Vom Depot ins AuktionshausJetzt kommen die Grazer Acconci-Möbel unter den Hammer

Möbel, die Vito Acconci 2003 für die Grazer Murinsel entworfen hat, werden bei exquisiter Auktion in Wien versteigert.

Für den Einsatz im Café waren die Hocker zu kippelig
Für den Einsatz im Café waren die Hocker zu kippelig © Harry Schiffer
 

Für den Cafébetrieb waren sie nicht wirklich geeignet, jene Hocker und Tische, mit denen der Designer Vito Acconci die Murinsel 2003 ausgestattet hat. Und doch machen die kippeligen Sitzmöbel, die nach kurzer Zeit eingelagert wurden, nun positive Schlagzeilen. Bei einer exquisiten Auktion aus der Reihe „Design First“ werden am 15. März 2018 drei Hocker und ein Tisch im Wiener Dorotheum versteigert. Schätzwert: zwischen 18.000 und 25.000 Euro.

„Ich interessiere mich schon seit vielen Jahren für das Ensemble“, unterstreicht Gerti Draxler. Die gebürtige Grazerin zeichnet seit 1996 für die Designauktionen beim Wiener Dorotheum verantwortlich. Als sie bei einer Veranstaltung dem Murinsel-Koordinator Wolfgang Skerget über den Weg lief, war man sich schnell einig: Graz trennt sich von einer Garnitur der Acconci-Möbel.

Internationale Sammler

„Als Käufer kommen hauptsächlich internationale Kunstsammler, Museen, aber auch Architekten und Innenarchitekten, die für ihre Kunden einkaufen, in Frage, erklärt Draxler. Vor allem mit Bietern aus den USA und China rechnet die Expertin.
Auch für die Grazer könnte es bald ein Wiedersehen mit den Designermöbeln geben. Eine dezente Bodenplatte soll den Einsatz von einigen Exemplaren im Café möglich machen. Zeigen will man die Hocker auch in anderen Kultureinrichtungen.

Kommentare (1)

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merch
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Ganz ehrlich...

...was ist das dann für ein "Design", wenn es der Designer nicht einmal schafft, für ein klares Konzept - in diesem Fall Café - entsprechende Möbel zu (er)schaffen? Wie ist das zudem zu verstehen, dass die Möbel weiterhin Einsatz finden, wenn die Wahrscheinlichkeit einer Verletzung (weil´s wackelt und "kippelig" wird) bei Gebrauch relativ hoch ist...? Ich hoffe, dass die Einnahmen wenigstens wieder der Stadt Graz zugute kommen. Wir haben das "Design" schließlich mitfinanziert.
Die "dezente" Bodenplatte kommt im übrigen einer "Designveränderung" ist gleich Wertminderung gleich. Wer traut sich denn so was?

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