Der Erstgeborene des Autors, nämlich Dominik und heute stattliche 25, ist schuld an den "Notizen eines Vaters", die Gottfried Hofmann-Wellenhof in heiter-nachdenklicher Form und schöner Regelmäßigkeit in der Kleinen Zeitung verlautet. Ab sofort gibt es die Gedanken des neunfachen Papas (sechs Söhne, drei Töchter) und AHS-Professors in 55 Geschichten und dem neuen Buch "Eltern sind auch nur Menschen" zu lesen. Auszüge daraus gab Hofmann-Wellenhof gestern Abend in der Grazer Buchhandlung Moser zum Besten - und ziemlich geschmunzelt hat das Auditorium etwa über den bis zu 57 Zentimeter hohen Bio-Müll im Hause der Großfamily.
Lücken finden. "Wer den Kübel voll füllt, soll ihn rausbringen", gilt als Vorsatz. "Aber meine Frau und ich amüsieren uns seit geraumer Zeit über die gefinkelten Versuche unserer Kinder, irgendwo für die Bananenschale noch eine Lücke zu finden. Um nur ja nicht in den sauren Apfel zu beißen." Reif für Thomas Gottschalk sei das, beteuerte Gottfried. "Der Müll türmte sich einmal sogar 57 Zentimeter hoch!"
"Geil" und "schwul". Auch die Sprache der Kids verblüfft. "Geil bedeutet super und das Gegenteil ist schwul", erläuterte Hofmann-Wellenhof. "Und so kommt's, dass die Geografie-Lehrerin geil ist und der Mathematik-Professor schwul. Auch wenn er drei Kinder hat." Da verwundert's nicht, dass sich viele Eltern wiederfinden . . .
Hofmann-Wellenhof präsentierte Buch in Graz
Hofmanns Erzählungen oder "Eltern sind auch nur Menschen".
© KK