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Kahr sagt Alternative abDer Radweg mitten durch den Augarten bleibt eine Gefahrenzone

Es war ein Problem mit Ansage: Seit der neuen Augartenbucht führt der Radweg mitten durch den Park, in dem auch Kinder spielen. Taugliche Alternativen sind keine in Sicht.

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Es ist ein buntes Treiben im Grazer Augarten: Kinder jagen einem Ball oder ihren Gedanken hinterher, Ältere steuern eine Parkbank an, Familien spazieren gemütlich durch den Park, mal mit, mal ohne Kinderwagen - und mitten durch dieses fröhliche und entspannte Gewimmel hat die Stadt Graz eine der wichtigsten Radverkehrsachsen der Stadt gelegt, den Murradweg mit 9000 und mehr Radfahrern pro Tag.

Kommentare (17)
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john2k
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Graz wird eine Fahrradhauptstadt Europas ...

… wird vollmundig verkündet (https://www.graz.at/cms/beitrag/10352224/8106610/Graz_wird_eine_Fahrradhauptstadt_Europas.html), und dann schafft man nicht mal die Kleinigkeit für den bedeutendsten Radweg von Graz sowie der Steiermark (der an und für sich von Frohnleiten bis Kalsdorf beidseitig der Mur geführt wird) für ein paar 100 m auf zumindest einer Seite der Mur eine vernünftige Trassierung zu finden?
Das ist mMn einer Stadt, die auch stolz den Titel “City of Design” trägt, nicht würdig. Eine Fahrradbrücke geschwungen oberhalb der Bucht wär doch mal ein (realistischeres) Prestigeobjekt für unseren Bürgermeister?

john2k
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stprei
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Tauglich

Eine taugliche Alternative ist, was man von jedem anderen Verkehrsteilnehmer auch erwartet: Situationsangepasste Geschwindigkeit und Fahrweise. Ist im Stadtpark und in der Nähe von Schulen ja auch notwendig.

Und dass unsere KPÖ-Stadträte gern von anderen fordern, aber selbst nicht liefern, das ist ohnehin hinlänglich bekannt. Das sollte keinen überraschen.

homerjsimpson
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Machen wir das dann bitte auch mit dem PKW-Verkehr.

Hauptstraßen sperren, und die Autofahrer sollen dann auf den Nebengassen nur im Schritttempo fahren. Perverse Idee? Na genau das hat Nagl da mit dem Radverkehr gemacht und Sie finden es gut. Dann bitte auch für Autos und schon haben wir unendlich Platz, da wäre ich sofort dafür. die Lebensqualität würde rauf gehen, der Autoverkehr runter.
Nagls Maßnahmen sorgen für Rückschritte beim Radverkehr, und es ist wohl so: Das stört ihn überhaupt nicht. Lieber im 6 Milliarden Euro (realistische Zahl) eine U-Bahn bauen lassen.... Mit 2 Linien die nicht mal 30% der Grazer erreicht.

Mein Graz
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@stprei

Nagl lässt bauen - Kahr soll seine stümperhafte Ausführung korrigieren. Und geht das nicht ist sie dafür verantwortlich?

Klar, die Radfahrer können langsamer fahren. Wo bleibt dann der - von Nagl versprochene - Ausbau der Rad-Infrastruktur, wenn man dort wo es Radwege gibt nicht mehr fahren kann, weil Nagls zuständige Stellen mies (oder überhaupt nicht?) geplant haben?
Sind Radwege zum Radfahren da oder zum Bremsen?

Aber wenn du forderst, dass die Radfahrer eben langsamer fahren sollen fordere ich, dass die Autofahrer überall dort langsamer fahren müssen, wo Radfahrer und Fußgänger unterwegs sind - also im gesamten Stadtgebiet Tempo 30 für alle KFZ!

stprei
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Fordern

Ich steig gern auf den Whataboutism ein, tut zwar nix zur Sache, ist aber unterhaltsam.

Flächendeckend 30 für Autos kann man fordern, wird die Kahr aber nicht machen, weil sie nichts zusammenbringt. Und dort wo es sich um Landesstraßen handelt wird es der Lang nicht machen.

Die Geschwindigkeit im Radverkehr hat durch die Verbreitung von E-Bikes massiv zugenommen, früher waren das ausgewählte, sehr fitte Radler, heut ist das beliebiger. Im Augarten konnte man nie schnell mit dem Rad fahren, weil es immer geschottert war und die Baumwurzeln recht weit in den Radweg gestanden sind. Das ist mit der neuen Route anders.

Tut aber nix zur Sache, dass 1. Kahr keine Lösung bringt und vorhandene Vorschläge ablehnt und 2. auch für Radfahrer Grundregeln der Verkehrssicherheit (und dazu gehört die angepasste Geschwindigkeit sowie die Rücksichtnahme auf andere Verkehrsteilnehmer) gelten.

Netter Ablenkungsversuch.

Mein Graz
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@stprei

Du forderst - ich fordere im Gegenzug auch was. Was ist da Whataboutism?

Und noch einmal: aus welchem Grund sollte Kahr die Lösung eines Problems bringen, das NAGL verursacht hat? Vielleicht dann noch dazu eine Lösung, die dann - gerade von Leuten wie dir - abgelehnt wird, weil es eben KEINE Lösung ist?

Zu den Grundregeln der Verkehrssicherheit: angepasste Geschwindigkeit - aber bitte für alle. Also auch für Autofahrer!
Was glaubst du wie oft ich als Radfahrer von Autofahrern abgedrängt, geschnitten, in Gefahr gebracht werde, weil sie ihre Geschwindigkeit NICHT angepasst haben?

marinosale
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Nagl hat für RadfahrerInnen nichts übrig

Es zeigt sich wieder, dass gewisse Leute nur fürs Foto aufs Rad steigen, aber nicht bereit sind, sich tatsächlich mit dem Fahrrad, mit sicheren Radwegen, mit Radwegen, die diesen Namen auch verdienen (keine geteilten Gehsteige, Radwege gegen die Einbahn, die von parkenden Autos verstellt sind, Murradweg: hier sollen Radfahrer, Spaziergänger, Jogger, Skater, Familien mit Kinderwagen, mit Hund... Platz haben?!) auseinanderzusetzen. Wenn was passiert, sind die rücksichtslosen Radfahrer halt wieder Schuld. Auf der Straße fahren, darf man nicht, wenn es einen Radweg gibt. Auf dem Radweg kann man nur im Schneckentempo dahinschleichen, um sich und andere nicht zu gefährden. Aber für Autos werden immer neue Tiefgaragenprojekte in der Stadt überlegt.... Man muss halt Prioritäten setzen.

paulrandig
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Simpel:

Park asphaltieren - genug Verkehrsfläche für alle.
/ironie off/

stprei
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Skater

Nein bitte nicht.
Dann kommen die Skater und die Anrainer beschweren sich wieder.
Und die Skater sind ja jetzt schon das Problem für die Radler im Park.

Un wenn wir schon bei bösen Zynismus sind: Es braucht mehr öffentlichen Raum für Zweirad-Mobilität. Die Kinder können eh auch drin am Tablet spielen.

menatwork
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Nagl (ÖVP), der die treibende Kraft hinter Augartenbucht ohne vorheriges Verkehrskonzept war

Das ist der entscheidende Punkt, es war jedem klar, nur unserem Bürgermeister offenbar nicht.

Wobei das noch harmlos ausgedrückt ist, denn es handelt sich nicht bloß um eine lästige Sache, sondern um eine bewusst in Kauf genommmene Konflikt- und Gefahrensituation, die ja auch zu realen Unfällen und menschlichem Leid führt

homerjsimpson
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Danke Herr Winter! Ihr Kommentar trifft den Punkt genau.

Jeder wusste vorher, der es wissen wollte, dass die Verlegung des Radweges von außen (an der Mur) nach innen in den Park, nur zu Konflikten führen kann. Jetzt sagt man: Dann müssen die Radfahrer halt aufpassen. Hier handelt es sich um eine Hauptroute für Graz (Murradweg Graz Richtung Süden).!!! Das wäre so, wie wenn ich am Bahnhofsgürtel Fußgänger gehen lasse, und dann sage die Autofahrer sollen halt Schritttempo fahren.
Bitte nicht falsch verstehen: In einem Park sollen Fußgänger Vorrang haben. Deswegen hätte der Radweg nie so verlegt werden dürfen. Und wofür: Damit ein paar Leute nett am Wasser sitzen können und Nagl von einem super Projekt reden kann. Das hätte man auch woanders erreichen können, ohne den Radweg zu kappen. Aber das ist Nagl: Radfahren ja, wenn es leicht geht. Alles andere ist wichtiger. Nagl und Co sind halt Autofahrer im Geiste, so ist es. Und dann wundern, wenn die Leute nicht vom Auto umsteigen. Es ist nur traurig, was für Entscheider wir in der Stadt haben.

tupper10
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Da will Graz die sanfte Mobilität forcieren

Und dann fällt dem Bgm nicht Besseres ein als die Radfahrer zum Langsamfahren aufzufordern? So macht man den Umstieg vom Auto alles andere als attraktiv.

calcit
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Das war mit und ohne Radweg eh immer so...

...da gehts sowieso kreuz und quer....

melahide
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Der ganze

„Neubau“ des Murradweges ist viel zu schmal ausgefallen. Im Augarten ist der Weg sehr eng. Fahrräder in beide Richtungen, Fußgänger, ab und an fliegt ein Skateboard durch die Luft. Auch am „Puchsteg“. Weg viel zu eng, zu viele Leute die dort spazieren und mit dem Rad vorbei schiessen. Warum macht man nicht breitere Wege und trennt diese ein bisschen ab?

Bereits
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.

Vermutlich weil es in Graz weder eine Stadt- noch eine Verkehrsplanung gibt und mehr auf Zuruf als nach Plan und Konzept gearbeitet wird.

smithers
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Die größte Gefahr für Radfahrer im Augartenpark sind nach wie vor die Hundebesitzer die im Park und entlang des Murradwegs auch im Dunkeln gut 15 Meter oder mehr Leine geben.