Nach KPÖ-Sieg in Graz"Dieses Wahlergebnis schreckt internationale Kunden auf“

Grazer Industrielle und Wirtschaftstreibende berichten von der Sorge, dass der KPÖ-Sieg negative Folgen auf den Standort und Investitionen haben könnte.

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Dass die US-Finanznachrichtenagentur Bloomberg über Kommunalwahlen in Österreich berichtet, kommt eher selten vor. Das Grazer Wahlergebnis, aber auch der Einzug der Corona-Skeptiker MFG in den oberösterreichischen Landtag war Bloomberg - nur gut vier Stunden nach den ersten Hochrechnungen - jedoch eine detaillierte Berichterstattung samt grafischer Aufbereitung wert. Auch die US-Nachrichtenagentur AP hat den Wahlsieg der Grazer Kommunisten vermeldet, entsprechend rasch fand die Geschichte Verbreitung auf verschiedensten US-Nachrichtenportalen - von der Washington Post bis hin zur Las Vegas Sun (einen Überblick über die internationalen Pressestimmen gibt's hier).

Kommentare (56)
HASENADI
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Wenn wir keine Sachargumente haben,

versuchen wir 's halt mit imaginären Drohgebärden,
@madig in Austria

Geom38
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Man kann den Grazern jedenfalls

viel Glück wünschen, um diesen Spagat irgendwie hinzubekommen. Weil die (durchaus legitimen) Interessen der Bürger sind das Eine, mögliche wirtschaftliche Auswirkungen, die letztlich genau sie selbst treffen, das Andere. Fakt ist jedenfalls, dass gerade die KP einen Ruf besitzt, der nicht gerade der Beste ist, und nach allen Erfahrungen der Vergangenheit wird's Nicht-Grazer (also den Rest der Welt) auch wenig interessieren, wie "gemäßigt" oder sozial sich dieser regionale Ableger darstellt. Man kann das aber natürlich auch völlig ignorieren....

melahide
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Welche

Erfahrungen aus der Vergangenheit? Welchen "nicht besten" Ruf besitzt die KPÖ? Standen diese in den letzten 40 Jahren einmal in Regierungsverantwortung, um sich diesen "schlechten Ruf" erarbeitet zu haben?

SagServus
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...

Wie viel Einfluss hat denn so ein Kommunalpolitiker ihrer Meinung nach auf die Wirtschaft?

Abgesehen davon das er Gemeindeabgaben beschließen kann.

Heike N.
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Komisch

Die internationalen Großkonzerne haben aber keine Probleme damit ihre Produktionsstätten nach China zu verlegen.
Vielleicht muss die Grazer KPÖ erst massive Menschenrechtsverletzungen begehen um dieselbe Wertschätzung zu erlangen?

notokey
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Tja,

gut für einen "Wirtschaftsstandort" ist es da vielmehr, wenn neue Industriebetriebe genehmigt werden, die rund 18 Milliarden krebserregende Asbestfasern durch den Kamin ausstossen dürfen! Gut für einen "Wirtschaftsstandort" ist es weiter in Zeiten wie diesen mit Erdöl zu produzieren und so rund 115.000 Tonnen CO2 an die Umwelt abgeben (das macht rund 1 % des gesamten steir. CO2 Aufkommens aus!) zu dürfen - laut der Genehmigung der steir. Behörden. Tja, liebe Leute, DAS fördert unser internationales Ansehen als Wirtschaftsstandort! Denn das zeigt der "internationalen Wirtschaft", dass man sich in Österreich alles erlauben kann - meine ich! Vielleicht sollten sich jedoch die z. B. SPÖ eine ganz andere Frage stellen: Ist die KPÖ (in Graz) von heute nicht die SPÖ von gestern?

notokey
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Zeitangabe:

18 Mrd Asbestfasern/Tag & 115.000 Tonnen CO2/Jahr! - sorry

petera
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Wenn sich die Industrie "fürchtet",

ist das meistens gut für die Bürger.

Bei den Immobilienhaien kann ich es ja verstehen :-)

SoundofThunder
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🤔

Sollten nach China schauen. Dort sitzt der Turbokapitalismus schlechthin.😏

umo10
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Sie dient der Allgemeinheit

Ich denke, sie wird auch für ein u-Bahn Projekt sein. Das dient allen. Genauso wird sie den Anteil der privaten Bauträger zugunsten der Sozialwohnungen zurücknehmen. Und ich finde sie intelligent genug, dass sie die einzelnen Ressorts in professionelle Hände gibt.

Lodengrün
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Wird

schon gegen eine Partei Stimmung gemacht die gerade erst von einer großen Mehrheit gewählt wurde. Herr Pildner-Steinburg muss natürlich da sofort etwas sagen. Hat er sich auch geäußert als die ÖVP mit Haider, mit Strache eine Koalition einging? Da gab es nicht nur zarte Anfragen da gab es einen internationalen Boykott. „Messen sie uns an der Zukunft“ sagte Kurz zu Macron auf Strache angesprochen. Ergebnis bekannt. 😆 „Messen sie die KPÖ an der Zukunft“ Herr Steinburg.

hortig
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@lodengruen

Eines verstehe ich nicht. Pildner Steinburg s Unternehmen zählen seit Jahrzehnten zu den Paradeunternehmen der Steiermark. Dagegen steht eine Partei, die weder über Wirtschaftskompetenz noch über die notwendigen Netzwerke in Magistrat, Land und Wirtschaft verfügt. Und da machst Du Dir keine Sorgen??? Ich schon
Ausserdem sind 28 % wohl nicht die Mehrheit der wahlberechtigten Grazer....

Lodengrün
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Alles richtig guter @hortig

aber sein Geschäft läuft mit und ohne Frau Kahr. Das ist politisches „Anheizen“. Als Kurz mit Strache koalierte brachte er diese Bedenken nicht. Und da war die Welt wie bei Haider aufgebracht. Und glaube mir. Den Menschen graut mehr vor Rechts als vor Links. Das Braune steckt in jedermanns Knochen.

hortig
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@lodengruen

Alles recht und schoen, aber mit wem hätte Kurz damals koalieren sollen? Die Grünen waren weg und die SPÖ wollte niemand mehr.
Natürlich läuft die AVI weiter, die Frage ist nur, wie sich Kahr in Wirtschaftsfragen verhält, ohne jegliche Kompetenz. Auf die Frage, dass man in der Wirtschaft bedenken hat, hat sie geantwortet, kein Problem, wir haben gute Beziehungen zu den Gewerbetreibenden..... Dad sagt ja schon viel aus. Du solltest nicht jede Aussage von Oevp nahen Menschen gleich rechts, also im braunen Bereich, oder negativ sehen. Wäre ich Helmut List, wäre ich auch nicht über Kahr erfreut. Das ist so, als würdest du dem Verkäufer von Puch Mopeds die Lamborghini Abteilung übergeben

ck66
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Pildner-Steinburg

Der werte Herr Pildner-Steinburg soll sich besser um die Graz 99ers kümmern.
Dort bringt er eh nichts zusammen.

Horstreinhard
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Die Analogie zu Ibiza gefällt mit

🙂

pqs
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Bürgermeisterin

Das Bewusstsein, dass Elke Kahr keine Kommunistin alter Sowjet-Prägung sei, "ist natürlich im Ausland nicht vorhanden, das wissen die nicht"

Das weiß man auch außerhalb der Steiermark nicht.

Helmut67
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Der Wähler

Hat immer recht. Auch wenn es manche nicht war haben wollen. Zum Glück sind wir ihn einer Demokratie.

Horstreinhard
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Ja

Und zum Glück darf (noch) jeder sagen, was er sich denkt!

Laser19
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Das Bewusstsein, dass Elke Kahr keine Kommunistin alter Sowjet-Prägung sei, "ist natürlich im Ausland nicht vorhanden, das wissen die nicht".

Und wer weiss das in Österreich? Und wer stellt mit Fug und Recht sicher, dass es so ist?
Es ist eine ungeheure Blamage für Österreich, was hier in Graz passiert. Das schlimme ist, dass die Wähler der Kommunisten überhaupt nicht über den Grazer Horizont hinaus denken.

SagServus
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...

Und sie verzichten auf Produkte "Made in China"?

Wobei, nachdem sie hier posten offensichtlich nicht (eher unwahrscheinlich das in ihrem Gerät nicht irgendwas nicht Made in China ist).

allack
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seltsam

Hat Kurz seine Freunde in USA mobilisiert, weil die türkise Familie in Graz abgewählt wurde?

future4you
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Vielleicht sollten die Eliten und Reichen auch einmal darüber nachdenken,

was ihr Beitrag zu diesem Wahlergebnis ist. Denn wenn es jungen Menschen kaum mehr gelingt, sich ohne Unterstützung der Eltern, Wohnraum anzuschaffen, während die Reichen nicht mehr wissen, wohin sie das Geld (steuerschonend) parken sollten, so läuft schon Vieles falsch!!!

melahide
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Komisch

das dann soooo viele gegen Vermögens und Erbschaftssteuern sind. Wo doch gerade DIESE einen Ausgleich schaffen …

joe1406
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Um Gottes Willen! Panik und Entsetzen!

Ist dann immer das letzt Argument wenn die Bürger dem Schmäh "Geht es der Wirtschaft gut, geht es allen gut" nicht mehr glauben. Passt sehr gut Frau Kahr, Krallen ausfahren in den Speck der Finanz- und Wirtschaftslobby!

kritik53
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Hätte

ich unsere Betriebe in Graz, würde ich den Standort sofort verlegen, weil allein der Beigeschmack des Kommunismus geschäftsschädigend ist.

 
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