#GRZ-Blog vom 17. April 2018Der Tag danach

Die besten Schmankerl und Blitzlichter aus unserem Graz: Im täglichen Blog der Stadtredaktion.

 

17.46 Uhr: Nein, bei uns schreiben nicht nur die Altspatzn...

Ich gestehe, ich kann mich zwar noch an Kassetten erinnern, was eine EP ist? Keine Ahnung. Gut, dass es (viel) jüngere Kollegen gibt, die einen hin und wieder up to date bringen. Und die lässige Porträts über Grazer Bands schreiben, von denen unsereiner in der Ü-40-Fraktion noch nie etwas gehört hat. PAN zum Beispiel. Ganz ohne Flöte. Warum es sich lohnt, in die Debüt-EP (SIe bemerken? Wieder etwas gelernt fürs Leben, heute!!!) der Band hineinzuhören, hat Jungkollege Julian Melichar festgehalten.
Memo an mich: Niemandem erzählen, dass ich jetzt auf der Suche nach einem Synonym für Band tatsächlich an "Kombo" gedacht habe. Man will sich vor dem journalistischen Nachwuchs schließlich nicht gleich als Fall fürs Altersheim outen.

16.34 Uhr: "Ein Sonnenstrahl war der Zündfunke"

Wir geben uns geschlagen. Ein Blick auf unsere Statistiken zeigt, die Grazer können heute nicht genug vom gestrigen Gewitter bekommen. Und wir nicht von den unglaublichen Details, die Meteorologe Albert Sudy kennt. Zwölf Kilometer hohe Gewitterwolkentürme? Kein Wunder, dass man gestern in der Landeshauptstadt kurzfristig den Eindruck hatte, die Welt geht unter...

14.29 Uhr: Grazer Forscher präsentieren selbstfahrendes Auto in Wien

Wir versuchen es noch einmal mit einem kleinen "Ablenkungsmanöver", nachdem in Graz  noch immer das nächtliche Unwetter DAS Thema des Tages sind: 3000 Forscher tauschen sich derzeit bei der Verkehrsforschungskonferenz Transport Research Arena in Wien aus. Das Grazer Forschungszentrums "Virtual Vehicle" präsentierte heute das in der Landeshauptstadt entwickelte Modell eines selbstfahrenden Autos. Auch nicht schlecht, oder?

12.32 Uhr: Der Oscar für die beste Verschwörungstheorie des Tages geht an...

...den Schreiber eines Forumsbeitrags auf www.kleinezeitung.at. Seine These: Über den Mühlgang werde derzeit mehr Wasser als sonst abgeleitet, um den Pegel der Mur während der Bauarbeiten am Kraftwerk zu senken. Zusammen mit den heftigen Regenfällen der vergangenen Nacht habe das dazu geführt, dass der Mühlgang über die Ufer getreten sein. Gute Geschichte - stimmt nur so nicht. Redakteur Bernd Hecke hat nachgefragt, was es mit dem Mühlgang als vermeintlichem Entlastungsgerinne für die Mur auf sich hat.    

11.26 Uhr: Puh!

Ich hoffe, ihr seid gestern "trocken" geblieben!

10.05 Uhr: And now to something completly different

Für alle, die beim morgendlichen Kollegentratsch schon mit den unglaublichen Bildern des nächtlichen Unwetters durch sind: Es tut sich auch sonst noch etwas in Graz. Beim Südgürtel ist heute Nacht etwa Frühjahrsputz angesagt. Beide Tunnelröhren werden deshalb gesperrt. Sie sind bevorzugt auf dem Zweirad unterwegs? Im Gemeinderatssitzungssaal im Grazer Rathaus findet heute eine "Bikelecture" statt. Der niederländische Stadtplaner und Berater für Fahrradmobilität Sjors van Duren spricht ab 18 Uhr über seine Arbeit in Arnheim/Njimegen. A propos Fahrrad. Spätestens jetzt sollte man den Drahtesel wieder fahrfit machen. In der kommenden Woche - genauer gesagt am 25. April - startet wieder das Grazer Cityradeln.

8.30 Uhr: Hagel und Regen haben sich verzogen

Eine seltsame Stimmung herrscht in der Stadt. Die Luft saubergeputzt vom sintflutartigen Regen. Wer durch die Stadt spaziert oder radelt, hält Ausschau nach Spuren des Unwetters und kann es kaum glauben. In der Nacht stand der Citypark unter Wasser, selbst in den Straßenbahnen tropfte es von der Decke. Mehr als 150 Mal rückte die Feuerwehr aus. Heute früh: Zumindest die Innenstadt präsentiert sich, als wäre nichts gewesen. Gelitten haben sichtbar die Frühlingsblumen und Büsche, die gerade voll in Blüte standen.

Andrea Rieger Vorher - Nachher
Vorher - Nachher © Andrea Rieger

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