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2,6-Millionen-Projekt: Millionenerbe ermöglicht neues Museum am Grazer Schloßberg

Startschuss für eine jahrzehntealte Idee: In der Kanonenbastei entsteht bis Mai 2020 ein neues Museum. Damit soll das Innere des Berges nun erlebbarer werden.

Kasematten als Herzstück des neuen Museums
Kasematten als Herzstück des neuen Museums © Studio WG3 ZT KG
 

Schon seit Jahren ist es Thema, jetzt geht es an die Umsetzung: Am Grazer Schloßberg soll schon am Muttertag am 10. Mai 2020 ein neues Museum eröffnen. Dass es so weit kommen wird, war kein Geheimnis - und ist zu einem Gutteil auch einer 2017 verstorbenen Grazerin zu verdanken. Sie hat der Stadt bereits 2015 eine halbe Million Euro vermacht, laut ihrem Testament flossen nach dem Ableben der 96-Jährigen noch einmal 591.502 Euro und fünf Cent in die Stadtkasse. Die insgesamt knapp 1,1 Millionen Euro sind zweckgebunden - für Sanierungsarbeiten am Schloßberg und kulturelle Maßnahmen wie das Museum.

2,6-Millionen-Euro-Projekt

Also entsteht ein insgesamt 2,6 Millionen Euro teurer Umbau von Kanonen- und Stallbastei inklusive des Freiluft-Bereiches vor dem heutigen Garnisonsmuseum. „Hier ist ein Wundergarten geplant, der die Tier- und Fabelwesen am Schloßberg erklären soll - vom Hackher-Löwen bis zum steinernen Hund“, erklären die Architekten Christian Reschreiter und Albert Erjavec (studio WG) aus Graz, die den Wettbewerb für sich entscheiden konnten. Wesentlicher Punkt wird auch der bereits heute beliebte Blick von hier über die Stadt sein: „An bestimmten Punkten kann man zurückreisen“, sagt Otto Hochreiter, als Leiter des Graz Museums auch zuständig für die neue Schloßberg-Institution. Ein Beispiel: „Sieht man in die Neutorgasse, wird man neben dem aktuellen Ausblick auch Fotos von einst sehen - in diesem Fall einen Park.“

80.000  Besucher pro Jahr

Herzstück des neuen Hauses, das wie ein Besucherzentrum fungieren soll, sind aber die Kasematten - „und ein dort untergebrachter gläserner Nachbau des Schloßberges, über den man die Stollen erkunden kann“, so Hochreiter. Das ist etwa mittels Lichteffekten möglich. Weil „Weiterentwicklungen am Schloßberg sensibel sind“, wie Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) betont, waren bei der Planung auch Fachleute - von der Altstadtsachverständigenkommission über den Denkmal- bis zum Naturschutz - eingebunden. Das nun geplante Projekt sei „historisch richtig“, ergänzt Hochreiter. „Hinter den Mauern herrschte immer eine Gemeinschaft - früher bei Schutzsuchenden, künftig bei Freizeitsuchenden.“ Gedacht ist das neue Museum für Grazer und Touristen, der Eintritt soll zwei Euro kosten. „Das Potenzial liegt bei 80.000 Besuchern pro Jahr“, rechnet Hochreiter vor.

 

 

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