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Unterricht von zu HauseLeistungsschwache Schüler könnten weiter zurückfallen

Bildungsungleichheit herrscht nicht nur in Zeiten von Distance Learning. Eine wichtige Rolle spielen laut Experten das Elternhaus und der Bildungsanspruch.

Distance Learning: Ohne richtige die Unterstützung haben es die Kinder schwer
Distance Learning: Ohne die richtige Unterstützung haben es die Kinder schwer © Adobe Stock/Olga
 

Seit nun vier Wochen wurden in vielen steirischen Haushalten die familiären Küchentische zu Schulbänken umfunktioniert. Laut Bildungsminister Heinz Faßmann soll sich daran bis frühestens Mitte Mai auch nichts ändern. Am Donnerstag präsentierte er gemeinsam mit Familienministerin Christine Aschbacher und Gesundheitsminister Rudolf Anschober weitere Pläne, was den Unterricht von zu Hause aus betrifft: Rund 12.000 Endgeräte wolle man an die Schüler verteilen und gleichzeitig der "verstärkten Bildungsungleichheit" gegensteuern.

Kommentare (5)

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Isidor9
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9
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Euphemismus

"Leistungsschwache" Schüler sind oft undisziplinierte, faule, aggressive und unintelligente Schüler. Oder behinderte Kinder, dann muss klarerweise jede Unterstützung angeboten werden. Aber für die anderen ? Mich regen diese sprachlichen Verharmlosungen auf, wie " verhaltensoriginell" für Schüler ,die sich wie wildgeworden aufführen und bei den normalen nicht aggressiven Kindern Angst und es Schrecken verbreiten.

pietrok5
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Diese "Bildungsungleicheit"

gibt es auch im "normalen" Schulalltag. Die meisten der Schüler, die jetzt nicht erreichbar sind, wären auch im normalen Unterricht nicht anwesend. Gerade in den Brennpunktschulen gibt es Schüler mit hunderten Fehlstunden, die nur sporadisch in der Schule erscheinen. Für diese Schüler nutzt das beste e-learning Angebot nichts.

taught123
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Mal wieder ein "Experte", der null Ahnung vom Schulalltag hat

Aber abgesehen davon: Glaubt ernsthaft jemand, dass 2 Distance-Learning Monate, oder sollen es 3 sein, in der gesamten Schullaufbahn eines Kindes dafür verantwortlich sein können, dass sein Berufsleben komplett verhaut wird?

Fakt ist, dass gerade dort, wo man kleinere Klassen bräuchte, nämlich in Ballungszentren mit dem hohen Migrantenanteil, die meisten Kinder in den Klassen sind.

Und ja, leicht ist es nicht, digitalen Unterricht zu machen, wenn in der Klasse ein einzelner 14 Jahre alter Rechner mit Röhrenmonitor steht und für fast 200 Kinder insgesamt 8 Tablets zur Verfügung stehen. Dass das Lehrpersonal derzeit mit seinem privaten Equipment fernlehren darf, geschenkt....

Pelikan22
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Das ist ja ganz was Neues!

Auf einmal werden LehrerInnen was wert! Wird die Mama mit dem "Hasi" nimmer fertig?

heku49
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Ja, ja,....die Ohnmacht vieler Eltern erhöht die Anerkennung für Pädadoginnen.

Viele Eltern, die alles und jedes am Unterricht kritisieren und dies leider auch sehr oft VOR
ihren Kindern, werden jetzt sehr kleinlaut die schwere Arbeit insbesondere der Kindergartenpädagoginnen und Grundschulpädagorinnen wertschätzen.