Foto widerrechtlich verwendet?Jetzt geht die Grazer FPÖ mit Flüchtlingsprovokation auf Stimmenfang

Mit gemäßigtem Ton eröffnete FP-Chef Eustacchio seinen Wahlkampf. Nun macht er gegen Flüchtlinge scharf. Die altbekannte Provokation setzt auf die Empörung der Mitbewerber, um eigene Verluste zu minimieren. Eine Analyse.

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2015 fotografierte Radek Procyk den Flüchtlingszug in Ungarn, um den Menschen zu helfen. Die FPÖ hat es für ihr Plakat offenbar widerrechtlich eingesetzt
2015 fotografierte Radek Procyk den Flüchtlingszug in Ungarn, um den Menschen zu helfen. Die FPÖ hat es für ihr Plakat offenbar widerrechtlich eingesetzt © (c) PHOTO(c) RADEK PROCYK (PHOTO(c) RADEK PROCYK (Photographer) - [None]
 

Vor zwei Wochen hat Polit-Berater Thomas Hofer in der Kleinen Zeitung der FPÖ in Graz einen „Wahlkampf mit angezogener Handbremse“ attestiert. Das Migrations- als ihr Leib- und Hosenthema zur Stimmenmaximierung sei kaum spürbar. Doch Hofer sagte auch prophetisch: Mit dem Stichwort „Flüchtlinge aus Afghanistan“ könne sich das jederzeit ändern. Es ist so weit. Zum Finale plakatieren die Blauen ein düsteres Sujet: Flüchtlinge in Schwarz-Weiß mit Balken vor den Augen. Der Slogan: „Graz ist nicht Eure HeimatMario Eustacchio, Bürgermeister-Stv.“ Wir zeigen hier das Originalfoto, nicht das - ja menschenverachtende, unterirdische Plakat, das nun auf Grazer Straßen zu sehen ist.

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Hausverstand
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So hetzt der Nachfahre von Migranten!

Eustacchio hat selber Migrationshintergrund, seine Vorfahren kamen aus Italien nach Graz. Die heutige FPÖ würde sie am liebsten als Wirtschaftsflüchtlinge wieder verjagen.

hoerndl
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Aus meiner Sicht sind Pendler auch Wirtschaftsflüchtlinge,

habe nie verstanden warum die FPÖ nicht da den Hebel ansetzt...

thj123
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Zeig mir deine Freunde und ich zeig dir wer du bist

Die ÖVP - FPÖ in Koalition in Graz war immer sehr harmonisch.
Auch als Vzbgm. Eustacchio bei einer gemeinsamen PK meinte die Identitären sind alles brave Burschen und da gibt es nix zu distanzieren brauchte Bgm. Nagl zwei Tage bis er was halbherziges herausbrachte.
Zeig mir deine Freunde und ich zeig dir wer du bist.

neuernickname
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Der Herr Eustacchio hat von mir ein -email bekommen heute - vielleicht bringt es ihn ja zum Denken:

"Ich bin in Graz bis 1986 zur Schule gegangen, damals war Graz eine freundliche Stadt.

Leider scheint sie das nicht mehr zu sein und schuld ist die FPÖ.

Ich schäme mich für Sie Herr Eustacchio. Warum man diese Hetzpropaganda braucht – offenbar hat die FPÖ Panik abgestraft zu werden.
Aber dieses Plakat ist ein Tiefpunkt in der Stadtgeschichte von Graz.

Seit 1945 der absolute.

Denkens mal darüber nach, was das über SIE persönlich und ihre Kameraden aussagt."

Ich hab mit Namen und Adresse signiert. Mal schauen ob eine Antwort kommt.

KarlZoech
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@ neuernickname: Danke, Respekt!

Doch bringen wird es wohl nichts. Denn Typen wie dieser Herr Eustacchio wissen, dass sie Ihre Stimme ohnehin nicht bekommen werden, also werden Sie vermutlich auch keiner Antwort wert sein....
Die Eustacchios dieser Welt verkaufen auch deren eigene Großmütter an den Teufel, wenn es Stimmen bringt. Aber an irgendwelchen Lösungen irgendwelcher Fragen sind die nicht interessiert.

WASGIBTSNEUES
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Nagl

und was sagt Nagl - Bürgermeister der Menschenrechtsstadt Graz? Is jo eh ned so wüld, die manan des jo ned so, na die san ned so nur der Kickl - pfui Teufel was für eine Einstellung

neuernickname
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Hetze gegen Menschen, Hass und Panikmache

Liebe FPÖ-Wähler - merkt ihr nicht, dass diese Partei EUCH genauso plakatieren wird, wenns der Stimmen bringt?

Wählt die nicht. Wählt was anderes - wurscht was, nur die nicht.

Lodengrün
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Ja @neuernick

was tut man nicht alles um am Trog zu bleiben. Mit dem „Vergangenheitskatalog“ den diese Herren zum Teil aufweisen ist eine Jobsuche nicht so einfach. Will man einen Identitären in seinem Büro haben?

Lodengrün
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Eustacchio

Was kann man von einem Herrn der sich offen zu den Identitären bekennt erwarten? Eine andere Agenda haben sie doch nicht. Und mit der Angst macht man politische Meter.

menatwork
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Schwentner sollte nicht plaudern, bevor sie sich informiert

Die anderen Parteien haben sich sehr wohl distanziert, siehe deren Meldungen auf den sozialen Medien bzw deren homepages, sie sind nur nicht so weit in die Falle getappt.

Die Grazer FPÖ ist bekannt für ihre spalterische, aufhetzende Propaganda, das deutet drauf hin, dass es sehr schlecht um sie steht, denn nur der dümmste Teil der Wähler in Graz goutiert derlei.

gickigacki
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schwentner ist die einzige die sich distanziert, klar und deutlich

und damit kann man es dann auch belassen. die wahlkampfstände der fpö sind kaum besucht und die wahlwerber dort verstecken sich förmlich hinter der budel. genieren sich wahrscheinlich eh auch. tschüssi eustachio

menatwork
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Schwentner ist nicht die Einzige, höchstens etwas selbstgefällig

Die KPÖ hat z.B. eine sehr eindringliche Erklärung veröffentlicht:

https://www.kpoe-graz.at/wir-lassen-uns-nicht-spalten-graz-das-sind-wir-alle.phtml

Kommt mir ehrlich gesagt besser und mutiger vor als das kleinliche Geplänkel der grünen Kandidatin.

Mehr Aufmerksamkeit sollte man den Blauen auch nicht verschaffen indem man deren Plakat und dessen Thematik zum bestimmenden Thema der letzten Woche macht, damit würde man ihnen auf den Leim gehen