. in solchen Fällen helfen

siral1000
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Waldbesitzer

Ich habe selbst ein Forstgut in Eigenjagdgröße - das Gesetz ist ganz klar NICHT auf der Seite der Biker, und der Wald - das sollten Sie wissen - hat per Definition VIER Funktionen, nicht nur eine!!

Ragnar Lodbrok
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...Fahrräder machen sicher

mehr Schaden als einTraktor mit Anhänger...dann machen Sie ein Betretungsverbot für Ihren Wald! Mit Zaun rund herum! Öffentliche Förderungen für ihren Wald nehmen Sie eh nicht anspruch....

Haheande
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Öffentliche Gelder

Wahrscheinlich haben Sie auch ein Haus oder eine Wohnung mit öffentlichen Mitteln finanziert....darf ich deshalb zu Ihnen wohnen kommen?? Der Wald darf 24 Stunden frei begangen werden, also ist eine Einzäunung auch verboten - ebenso wie das Fahren im Wald...also daran halten, solange es Gesetze gibt...

siral1000
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Einzäunung...

ist doch nicht verboten. Macht aber niemand - ist ja irre teuer. Wenn ich meine 121 ha einzäunen würde, mal abgesehen davon, dass ich das für völlig widersinnig betreffend einer guten Lösung für alle halte, würde das eine wirklich signifikante Summe kosten.

oekoLogisch
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Gehen Sie zu Fuß

Es wird Ihnen gut tun! Sie können ihre Seele baumeln lassen, sie können an einem sonnigen Platzerl verweilen oder in der Hitze auf einem schattigen. Sie hören noch Vogelgezwitscher und wenn sie gut hören sogar die Ameisen. Die Adrenalinschübe die viele so brauchen, werden absichtlich von der Werbung inszeniert, alle glauben, man muss ebenso etwas "verrückt" sein, wozu? Pulssteigerung kann man auch beim Gehen erreichen. Und außerdem, jedermann kann in Österreich einen Grund kaufen, da könnte er dann eine MTB-Strecke errichten, aber bisweilen kenne ich noch keinen solchen?

siral1000
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Bikestrecke

Auf meiner Eigenjagd gibt es sehr wohl eine Bikestrecke - war sogar Teil der Enduro-ÖM.

mobile49
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förderungen

es gibt auch förderungen für wohnungen und häuser und anderes.
muss da jeder geförderte jeden in seiner wohnung/haus etc.durchfahren lassen ?
und was ein besitzer auf seinem grund macht (traktor etc.) ist doch wohl seine sache .

redbull
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Das Gesetz

ist nicht auf Seite der Biker. Der Wald ist lt. Gesetz für alle zu Erholungszwecken frei zugänglich, im Gegensatz zu Wiesen. Dazu zählen Wandern und Spazieren gehen, aber NICHT Radfahren oder Reiten.
Am besten wären ein paar gekennzeichnete Strecken für Radfahrer, so dass sich Wanderer und Radfahrer nicht in die Quere kommen.

Aleksandar
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Wald

Mountainbiker haben im Wald nichts verloren.
Es ist unzumutbar für Spaziergänger/innen (kleine Kinder, ältere Menschen!) jederzeit auf Waldwegen damit rechnen zu müssen, von einem rasenden Mountainbiker umgefahren zu werden.
Es ist den Tieren im Wald unzumutbar, ständig von Mountainbikern, die kreuz und quer - oft abseits der Wege - durch die Wälder rasen, aufgescheucht oder gar niedergefahren zu werden.
Es ist für die Waldbesitzer unzumutbar, dass ständig neue "Wege" in den Wäldern "erfahren" werden. (Ich kenne genug. Erst die schmale Spur eines Bikes zwischen den Bäumen, bald etwas breiter , um auf einmal ein recht breiter, ausgefahrener Weg zu sein.)
Es ist unbestreitbar: Das Fahren durchs Gelände macht Spaß. Aber man könnte aus Rücksicht auf andere und auf die Natur sich wohl etwas einschränken. Leider ist Verzicht heute nicht mehr "modern".

siral1000
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Selten...

...so einen unreflektieren Kommentar gelesen. Es gibt an die 900.000 Biker*innen in Österreich - und die meisten wollen auf sehr rücksichtsvolle Art die Natur geniessen. Sie nehmen hier ein Extrembeispiel und inszenieren eine Panikmache, die ihresgleichen sucht. Das wäre so, als ob ich den Durchschnittsautofahrer als einen Porsche-Lenker, der mit Durchschnitt 240 auf der Autobahn fährt, beschreibe. Gehen Sie in sich!!!
Und ich bin Besitzer einer Eigenjagd inkl. Mtb-Trail, Forstmeister als auch Mtb-Instruktor, fyi.

Aleksandar
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Naja

Ich nehme sicherlich kein Extrembeispiel! Leider kann man hier keine Bilder veröffentlichen; ich könnte genügend Beweise liefern - die nicht von einem Extrembeispiel, sondern von vielen rücksichtslosen Fahrerinnen und Fahrern stammen.
Mountainbiken in Wäldern gehört ausnahmslos verboten!

Aleksandar
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Nachtrag

Mit den Bildern sind nicht die Mountainbiker selbst gemeint, sondern die Spuren, die sie im Wald hinterlassen.

 
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