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"Lange Tafel" in GrazArmenpfarrer wettert gegen "Protz-Essen", Tourismuschef hält dagegen

Schlagabtausch zur "Langen Tafel der Genusshauptstadt". Armenpfarrer Wolfgang Pucher meldet sich mit harscher Kritik zu Wort, Graz-Tourismus-Chef Dieter Hardt-Stremayr weist die Vorwürfe zurück.

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Wolfgang Pucher meldet sich nach der "Langen Tafel der Genusshauptstadt" zu Wort
Wolfgang Pucher meldet sich nach der "Langen Tafel der Genusshauptstadt" zu Wort © Jürgen Fuchs
 

Zum zehnten Mal fand heuer die "Lange Tafel der Genusshauptstadt" in Graz statt. Stimmungsvolle Bilder der festlich gedeckten Tafel vor dem Rathaus sind in den letzten Jahren um die Welt gegangen und lockten auch diesmal nicht nur Gäste aus Graz, sondern auch aus dem Ausland zur Veranstaltung. 140 Euro legte jeder der 750 Besucher auf den Tisch, um sich in dem besonderen Ambiente durch ein mehrgängiges Galamenü mit Getränkebegleitung zu schlemmen.

Kommentare (48)

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Bumsdi
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Vor der eigenen Türe kehren!

Der Hauptplatz ist kein Kirchenplatz! Und schon gar nicht liegt er in der Pfarre des so genannten "Armen"-Priesters. Der soll zuerst schauen, wie es in seinen Unternehmungen zu geht und sich fragen: wie geht es dem einstigen Mitarbeiter eines Vinzi-shops heute, der vor einigen Jahren im Alter von ca. 50 Jahren einfach gekündigt wurde, weil er wegen akuter Rückenprobleme plötzlich keine schwere Hanarbeit mehr verrichten konnte? Bei gutem Willen und einer sozialen Einstellung hätte sich sicher ein anderer Arbeitsplatz intern finden lassen ....

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Henry44
6
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Ich bezweifele nicht,

dass Pfarrer Pucher für die Armen hier und anderswo Enormes geleistet hat und persönlich einen sehr bescheidenen Lebensstil pflegt. Papst Franziskus lebt ja zum Ärgernis vieler vor, wie es auch im hohen und höchsten Klerus gehen könnte.

Dennoch ist es für einen hauptamtlichen Funktionär der Kirche, und das ist ein Pfarrer nun einmal, nicht ungefährlich, diese Art von Kritik zu üben. Denn wie sieht es mit dem Reichtum der westlichen Kirchen aus, wie mit dem Großgrund- und Immobilienbesitz in verschiedenen Ländern, wie mit dem Lebensstil der hohen Kleriker in Rom und anderswo? Leben in Palästen mit Full-Service, Fahrten mit Autos, die sich der Durchschnitt jener, die das finanzieren, nie leisten könnte, Flüge Erster Klasse usw.

Wird da genug getan für die Armen der Welt? Wie sieht es aus mit der Unterstützung von übelsten Diktatoren und Ausbeutern in Südamerika durch einen Teil des Klerus?

Für all das kann der Pfarrer Pucher natürlich nichts und er kann auch dagegen nichts tun. Er hätte es sicher gerne anders, aber es bleibt das alles ein Problem der Glaubwürdigkeit.

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huetteka1
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Die bittere Wahrheit

Ich stimme dir in ALLEN Punkten zu! Du hast aber das Schlimmste vergessen was die Kirche gerade abzieht: die Missionierungen in Afrika... für die oberen in der Kirche geht es NUR um Macht, Geld, Einfluss! Deswegen versteh ich den Herrn Pucher nicht warum er noch bei diesem Verein mitmacht... generell versteh ich niemanden dem Nächstenliebe, Soziales usw. Am Herzen liegt und trotzdem diesem Verein angehört...
Zuviele Obdachlose?! Warum nicht die Kirchen als Schlafplatz nehmen?
Hungerleidende? Die Kirche nimmt Milliarden ein und wird sogar noch subventioniert! Wer bezahlt den die Renovierungen zb. Vom Stephansdom? Für diese Institution wäre es ein Leichtes großflächig den Welthunger zu lindern, aber darum geht es ihr nicht!
Warum verlassen immer mehr gebildete Menschen diesen Verein? Weil die Doppelmoral die hier gelebt wird im Kopf nicht auszuhalten ist!
Die Kirche ist mitunter für die schlimmsten Verbrechen der Menschheitsgeschichte verantwortlich, aber wenn man genug Geld und Einfluss hat ist alles egal..
Ich mag Herrn Pucher sehr und wünsche ihm nur das Beste für das was er für seine Mitmenschen tut, dennoch sollte er vielleicht beim eigenen Verein anfangen (also vor der eigenen Türe kehren), bevor man Menschen asozial nennt die hart arbeiten und sich einmal im Jahr regionale Köstlichkeiten gönnen! Wer kennt die denn alle die da hingehen? Vielleicht auch freiwillige Sanitäter, Feuerwehrler usw. Dabei? Wieviel Spenden ein paar dieser Leute?

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Henry44
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Auch wenn Sie mir zustimmen,

Ihrer Pauschalkritik an allem und jedem kann ich nicht folgen. Ich bin und bleibe Mitglied der Kirche, in der es sehr viele großartige Menschen gibt, natürlich auch im hohen Klerus.

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huetteka1
1
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Keine Pauschalkritik ;)

Lieber Henry44,
ich wollte nur aufzeigen das es (für mich) in diesem Verein leider auf Führungsebene in die falsche Richtung geht! Es gibt sehr viele Freiwillige in vielen Bereichen (Religion, Soziales, Wohnen, Ärzte,...) die nur das Beste für ihre Mitmenschen wollen und diese (teilweise) Selbstlosigkeit finde ich bewundernswert! IHNEN gehört Gehör geschenkt! Ich finde es wichtig und auch Richtig das Sie ihren Glauben nicht verloren haben! Daher möchte ich Sie weiter bitten aufzustehen und für mehr Gerechtigkeit einzustehen! Ich wollte (werde) nie alle über einen Kamm scheren...

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Hieronymus01
13
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Es ist ja nicht nur die Lange Tafel.

Wenn man bedenkt dass vor Weihnachten auf Biegen und Brechen koste es was es wolle "gefeiert" wird, dann sollte man das ganze Verhalten unserer Gesellschaft überdenken.

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Henry44
3
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Überdenken kann man alles,

ändern nur das eigene Verhalten. Wie schaut es denn aus mit dem Fleisch essen, mit dem SUV, den Kreuzfahrten, den Flügen für ein Wochenende nach London usw.

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Balrog206
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Hiero

Am besten wir werden wider Jäger und Sammler!!! 🙈

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AndiK
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Da dürfte

der Herr Pucher aber die Hand gebissen haben die seine Projekte füttert.....

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checker43
3
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Das glaube

ich nicht und selbst wenn: Man kann sich mit Spenden keine Zustimmung zu seinem übrigen Handeln erkaufen.

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AndiK
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Natürlich nicht

davon war auch keine Rede.
Aber wenn Hochwürden konsequent wäre, würde er von „ gewissenlosen reichen Prassern“ auch nix annehmen......
Ich war noch nie bei dieser Tafel u werde es auch nie sein, aber ein gutes Essen werde ich mir trotzdem ich die Vinziprojekte gerne unterstütze, auch weiterhin ohne schlechtes Gewissen leisten.
Im Übrigen ist es mir blunzen als was mich Herr Pucher bezeichnet, obwohl er mich so wie 99,9% der Tafel - Gäste noch nie gesehen hat.

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checker43
1
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Man

kann natürlich Spenden von Prassern annehmen (um es Bedürftigen zukommen zu lassen) und ihnen zugleich ins Gewissen reden. Das ist konsequent.

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Robruck
9
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Wie wäre es

wenn man - von den 18000 Menschen die von unter € 900,00 leben müssen - jährlich 10 bis 20 Personen zu so einem Essen einladen würde?
Dass sollte die Veranstalter mal überlegen. Bin überzeugt dass diese Menschen sich nicht von der restl. Gesellschaft abheben würden!

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calcit
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Richtig so Herr Pucher!

An den meisten Rechtfertigungen hier sieht man ganz deutlich, dass sich doch das Gewissen so mancher getroffen haben...

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checker43
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Wenn

die Karten binnen zwei Minuten weg sind: Wie schafft es da eine japanische Reisegruppe zur Veranstaltung?

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Balrog206
1
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Scgau

Ich nehm an das ein Reisebüro sich ein Karten Kontingent gesichert hat!!!

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checker43
1
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Also

vorher, nicht bei der Online-Aktion, oder?

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Balrog206
3
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🙈

Wie auch immer ! Kannst dich ja weiter künstlich aufregen !

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checker43
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Es

ist keine Aufregung. Es interessiert nur.

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Balrog206
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Sorry

Herr Pfarrer aber des war nix !!!!!!

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bimsi1
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Wo beginnt Prasserei?

Sie haben vollkommen recht, Herr Pfarrer Pucher. Doch es ist ein heikles Thema. Wo beginnt Prasserei? Beim Essen? Bei der Urlaubsplanung? Bei den Fernreisen? Bei den Kreuzfahrten? Wichtig finde ich, darauf zu achten, dass ein ausgewogenes Verhältnis herrscht zwischen sozialem Engagement und Genüssen.

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Fotomandalas
58
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Wenigsten traut sich einer das laut zu sagen!

Super, Herr Pfarrer Pucher, daß Sie sich nicht mundtot machen lassen,
ich fände es spannend, dazwischen die Vinzidorfbewohner zu verteilen. 1 Reicher ein Vinzidorfbewohner, ein Reicher mit dem gleichen Essen. Gespendet von den Reichen und Schönen. Wäre das nicht eine feine Idee? Na da werd ich
sicher viele Daumen nach unten ernten, vielleicht wird diese Idee
auch aufgegriffen?

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MoritzderKater
23
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Dürfen wir jetzt........

...... weil Pfarrer Pucher es nicht für richtig findet, an keiner Feier (Aufsteirern z.B.) mehr teilnehmen, weil es doch Geld, das er für die Vinzidorfbewohner verwenden möchte.
Müssen wir all die "Vergnügungen", wie Frühjahrs/Herbstmesse, oder Grenzenlos Brunchen am Schloßberg oder Opernredoute etc.etc. streichen, weil wir reiche Protzer sind?

Er möge doch bitte die Kirche im Dorf lassen, wer hart arbeitet, darf auch Freizeit und Vergnügen haben und der Kirche als Institution, stehen Spenden aus unseren Kirchensteuerbeiträgen doch irgendwie zu - oder?

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checker43
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Es

mag in anderen Bereichen üblich sein, dass man sich mit Spenden auch Schweigen, Absolution oder (geheuchelte) Zustimmung erkauft, beim Pucher halt nicht.

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Balrog206
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Checker

Du verwechselst hier wohl was ! Nimmst du an keinen Konzerten usw teil ??

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checker43
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Steht

bei Konzerten etwa das öffentliche Zur-Schau-Stellen seines Tuns für Dritte im Vordergrund?

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