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Mehr als 400 AutosGrazer Taxifahrer fahren Sturm gegen neues Gesetz

Nach Protesten in Wien demonstrieren nun auch die Taxifahrer aus Graz: Eine Gesetzesnovelle soll dem Konkurrenten Uber Tür und Tor öffnen. Mehr als 400 Taxler beteiligten sich mit ihren Autos an der Demo.

Die Interessensgemeinschaft Grazer Taxi lud am Montagnachmittag zum Protest, rund 400 Autos folgten dem Aufruf © Hecke
 

Für kräftigen Unmut in der Taxibranche sorgt derzeit eine Gesetzesnovelle: Das neue Regelwerk soll ab 2021 gelten und mehr Wettbewerb sowie flexiblere Preise ermöglichen. Demnach sollen Mietwagen Taxis gleichgestellt werden, Fixpreise werden forciert. Auch in Graz sehen die Taxifahrer damit das Schreckgespenst Uber schon vor der Tür stehen. Nach massiven Protesten in Wien wurde am Montagnachmittag auch in Graz zum Protest geladen.

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tenke
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Monopol

Der Markt reguliert sich von selbst. Und wenn die heimische Taxi-Branche schon nicht beim Preis punkten kann, wie wäre es, wenn sie es mal mit Qualität versucht?

purplish
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Ahnungslosigkeit scheint Ihre Spezialität zu sein

So gut wie jedes Wort in Ihrem Kommentar beweist Ihr fehlendes Wissen über die Branche und die Gewerbeordnung, ja sogar die Gesetze der Wirtschaft scheinen Ihnen fremd zu sein.
Der Markt regelt sich nur dann selbst, wenn er fair laufen kann. Wenn die Voraussetzungen ungerecht sibd, ist das keine Selbstregulierung, sondern schlicht und ergreifend Dumping. Und zwar in mehrerlei Hinsicht. Sozialdumping, wenn man die Angestellten nicht fair bezahlt, was aus Gründen des Preisdumping ja gar nicht mehr möglich ist.
Und die Qualitätsfrage stellt sich da noch gar nicht, wie soll denn ein unterbezahlter, illegal arbeitender Schichtarbeit ausgezeichnete Qualität liefern? Weil Sklaven einfach immer lächeln? Absurd! Billig ist gleich qualitativ hochwertig? Das wollen Sie sagen?

purplish
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Ergänzung

Und was ein Monopol ist, sollten Sie mal im Fremdwörterbuch nachschlagen. Jedenfalls existiert ein solches sicher nicht im Taxigewerbe, da gibt es in Österreich nämlich tausend verschiedene Anbieter und Unternehmen, die dieses Business betreiben.
Wenn man dabei auf die Einhaltung der Gewerbeordnung pocht, ist das noch lange nicht die Ausübung eines Monopols.

Stratusin
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Da haben sie Recht,

teilweise fahren Kisten herum, die wurden in Bagdad aussortiert.

purplish
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Vollkommen falsch.

Ihr Kommentar, die Taxis in Graz wären in Bagdad aussortiert, entbehrt jeder Grundlage und entspricht einfach nicht der Wahrheit. Im Gegenteil, die Grazer Taxiflotte ist größtenteils in sehr gutem Zustand und besteht aus gepflegten, neuwertigen und sauberen Fahrzeugen.
Wo der Blödsinn, den Sie da behaupten, herkommt ist mir ein Rätsel.
Es mag die eine oder andere Ausnahme geben, dies entspricht aber nicht der überwiegenden Mehrheit.

nasowasaberauch
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Fahrgast als gratis Therapeut?

Noch nerviger sind die Fahrer, die glauben der zahlende Fahrgast ist gratis Therapeut. Mit was man da teilweise vollgelabert wird...

purplish
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Gegenseitigkeit

Diese Beobachtung beruht leider auf Gegenseitigkeit. Mit was Fahrgäste einen da vollabern.... 😉

melahide
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Jetzt

wiederholt sich die Kleine Zeitung in zwei Absätzen, schreibt aber nicht, was im Gesetz nun wirklich zur Deregulierung führt. Das Mietwagen Taxis gleichgestellt sind oder was?

purplish
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In zwei Absätzen ist eine Erklärung nicht sinnvoll

Die Gesetzesnovelle, um die es geht, wurde bereits in anderen Artikeln erklärt, man kann ja nicht in jedem Folgeartikel zum Thema immer wieder alles neu aufrollen.
Ich versuche in kurzen Worten zusammenzufassen, was das Problem ist: Taxis und Mietwagen haben streng geregelte Einsatzbereiche und in der Gewerbeordnung festgelegte Regeln. Taxis hatten in der Vergangenheit dabei wesentlich strengere Vorgaben, sowohl was die Art und den Zustand der Fahrzeuge betrifft, als auch den Lenker betreffend. Mietwagen hingegen hatten große Freiheit, was jene beiden Bereiche betrifft. Und genau dies nutzten die App-Betreiber in den letzten Jahren schanlos und leider meist auch straflos aus. Sie setzten Mietwagen quasi im Taxi Betrieb ein, was sie aus mehreren Gründen zu Dumpingpreisen, das bedeutet "nicht wirtschaftlich" machten. Einfach um Taxis aus dem Markt zu drängen.

nasowasaberauch
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Schon etwas einseitig ihre Darstellung

Das Mietwagen sinnlose lagerten machen müssen und andere komplett bescheuerte Aspekte unterschlagen sie halt mal.
Das die Taxibranche jegliche Innovation verschlafen hat auch.
Jetzt merken sie halt, wie das Leben mit Konkurrenz ist. So wie Unternehmen in anderen Branchen halt auch.
Diese geschützten Gewerbe gehören eh abgeschafft.

purplish
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Fortsetzung

Diese Masche, die bereits in den USA zu taxifreien Landstriche und Städten geführt hat, soll sich weltweit erfolgreich fortsetzen. Nur dann sind wir wirklich beim Monopol.
Würden sich uber und Co an geltende Sozial-, und Gewerbevorschriften halten, wäre alles kein Problem. Nur ist das eben nicht Ihr Geschäftszweck. Und genau dazu, jene Praktiken endlich einzudämmen, hätte die Änderung des Gelegenheitsverkehrsgesetzeszum Zweck gehabt. Faire, gleiche und gerechte Zugangsbestimmungen zum Markt. Sowohl was die Lenker, als auch die Preisgestaltung betrifft. Und dieses Ziel wurde nun durch die neuerliche Novelle völlig unterminiert. Es soll weiterhin freie Preise, und damit die Möglichkeit zum Dumping geben. Die ehemaligen Lenker jener Dumpingkutschen wehren sich gegen die strengeren Auflagen, sie wollen keine Lenkerberechtigungen erwerben müssen, und auch keine Sprachkenntnisse nachweisen.

purplish
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Fortsetzung 2

Und ganz nebenbei wollen die Betreiber auch noch verhindern, dass ihre Fahrzeuge mit Taxametern und Registrierkassen auszustatten sind... Weil das würde ja auch dem Staat ermöglichen, festzustellen, wieviel Umsatz so ein Auto macht und wieviel Steuer fällig wäre. Ganz und gar nicht im Sinne von uber und Konsorten. Denn dann wäre ein Dumpingpreis ja nicht mehr möglich, würde man ganz normal Steuern und Sozialabgaben zahlen müssen....

nasowasaberauch
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So ein Schwachsinn!

Bei der Konkurrenz wird per App und Kreditkarte abgerechnet.
Das ist genau so transparent wir mit dem Taxameter.

Außer Unterstellungen und Halbwahrheiten kommt von ihnen echt nix.

purplish
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Mag sein

Dass das für Sie transparent genug ist. Für den Staat und seine steuerlichen sowie sozialrechtlichen Interessen anscheinend nicht.
Schön, dass Sie geschützte Gewerbe (was auch immer das sein soll) abschaffen wollen.
Vielleicht schaffen wir jegliche Gewerbeordnung ab! Und dann gleich auch noch alle anderen Berufszugangsbestimmungen. Lassen wir doch einfach Volksschulabsolventen Menschen operieren, Häuser bauen, Lebensmittel herstellen, und so weiter.
Nur weil Sie den Sinn einer Gewerbeordnung nicht verstehen, stelle ich nicht das komplette Rechtssystem in Frage. Mag schon sein, dass es auch korrekt arbeitende Mietwagenunternehmen gibt. Aber mit Dumpingpreisen ist korrektes Arbeiten eben leider nicht möglich.

nasowasaberauch
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Was sie nicht alles über mich wissen zu glauben! :D

Ausser Pauschalverurteilungen und Unterstellungen kommt da echt nicht viel.

Bei Abrechnung über Kreditkarte gibt's genau so einen Papertrail wie bei Bezahlung mit dem Taxameter. Da kann man nicht betrügen, wenn man die Unternehmen verpflichtet die Daten raus zu rücken. Und davon gehe ich aus.

Wir als online Händler können auch nichts an der Finanz vorbei machen und das ist auch gut so. Daher kommt nämlich unser Sozialsystem. Wir bezahlen unsere Mitarbeiter über Kollektiv, sie haben Gleitzeit und sehr viele Freiheiten. Was im Rahmen möglich ist.

Nur weil sie offensichtlich selber einem geschützten Gewerbe nachgehen, oder einer Interessensvertretung davon angehören ist nicht jeder ein Verbrecher der von Ihrer Meinung auch nur einen Millimeter abweicht. Ich glaube im Gegensatz zu Ihnen an den freien Markt (außer in sensiblen Bereichen wie Nahrung und Gesundheit, wo wirklich Schutz FÜR DEN KUNDEN nötig ist).

Wenn ihre Konkurrenz so furchtbar ist (kann kein Deutsch, kennt sich nicht aus, Autos sind eine Katastrophe), dann versteh ich wirklich nicht warum sie sich so vor ihr fürchten. Dann müßten doch alle Kunden zu den Taxis strömen, weil ja dort alles viel besser ist!

Der Kunde hat ja schließlich einen freien Willen, oder nicht? Im freien Wettbewerb können sie ja dann beweisen, dass die Konkurrenz nix kann.

Wenn der Kunde mit Füßen abstimmt und vor den Taxlern wegrennt, dann sollten sie vielleicht einmal aufwachen und der harten Realität in's Auge sehen.

purplish
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Tja, davon gehen alle aus...

Mit online Händlern hat diese Diskussion überhaupt nichts zu tun, und wenn bei Ihnen alles korrekt abläuft, ist das lobenswert und gut. Doch daraus darauf zu schließen, dass dies auch bei Online-Fahrtenvermittlern genauso abläuft, ist leider eher naiv und nicht der Wahrheit entsprechend... Da hat sich schon des öfteren die Finanz die Zähne ausgebissen...
Auch was die korrekte Anmeldung von Mitarbeitern betrifft, finde ich einerseits großartig, dass Sie die Ihren ordnungsgemäß melden, Sie liegen aber leider meilenweit daneben, wenn Sie annehmen, dass dies bei Online-Fahrtenvermittlern auch so ist. Die behaupten als erstes gleich mal, sie hätten gar keine Mitarbeiter... Und soweit stimmt das meist ja auch, es handelt sich ja um Subunternehmer, die die Fahrer beschäftigen.
Und was die Bereitstellung der Geschäftsunterlagen betrifft, sei es zur Prüfung oder zur Feststellung der Arbeitsverhältnisse, so liegen Sie mit Ihrer Annahme, es sei sicher alles in Ordnung und die betreffenden Unternehmen würden mit den Behörden zusammenarbeiten, so wie Sie das tun, leider wieder falsch...
So, und nun erklären Sie mir bitte, wie Sie reagieren würden, wenn Ihnen ein "Konkurrent" vor der Nase herumtanzt, der genau das Gleiche, wie Sie anbietet, nur bezahlt er halt im Gegensatz zu Ihnen keine Steuern, Sozialabgaben und so weiter... Und dann kann er seine Waren eben um ein Drittel billiger anbieten als Sie... Na? Große Freude darüber? Ich glaub, Sie rennen auch ganz schnell zu Gericht, WKO...

purplish
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Fortsetzung

... Politik, Interessensvertretern, und so weiter, weil Sie sich das auch nicht gefallen lassen. Zu Recht, wie ich meine. Denn Konkurrenz belebt das Geschäft, aber die Bedingungen müssen fair sein. Steuern, Sozialabgaben, Transparenz was die Arbeitsverhältnisse betrifft, und dann eben auch eine transparente, für den Kunden nachvollziehbare Preisgestaltung.
A´ber Ihr Taxibashing hat leider nichts mit den bestehenden Problemen zu tun und scheint auf schlechte persönliche Erfahrungen zu beruhen. Die kann ich Ihnen eh nicht abnehmen, da ist halt dann zu Fuß gehen angesagt, ohne BilligUber oder BilligBolt und wie sie alle heißen.

CIAO
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schwierig -

also, eine Taxifahrt vom Grazer Lendplatz zum LKH -Leonhardkirche, kostet leicht aufgerundet mit Trinkgeld 12 Euro - und die die es nicht wissen, das sind 165,12 Schilling.

Ich will das nicht weiter kommentieren.

Ja umrechnen soll man nicht, sagt man, Jedenfalls der, der das kassiert.. dem der zahlt, fragt man nicht.

Oder?

purplish
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Ja, und?

Für die, die es nicht wissen, der Schilling liegt bald 19 Jahre zurück...
Es hat sich einiges verändert seitdem. Vergleichen Sie mal die Preise von vor 19 Jahren bei Benzin, Versicherung, Fahrzeug, Garagenmieten, Öffitickets, Mautgebühren, Sozialabgaben, etc etc etc....
Dann wird Ihnen gaaaanz schnell auffallen, dass der Taxipreis nicht überdurchschnittlich teurer geworden ist.

CIAO
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Aber

da Einkommen ist nicht so überproportional gestiegen. Meines halt nicht

purplish
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Und

Auch nicht das der Taxilenker und Unternehmer

fwe81
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🤔

Eh viel zu teuer as taxifahren... gleiches recht für slle😉

purplish
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Gerne!

Das genau ist ja das Problem. Das gleiche Recht...

Tundy
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Schön und gut,

Also ab sofort kann jeder Egal aus welcher Branche,demonstrieren wenn es sich vom Konkurrenz bedroht fühlt?

Ba.Ge.
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Schön ist der

Träger des „KURZer Prozess“-Schildes, ja 🙈☺️

MoVeiT
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Richtig...

...das heißt Demonstrationsrecht und ist in der Verfassung verankert. Sie dürfen für oder gegen fast alles demonstrieren, das ist eines der wichtigsten Grundrechte der Demokratie und des Rechtsstaates.