Er könne zwar nicht verstehen, warum die Sache "so aufgebauscht wird" – doch Otto Hochreiter, Direktor des Graz Museums, gesteht der Kleinen Zeitung auch: "Ich habe die Wirkung meines Schrittes unterschätzt." Mehr noch: Dass er seiner Stellvertreterin Sybille Dienesch, die ihm ab 2023 als Direktorin folgt, die kaufmännische Vollmacht entzogen und Mitarbeiter wie Politiker vor den Kopf gestoßen hat (wir berichteten), "war womöglich überzogen".

Wenn auch "keine böse Absicht". Und schon gar nicht wolle er "dem Museum schaden, das können Sie mir nach 17 erfolgreichen Jahren glauben". Vielmehr habe er bloß gewollt, "dass noch bis Jahresende alles über meinen Tisch geht für den Überblick und die geordnete Übergabe". Noch am Freitagnachmittag gab es auch ein Vieraugengespräch mit dem Grazer Kulturstadtrat Günter Riegler, bei dem dieser Hochreiter sein Unverständnis mitteilte – und um ein konstruktives Miteinander bat. Am Montag trifft Hochreiter nun Dienesch, die ja derzeit in Barcelona weilt, und Edith Zitz als Aufsichtsratsvorsitzende des Museums.