„Wir wollten eine Solidaritäts- und Spendenaktion zugunsten des Roten Kreuzes machen“, sagt Sabahudin Hašić. Er ist leitender Imam beim Verein der Bosniaken Steiermark. Gesagt, getan, also konnte man nun Vertretern des Roten Kreuzes feierlich einen Spendenscheck im Wert von 3170 Euro überreichen. Die Spenden wurden im Zuge des Gemeindeiftars, also des gemeinsamen Fastenbrechens während des noch bis 19. März laufenden Ramadans, gesammelt.
„In diesem Monat wollen wir gegenüber der Gemeinschaft, in der wir leben, unsere Solidarität und gesellschaftliche Verantwortung zeigen“, so Hašić. Es gehe um „gegenseitige Hilfe und Zusammenhalt“. Der Verein der Bosniaken Steiermark treibt seit Monaten die Pläne voran, in Graz-Puntigam am jetzigen Standort eine große Moschee zu errichten. Der aktuell schmucklose Zweckbau in der Gmeinstraße soll eine repräsentativen Moschee mit stillem Minarett weichen.
Das Vorhaben ist politisch und unter Anrainern umstritten. FPÖ und KFG haben sich schon strikt gegen die Moschee ausgesprochen, Anrainer führen vor allem die Parkplatzproblematik ins Treffen. Am Areal selbst sind nur 30 Stellplätze für die bis zu 600 Gläubigen vorgesehen, aber man hat bereits eine Einigung der Firma Allergosan, die eine Erweiterung samt Parkhaus plant und einen Teil davon dem Verein vermieten würde.