Die Amokfahrt vom 20. Juni sitzt den Grazern noch tief in den Knochen. Vor allem jenen, die damals in der Herrengasse waren. Isabella (Name von der Redaktion geändert) ist 27 Jahre alt und kann sich an jenen Tag im Sommer noch genau erinnern: „Ich weiß es klingt abgedroschen, aber es ist tatsächlich so, als ob es gestern gewesen wäre“, sagt sie. „Nur mit einem Sprung konnte ich mich vor dem Auto retten. Ich habe Leute schreien, davonlaufen und weinen sehen. Ich habe gesehen, wie ein Mensch stirbt, Gegenstände durch die Gegend fliegen. Und die vielen Verletzten, das viele Blut – all das werde ich nie mehr vergessen.“
Amokfahrt von Graz
„Es ist eine Wunde, die nie mehr heilen wird“
Seit der Amokfahrt von Graz war Isabella nicht mehr in der Innenstadt. Die Angst ist groß, aber sie bekommt Hilfe.
Wie Dutzende andere Betroffene, die die Ereignisse nur schwer
verarbeiten können. Von Michael Kloiber
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