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Staustufe Graz

Energie Steiermark fällt Baubeschluss für Murkraftwerk

Aufsichtsrat des steirischen Landesenergieversorger gab grünes Licht für den Bau des Grazer Murkraftwerks. Nun fehlen noch die Beschlüsse der beiden Projektpartner.

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ENERGIE STEIERMARK GRAZ
Die Eigentümer gaben grünes Licht © KLZ/Kanizaj
 

Erwartungsgemäß haben die Eigentümervertreter der Energie Steiermark am Dienstagnachmittag den Bau des geplanten Murkraftwerks in Graz beschlossen. Der Entscheid sei einstimmig gefallen, heißt es aus dem Konzern, und vorbehaltlich der noch anstehenden entsprechenden Beschlüsse der Aufsichtsräte der beiden Projektpartner Energie Graz und Wien Energie.

Kommentare (37)

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unparteiisch
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blabla

Wir brauchen diesen Strom nicht ! Kein KW in Österreich läuft auf 50 %, wozu also ein Neues bauen ? Wir haben Strom genug. ich weiß nicht wie die Leute Angst vor einem Stromengpass haben ? Graz wächst gerade einmal um ein paar tausend Menschen pro Jahr. Und was mir in diesem Forum ganz besonders fehlt ist der Gedanke an die Natur, die Bäume die Tierwelt welche massiv geschädigt wird. Allein das sollte ein Grund sein diesen Schwachsinn nicht zu bauen. Ich bin nicht Grün aber ich finde die Natur nunmal wichtiger als sich wieder von höchster Ebene ver....... zu lassen. Wer nicht kapiert das es da um NULL Nutzen geht und nur darum die Geldtasche von ein paar Wahnsinnigen Undemokraten welche nicht einmal in Graz leben(schönes Häuschen ausserhalb) zu füllen dem kann ich leider nicht helfen. Informiert euch !!!

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hbratschi
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grün sein...

... bzw grün denken ist ja gut. aber wenn man die kommentare zum thema murkraftwerk hier so durchliest, dann geht's manchmal schon recht fanatisch/fundamentalistisch zur sache. bis hin zum absoluten höhepunkt der perversion (checker43), der sich nicht zu blöd ist, atomstrom zu bevorzugen. wie aufgehetzt ,oder wie auch immer das zu bezeichnen ist, muss man sein, um solche thesen aufzustellen. ernergiegewinnung ist immer ein kompromiss. und das kleinere übel ist eben mal die wasserkraft. und wer glaubt, dass die mur im geplanten verbauungsbereich ein ursprüngliches, natürliches, frei fließendes gewässer ist, der unterliegt auch einem irrtum. dazu kommt noch, dass wasserkraftwerke in der heutigen form (dafür ein ehrliches danke den grünen) ein durchaus brauchbares naherholungsgebiet sein kann. und die ersten die dort dann spazieren gehen werden die heutigen gegner dieses projektes sein, die ihre hunderl, katzerl und sonstiges ausführen...

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checker43
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@hbratschi

Ihr Denkfehler ist, dass Sie alle, die gegen die Staustufe Puntigam sind, in die Schubladen "grün" und "gegen Atomstrom" stecken. Man kann auch als Steuerzahler dagegen sein, der kein Problem hat, ein paar Prozent Atomstrom wie bisher zu beziehen. Die Ökoargumente der Befürworter sind doch fadenscheinig.

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hbratschi
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@checker

"grün" und "gegen atomstrom" finde ich ja absolut in ordnung, es sind die seltsamen blüten die dieses denken hervorbringt. und wenn man die folgekosten des (noch immer extrem geförderten und lobbiierten) atomstromwahnsinns betrachtet (zb tschernobyl, endlagerkosten (die entgegen der bezeichnung jedoch unendlich sind),...), dann schaut die rechnung plötzlich nicht mehr so toll aus, denn dann ist kernenergie plötzlich die mit großem respektabstand teuerst mögliche form der energiegewinnung. aber erstaunlicherweise wird das von der sich "grün" schimpfenden abteilung geflissentlich übersehen. aber da scheint es leider am fehlenden blick über den tellerrand zu hapern...

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checker43
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@hbratschi

Gerade die Grünen betonen immer wieder die Gesamtkosten beim Atomstrom. Davon zu unterscheiden sind aber die Gestehungskosten der Produzenten. Solange die Endlagerkosten zumindest teilweise an den Staat weitergereicht werden, produzieren sie immer noch billiger als das Murkraftwerk. Und die Endlagerkosten für ein AKW in Deutschland oder der Slowakei zahlt nicht der österreichische Steuerzahler.

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hbratschi
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@checker

nicht alles (in diesem fall atomstrom), dass auf den ersten blick billig erscheint, ist es auch. als kleines beispiel darf/muss wieder tschernobyl herhalten - allein die derzeitige noch im bau befindliche (neue) schutzhülle ist so enorm teuer, dass die ukraine nicht annähernd im stande ist, die kosten dafür aufzubringen. da zahlen wir alle schon kräftig mit. und da sind die ungeklärten fragen und neuerlichen irrwitzigen kosten des endlagers nicht miteingerechnet. falls es dich interessiert: tagesschau neue schutzhülle (den link darf man anscheinend nicht mitsenden)

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argus13
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Überraschung

Der Beschluss wurde einstimmig gefasst:-). Abgenickt wie im GR. Dieses unnötige Kraftwerk wird wegen der Verluste wie Mellach bald wieder geschlossen sein. BM Nagl hat vor Jahren Volksabstimmungen zu wichtigen Projekten versprochen und nicht gehalten. Es wird für die beiden Schuldenkaiser Nagl/Rüsch im Frühjahr bei der Wahl, auch durch den Reininghaus Flop, zur Nagelprobe werden. Vielleicht schaffen sie auch noch die Gondel. Dafür ist (unser) Geld vorhanden, für wichtigere Projekte wie Verkehrsausbau nicht!

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eleasar
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Wie es aussieht, will niemand wirklich dieses Kraftwerk...

...außer "ein paar da oben". Macht doch eine Volksabstimmung und befragt uns, das Volk, das mit den Konsequenzen leben muss, nicht nur heute, sondern auch in künftigen Generationen. Tut ihr es nicht, werden wir bei der nächsten Wahl über euren Verbleib in der Stadtregierung abstimmen. Sprich - wir werden euch abwählen...

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Sweetie16
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vielversprechend...

Also ich muss ja sagen, die Fotos schauen bisher wirklich vielversprechend aus! Wenn das Gebiet rundherum dann ähnlich schön wie Auwiesen wird - freu ich mich schon richtig!!! ...hoffentlich gibt's dann auch bald ein nettes Cafè am Wasser wie in Wien oder Hamburg :D

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Sigi, bist du es?

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jahcity
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Re: vielversprechend...

Dann schau dir ma wirklich geile Pläne für eine frei gießende Mur an! "Mur findet Stadt"

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FrageDesGewissens
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@sweetie: Beiträge wie deiner

sind genau das, was die herausgeber der meldung veröffentlichen wollen.

schöne positive stimmung, keine kritische meinung, oder gar kritsche fragen

-- delayed message --

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FrageDesGewissens
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Kein öffentlicher Investor

Dieses Projekt ist zweifelsfrei das nächste SPÖ/ÖVP Pleiteprojekt.

Wer sich mit Geschichte befasst, erkennt bei all den grossen Katastrophen und Pleiten einen Zusammenhang : "Man hat die Akteure ihre Sache tun lassen ohne wirklich seriös Fragen zu stellen und falsche Antworten kritisch zu beleuchten.

Mellach, wäre schon Grund genug, dass einige Politiker ihren Sessel räumen müssten. Leider sind deren Wahlkampfbudgets zu hoch um hier kritischen Journalismus zu betreiben.

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Grazer1960
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Politiker und Mellach???

Die Entscheidung zur Investition in Mellach wurde von Verbund und ESTAG getroffen. Beides Aktiengesellschaften mit entsprechenden Gremien. Politiker kommen hier nicht wirklich ins Spiel. Die heute fehlende Rentabilität von Mellach ist das Resultat einer völlig unwirtschaftlichen Energiepolitik der Deutschen Regierung, die den Energiemarkt in Europa kollabiert hat. Durch politisch motivierte Förderungen der Erneuerbaren im Ausmaß von bis zu 30 Milliarden Euro pro Jahr (feed in tariffs) wurde eine enorme Blase gebildet, die Strompreise in DE/AT von 70 Euro/Mwh auf 25 Euro/Mwh kollabiert hat. Diese Entwicklung den Entscheidungsträgern von Mellach anzulasten (viel früher entschieden) ist sehr gewagt. Diese haben das modernste und effizienteste Kraftwerk Europas gebaut, welches übrigens für die Netzstabilität im Südosten sehr wichtig ist. Wenn man hier Politikern etwas anlasten kann, dann wohl den Deutschen. Diese haben durch Ihre unüberlegte Politik dafür gesorgt, dass 180 Gaskraftwerke in Europa unwirtschaftlich geworden sind, aber Kohlestromproduktion und CO2 Ausstoss in Deutschland einen Höchststand erreicht haben.

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ottilie80
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Energiewende

Ich kann mich hier im Forum nur wiederholen: Die Prognose unseres Stromverbrauchs in den nächsten Jahrzehnten ist steigend. Auch wenn Energieeffizienz in manchen Bereichen einzieht, schert sich der Standard-Bürger nicht darum. Und im Grund will keiner von uns auf die neuesten technischen Errungenschaften verzichten.

Auch wenn derzeit ein Stromüberschuss in Europa vorhanden ist, dann denkt mal drüber nach, wo der herkommt. Sicher nicht aus erneuerbaren Energien. Sondern aus Atomkraftwerken, Kohlekraftwerken, … Ihr wollt eine Energiewende? Ihr wollt mit dabei sein, dass wir europaweit endlich zu dem Ziel kommen, AKWs abzudrehen? Ihr wollt aber kein Wasserkraftwerk? Ihr wollt keine Windparks – weil sich diese nicht hübsch in die Landschaft eingliedern? Und ihr wollt auch keine großen PV-Anlagen, weil das Land für die Landwirtschaft nutzbarer wäre? … Tja – was genau wollt ihr dann?

P.S. @ jahcity: Ich freue mich schon richtig drauf, dass Sie mich wieder als Lügner beschimpfen. :)

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Grazer1960
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Energiewende

Das Problem liegt in der Kurzsichtigkeit der Menschen. Es ist völlig egal, ob Stromverbrauch in den nächsten paar Jahren steigt oder sinkt. Die Perspektive eines Kraftwerks umfasst 100 Jahre. Wenn wir die verfügbaren Langzeitstudien zum globalen Energieverbrauch heranziehen, dann rechnen wir mit einem Peak des per capita Energieverbrauchs um 2030 bis 2035 und einem stetigen Absinken danach. Allerdings wird sich der Anteil an Strom am Energieverbrauch verdoppeln. Das heisst, Teile des Transports und der Wärme müssen durch Strom ersetzt werden um die globalen Klimaziele auch nur annähernd erfüllen zu können. Angesichts einer Verdoppelung des Stromverbrauchs bis 2050 und einem Ausstieg aus Kohle und vielleicht in einigen Ländern auch aus Atomkraft, ist ein Kraftwerk mit einer geplanten Nutzungsdauer von zumindest 70 Jahren (für Wasserkraftwerke ist das Standard) eine gute Investition in die Zukunft. Übrigens geht Strom von einem Kraftwerk mitten in der Stadt direkt in das Verteilnetz, mit großen Vorteilen. Zum Beispiel Schwarzstartfähigkeit, das heisst es kann nach einem Blackout ohne Netz starten und Teile von Graz im Notfall versorgen, wenn der Rest von Europa dunkel ist.

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jahcity
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Re: Energiewende

Fahren Sie dann nach Tschechien, Ungarn, Polen, Frankreich, Rumänien, Slowenien, Italien, Deutschland usw. u schließen alle kalorischen KW u Atomkraftwerke? Die werden sie sicher mit offenen Armen empfangen.... u was machen Sie im Winter? Wasserkraftwerke produzieren nur 1/10 der Nennleistung.... Jedes neue Wasserkraftwerk benötig. als Winterkompension zumindest kal. Energie. Daran wird sich mit der Technik von heute in naher Zukunft nix ändern... Was in 50 Jahren ist .....

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ottilie80
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@jahcity

Wenn ich fahre, begleiten sich mich dann? :)
Nein, natürlich fahre ich nicht. Aber was ist das für eine Einstellung? Wenn die anderen nicht aufhören, dann höre ich auch nicht auf? Wenn die anderen nicht umdenken, dann denke ich auch nicht um? Mal abgesehen davon gibt es in vielen europäischen Ländern Schritte Richtung Energiewende. Ein Ausstieg oder zumindest eine Minimierung der Kernenergie lässt sich aber nicht von heute auf morgen bewerkstelligen.
Und auch wenn manche europäischen Länder nicht umdenken, ist meine Meinung dennoch, dass es wichtig ist, dass wir in Österreich nicht stehenbleiben…
Wasserkraftwerke produzieren im Winter bzw. bei einem niedrigen Wasserstand weniger – ja. Zwar definitiv mehr als die von Ihnen angegebenen 1/10, aber egal. Wenn ich Sie jetzt aber richtig verstehe, dann ist ihre Aussage: „mit der Technik von heute lässt sich in naher Zukunft nix ändern und warten wir noch 50 Jahre mit einem Umdenken“? Korrigieren Sie mich, wenn ich falsch liege. Aber ich möchte heute schon umdenken und mit dem heutigen Stand der Technik Schritte für die Zukunft setzen.

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checker43
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Erstens

kommt ein Großteil des Stromüberschusses aus erneuerbaren Energien, weil diese neu gebaut wurden. Von neuen AKWs oder Kohlekraftwerken in Deutschland ist mir nichts bekannt, ihnen etwa?

Zweitens ist mir der Bezug von Atomstrom lieber, als mit meinem Steuergeld ein wirtschaftlich und ökologisch zweifelhaftes Projekt mitten in Graz zu finanzieren.

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ottilie80
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Ökologisch zweifelhaft

Ich rede auch nicht von neu geplanten AKWS in Deutschland.
Derzeit sind noch immer 129 Kernreaktoren in Europa in Betrieb. Teilweise sehr, sehr nahe zur österreichischen Grenze und teilweise in ungewissem technischem Zustand. Ein Unfall in einem dieser AKWs hat enorme Auswirkungen - auch auf uns Österreicher. Darüber sind wir uns glaub ich einig.

Was jetzt ökologisch zweifelhafter ist, kann jeder für sich entscheiden.
Ich entscheide mich für den Weg der Energiewende, den Ausbau erneuerbarer Energie und den Weg irgendwann mal auf Atomkraft zu verzichten.

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checker43
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Frage

Und sind diese 129 AKWs für den Überschuss verantwortlich? Wurden die neu in Betrieb genommen? Wird auch nur eines vom Netz genommen, weil die Murstaustufe errichtet wird?

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ottilie80
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Gegenfrage

Und wir auch nur eines dieser AKWs vom Netz genommen werden, wenn wir den Ausbau erneuerbarer Energie nicht forcieren? Wird auch nur eines dieser AKWs vom Netz genommen werden, wenn wir keinen neuen Energiemix basierend auf erneuerbare Energie aufbauen? Und wird der steigende Energieverbrauch dann mit einem Bau eines neuen AKWs kompensiert?

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jahcity
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Um mal Klarheit

für ottolie80 zu bringen. Google: "Nein zur Staustufe Graz! Nein zu Atomstrom!" Diese Studie ist von Prof. Stigler (TU-Graz). Im Auftrag der Energie Steiermark. Ende.

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checker43
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Antwort

Es ist den AKW-Betreibern vollkommen egal, ob die Murstaustufe errichtet wird. Im Grunde sind sie froh darüber, denn die Kosten, für die das Murkraftwerk Strom erzeugt, liegt über deren Erzeugerkosten.

Und nochmals: der Stromüberschuss resultiert nicht aus den AKWs. Keines wird wegen der Staustufe Puntigam abgeschaltet. Ihre Argumente gehen völlig ins Leere.

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ottilie80
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...

Vielen Dank für das Papier. Habs mir durchgelesen. Das ganze Ding ist jetzt halt schon sehr gefärbt – von „Rettet dir Mur“. Würde ich ähnliches von der Estag bekommen, wäre es sicher in die andere Richtung gefärbt. Weil beide Kontrahenten ihren Standpunkt besonders schön ins Licht stellen möchten. Na no na nit.

Und wie bei vielen anderen Dingen im Leben, ist es meine persönliche Aufgabe mir darüber Gedanken zu machen. Wem stimme ich mehr zu.

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jahcity
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Re: ...

Die Studie kommt von der EStAG... mein Gott was ist mit dir los?

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