Urbane NachverdichtungIn den Dachböden von Graz könnte Wohnraum für 36.000 Menschen entstehen

Ungenutzte, sanierungsbedürfte Dachstühle sollen in einer Initiative des Landes Steiermark als Wohnraum ausgebaut werden. Förderungsprogramm soll einen weiteren Anreiz darstellen.

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8 von 10 Dachstühlen in Graz sind sanierungsbedürftig
8 von 10 Dachstühlen in Graz sind sanierungsbedürftig © Juergen Fuchs
 

Der Dachboden, eine eigene Welt, die nur selten genutzt wird. Diese "unbebauten Brachflächen", wie  Wohnbaulandesrat Johann Seitinger erklärt, will man nun nutzbar machen. Im Bautechnikzentrum der Technischen Universität Graz wurde daher ein holzbasierter Lösungsansatz für mehr Wohnraum in sanierungsbedürftigen Dachstühlen in der Landeshauptstadt präsentiert. Als Grundlage dient eine Studie des Instituts für Holzbau und Holztechnologie der TU Graz, die im Auftrag des Lebensressorts durchgeführt wurde. Hierfür nahmen die Expertinnen und Experten 45 historische Dachkonstruktionen der Landeshauptstadt genau unter die Lupe.

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stprei
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Nutzen

Bringt doppelten (dreifachen) Nutzen: Wohnraum, Dachsanierung und (wegen der Wohnraumnutzung) auch gleich eine energetische Sanierung von Dach, was wieder gut für die Heizkosten ist.

Der starke Fokus auf Genossenschaften ist zwar einschränkend und man wird schauen müssen, dass die Dachausbauten dann auch leistbar sind (nicht wie in Wien). Wenn das klappt ist das eine gute Initiative.

MrTillman35
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Nicht schlecht!

Also wenn man Wohnraum für bis zu 36.000 Menschen schaffen kann ohne zusätzliche etwas Neues zu bauen oder alte Gebäude aufzustocken zu müssen, dann klingt das ja hervorragend. Ortsbild bleibt, mehr Wohnraum für wachsende Städte und die Dachstühle müssen eh bald renoviert werden.

LUR
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Neuer Wohnraum

Stimmt klingt nicht schlecht erstmal. Nur entsteht ganz gewiss kein für die Masse der Bürger leistbarer Wohnraum.

stprei
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Kriterien

Das hängt von den Förderkriterien ab. In der umfassenden Sanierung gibt's dann auch Höchstmietzinsregeln, das klappt gut (weil nur wenn das eingehalten wird, gibt's Förderungen)

kog1
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Daher weht also der Wind...

die angebliche Schadhaftigkeit als Deckmantel für das Interesse, den letzten m² Wohnraum aus den Dachböden zu quetschen. Dass genau durch das Verbauen und Einsperren der Tragkonstruktion die oft Jahrhunderte alte Bausubstanz geschädigt wird, ignorieren oder verschweigen wir bewusst....