KPÖ-Chefin Elke Kahr"Große Immobilienkonzerne und internationale Multis: Die soll es treffen"

Ein Tag nach dem Wahltriumph: KPÖ-Chefin Elke Kahr denkt daran, den frisch gewonnen Stadtsenatssitz an die SPÖ abzutreten - um damit Rot-Grün-Rot zu ermöglichen.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Kahr Krotzer
Die Wahlsieger vom Sonntag: KPÖ-Chefin Elke Kahr mit ihrem Stadtrat Robert Krotzer © KLZ/Ripix
 

Frau Kahr, Sie hatten jetzt eine Nacht Zeit, das Wahlergebnis zu verdauen. Klingt Bürgermeisterin Elke Kahr schon vertraut?
Elke Kahr: Eine Nacht hatte ich nicht, maximal ein paar Morgenstunden. Ich hab mit so vielen Menschen geredet am Wahlabend und am Montag hatten wir gleich wieder Parteienverkehr sowie eine Delegation aus Zürich da wegen Verkehrsfragen, dann unzählige Medientermine. Also kurz gesagt: Vertraut klingt Bürgermeisterin Kahr noch nicht. Aber ich kann das annehmen, auch wenn ich in solchen Dimensionen natürlich nie gedacht habe. Es ist derart eindeutig, dass es jetzt meine Verpflichtung gegenüber den Wählerinnen und Wählern ist: Es braucht diese Veränderung, die Änderung des Politikstils.

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.

Isidor9
0
0
Lesenswert?

Kreidevergiftung

Ich hoffe , die Kahr bekommt keine Kreidevergiftung. Wenn man an die Stalinisten, Trotzkisten, Leninisten und andere Clowns in ihrer Komikertruppe denkt, dann wird das bald eine Tragikomödie .

Toyota11000
4
1
Lesenswert?

hoffentlich

zündet jetzt der Turbo für bundesweiten Kommunismus in Ö. Zeit für die Linkswende.

Gelernter Ösi
6
16
Lesenswert?

"Schützende Hand"

Mir wird gleich schlecht.

Lepus52
2
12
Lesenswert?

Er hat sich nur versprochen!

Er meinte die "offene Hand"

neuernickname
6
16
Lesenswert?

Weil mich hier offenbar welche für einen Kommunistenfresser halten.

Der Wähler hat immer recht. Kahr hat gewonnen, sie ist jetzt auch verpflichtet das Amt der Bürgermeisterin zu übernehmen. Und auch Kahr wird sich, das ist das Wesen einer Demokratie, Kritik stellen müssen als Bürgermeisterin.

Warum die Wähler Kahr gewählt haben, weil sie ein netter Mensch ist, weil sie Kommunistin ist oder weil man den Nagl damit loswerden wollte ist einerlei.

Kahr wird die Stadt regieren die nächsten Jahre. Und die Stadt wird damit leben müssen als kommunistische Hochburg Europas gesehen zu werden.

Ob das für Graz gut oder schlecht ist, will ich nicht beurteilen, das wird sich aber sehr bald zeigen.

Mein Graz
5
3
Lesenswert?

@neuernickname

Nein, Kahr ist nicht VERPFLICHTET!

So wie es schon häufig war gibt es auch andere Möglichkeiten.

neuernickname
0
2
Lesenswert?

Mein Graz - Men Demokratieverständnis ist ein anderes

Ein Politiker ist seinen Wählern verpflichtet. Und wer eine Wahl gewinnt hat auch die Verantwortung dafür zu übernehmen.

Und die heißt "Bürgermeisterin" für Elke Kahr.

Ich kann mit einer Demokratie, wo sich die Politiker vor der Verantwortung fürchten nix anfangen.

Mein Graz
1
0
Lesenswert?

@neuernickname

Also warst du nie einverstanden, wenn auf Grund politischer Absprachen nicht die Partei mit den meisten Stimmen den obersten Politiker stellte bzw es zu einer Teilzeitlösung kam?

Hast es beides m. W. schon gegeben...

neuernickname
1
2
Lesenswert?

Mein Graz - Hier gehts um was anderes. nicht ob ich einverstanden bin - ich bin mit Kahr nicht einverstanden, weil der Kommunismus für mich eine gestrige und dogmatische Ideologie ist, die ich ablehne.

Frau Kahr muss jetzt ABER die Mehrheit zusammenbringen, die sie zur Bürgermeisterin macht.
Das ist IHRE Aufgabe. Wenn Sie das nicht kann, dann muss sie es sagen. Wenn die anderen nicht wollen, dann ist das IHRE Verantwortung. Da bin ich gnadenlos.

Wenn sich die anderen gegen sie entscheiden - dann wird sich nicht Bürgermeisterin - aber SIE hat das selber in der Hand. So gehts nicht - eine Wahl gewinnen und dann sagen - aber ich kann nix dafür.

Nehmen wir Kurz. Wenn er das nächste Mal auf 30 % kommt, wird es wahrscheinlich niemanden geben, der mit ihm koalieren wird. Dann wird er vielleicht selber gehen müssen oder die ÖVP in Opposition.
Aber - wenn er die 30 % hat, wird Kurz - so schätze ich ihn ein - eine Regierung bilden WOLLEN. Wenn er es nicht schafft - ist ER gescheitert.

Wenn Kahr gar nicht Bürgermeisterin werden WILL, dann soll sie das sagen und die Politik verlassen.
Gab es auch schon. Es gab Politiker die gewonnen haben und dann gegangen sind.
Ich halte davon nichts, aber das gehört zur Demokratie dazu.

Kahr ist aber IHREN Wählern verpflichtet und nicht den SPÖ-Wählern z.B.

Mein Graz
1
1
Lesenswert?

@neuernickname

Im rechtlichen Rahmen hat Kahr viele Möglichkeiten.
Im Rahmen der Verpflichtung ihren Wählern gegenüber sieht das anders aus.

Und ich hoffe du bist genau so gnadenlos, wenn es um die Türkisen geht.

neuernickname
0
1
Lesenswert?

Mein Graz - als Neos-Wähler - selbstverständlich

Mit den Neos gehe ich sogar noch viel härter ins Gericht.

Ich stehe immer der Partei, die ich wähle am kritischsten gegenüber.

Mein Graz
1
0
Lesenswert?

Ich bin mir nicht sicher,

glaube mich aber zu erinnern, dass es irgendwo und irgendwann in der österreichischen Politik auch vorgekommen ist, dass nicht der Wahlsieger die führenden Politiker stellte, sondern diese durch eine Koalition der 2., 3., 4..... auf die Chefpositionen gehievt würden?

neuernickname
1
2
Lesenswert?

Mein Graz - das nennt man Demokratie

Ändert nichts daran, das Kahr ihren Wählern verpflichtet ist und den Bürgermeistersessel anzustreben hat.

Oder sie soll noch heute zurücktreten. Das ist meine Art mit solchen Dingen umzugehen.

Man denke an Haider - dort wurde der Dritte Kanzler und Haider ist in die Landespolitik gegangen.
Das ist in Österreich legitim. In anderen Ländern, z.B. der USA gibt es Stichwahlen - dort gibt es keine Koalitionen. Ist eine andere Form der Demokratie. BEIDES ist legitim, wenn es freie Wahlen gibt.

Mein Graz
1
0
Lesenswert?

@neuernickname

Sie mag ihren Wählern gegenüber eine Verpflichtung haben, dem Gesetz nach stehen ihr viele Möglichkeiten offen.

Und darum ging es mir, da du behauptet hast., Kahr "ist verpflichtet"!

neuernickname
1
1
Lesenswert?

Mein Graz Ich möchte darauf hinweisen dass mein Posting so formuliert war:

"Der Wähler hat immer recht. Kahr hat gewonnen, sie ist jetzt auch verpflichtet das Amt der Bürgermeisterin zu übernehmen."

Da ich "auch" geschrieben habe ist es wohl klar, dass diese Verpflichtung eine "moralische" ist und nicht eine "rechtliche".

Lepus52
9
17
Lesenswert?

Mutter Theresa von Graz

Einige Poster glauben an einen Weltuntergang, weil die Frau Kahr unter Kommunistischer Partei firmiert und weil das Wissen der Poster nur ein oberflächliches ist. Kaum jemand hat Marx gelesen oder gar verstanden. Die Bürgermeisterin einer Stadt hat kaum Möglichkeiten Systemänderungen durchzusetzen, aber sie kann soziale Unebenheiten etwas glätten. Die meiste Furcht hat das schwarz/türkise Netzwerk, das leicht Risse bekommen wird. Alle wichtigen Posten wurden in Graz und seinem Einflussbereich einschlägig besetzt und das wird noch lange so bleiben, denn die Mehrheit ist unkündbar, wenn auch leicht verzichtbar.

calcit
3
8
Lesenswert?

Marx gelesen oder verstanden…

…gilt das für Lenin, Stalin, Kim, Mao, etc… auch? Ganz so gut haben diese Diktaturen aber auch nicht funktioniert wenn ich mich recht erinnere…

Lepus52
2
0
Lesenswert?

Also Marx doch nicht verstanden!

Macht nichts, dann geht es Ihnen gleich wie Lenin,Stalin, Kim, Mao uem. Sie sind somit in bester Gesellschaft.

neuernickname
0
5
Lesenswert?

Lepus Marx hatte drei große Denkfehler

1. Er hat den Kapitalismus mit dem Feudalismus verwechselt.

2. Seine Preistheorie - oder Mehrwerttheorie ist Unsinn

3. Er hat nicht verstanden was knappe Ressourcen sind.

Darum muss der Kommunismus marxistischer Prägung notwendig scheitern. Es geht nicht anders.

Marx hat den Begriff "Ausbeutung" eingeführt. Seine Preistheorie (oder Mehrwerttheorie) ist der Fehler, der den Kommunismus scheitern lässt:

"Der Mehrwert entstammt also der in der Ware steckenden unbezahlten Arbeit. Diese unbezahlte Arbeit kostet zwar dem Kapitalisten nichts, aber natürlich „kostet“ sie den Arbeitern Arbeit und geht daher in den Wert der Ware ein."

Dass Preise am Markt auch "verkauft" werden müssen, sprich die Kunden die Preise beeinflussen hat Marx offenbar übersehen.

calcit
0
8
Lesenswert?

Und wenn ich mich recht erinnere…

…hat Marx grossteils von den Aktien bzw. Geschäftseinkünften/anteilen seines Freundes Engels gelebt, also vom Geld das andere erwirtschaftete haben…

Gelernter Ösi
0
6
Lesenswert?

ups

hätte grün werden sollen

Balrog206
6
6
Lesenswert?

Lepu

Stimmt alles was du sagst nur die Mutter Theresa in Wien hat ihre Posten die letzten 50 Jahre genau nach welchem System besetzt ??

Lepus52
2
10
Lesenswert?

Wer bitte ist die Mutter Theresa von Wien?

Warum vergleichen Sie nicht mit Bologna oder Peking? Warum ist die SPÖ in Graz so schwach? Ich denke, dass doch der Wähler vor Ort am besten weiß, warum, wieso und weshalb.

SoundofThunder
16
26
Lesenswert?

🤔

FPÖ und ÖVP haben sich ausgeschlossen. Bleibt der Kahr nicht mehr viele Optionen. Und bei der Postenvergabe werden sich die Türkisen hier sicher aufregen und schreien:Postenschacher.

Horstreinhard
1
3
Lesenswert?

Wenn es Postenschacher gibt, muss er auch aufgezeigt werden!

Egal, von welcher Seite!

mtttt
5
15
Lesenswert?

Wechsel sind gut für die Demokratie

Für ÖVP die Katharsis einer Opposition gut, die FPÖ ist denkbefreit, die KPÖ muss erst beweisen, dass ein neues Experiment mehr bringt als alle bisher weltweit gescheiterten. Bislang sind alle grandios in allgemeiner Verarmung untergegangen. Postenschacher, Blick einfach nach Kärnten, Österreich wird sich nie ändern.

 
Kommentare 1-26 von 74