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Gastkommentar zur ASVK"In dieser Form ist die Altstadt-Kommission überflüssig"

Der Altstadt-Sachverständigenkommission fehle die Ausgewogenheit, meint TU-Professor Anselm Wagner. Aktuell würden die Architekten dominieren – "das ist gesetzeswidrig".

Anselm Wagner, TU-Professor für Architekturtheorie, war selbst bis 2020 in der ASVK. Heute übt er Kritik an der Zusammensetzung © Jürgen Fuchs, KK
 

Die vergangene Woche an die Öffentlichkeit gedrungenen Konflikte innerhalb der Grazer Altstadt-Sachverständigenkommission (ASVK) haben weniger persönliche als strukturelle Ursachen: Denn seit vergangenem Jahr ist dieses Gremium grob gesetzwidrig besetzt. Im Grazer Altstadterhaltungsgesetz (GAEG) heißt es wörtlich: „Die ASVK-Mitglieder (…) sollen (…) Fachleute (sein …), insbesondere Absolventinnen und Absolventen der Studienrichtungen Architektur, Städtebau, Archäologie, Geschichte und Kunstgeschichte. Auf ein ausgewogenes Verhältnis von historischen und gestaltenden Fachrichtungen in der ASVK ist bei der Bestellung Bedacht zu nehmen.“

Kommentare (1)
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crofhewide
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ASVK: Leistung nur für die "Richtigen"

Nicht nur, dass der Vorsitzende selbst ein Architekturbüro hat, das Aufträge auch in Schutzzonen betreut oder beispielsweise den Trauungssaal im Grazer Rathaus (!) neu gestalten durfte (war sicher ein fairer Wettbewerb ...), nein, man wird als normalsterblicher Bürger (mit Pimperlprojekten) von diesem Gremium (und insbes. dem Geschäftsführer) derart hingehalten und von oben herab behandelt, dass es an Unverfrorenheit kaum zu überbieten ist. Der Sumpf der Freunderlwirtschaft zwischen ASVK und Bauträgern, Architektinnen und Architekten und sonstigen Günstlingen ist dermaßen tief und offensichtlich, dass es schon anmaßend ist. Wer deckt das endlich auf und weist auf die Entbehrlichkeit der ASVK bei einer (funktionierenden) Baubehörde hin?!