Der Regionalvorstand der SPÖ fixierte am Montagabend die Listenreihung für die Gemeinderatswahl 2026. Und die bringt einige neue Gesichter. Hinter Parteiobfrau Doris Kampus geht Klubvorsitzende Daniela Schlüsselberger als Nummer zwei ins Rennen. Auf Platz drei folgt mit Patrick Trabi ein enger Vertrauter von Kampus, er war ihr Büroleiter als Landesrätin. Trabi wird zudem ehrenamtlich den Wahlkampf koordinieren.
Gerald Schobegger (Betriebsrat bei Siemens) und Edith Fuchsbichler (ÖGB) sind die weiteren „Gesetzten“. Beide stammen aus der Gewerkschaft. Denn der sechste Listenplatz (offiziell belegt von JG-Vorsitzenden Alen Plavotic) wird zum „Kampfmandat“: Ab hier entscheidet die Zahl der Vorzugsstimmen die weitere Reihung. Die sei „ein deutliches Signal für mehr Beteiligung und Durchlässigkeit“, heißt es von den Stadtroten.
Ein enttäuschter Abschied mit Kritik
Damit bleibt bis auf Klubchefin Schlüsselberger kein Kopf aus dem aktuellen SPÖ-Gemeinderatsklub-Team an wählbarer Stelle. Anna Robosch von den SPÖ-Frauen und Gewerkschafter Manuel Lenartitsch bleibt noch der Hoffnungslauf auf das sechste Mandat mit Vorzugsstimmen. Allerdings ist auf Basis des letzten roten Wahlergebnisses schon der fünfte Listenplatz ein Kampfmandat. Innenstadt-Wirt Arsim Gjergji hat in der gestrigen Sitzung seine Kandidatur enttäuscht zurückgezogen und legt auch alle Partei-Funktionen zurück: „Kampus hat mir im letzten Vier-Augen-Gespräch den fünften Listenplatz zugesagt, dann habe ich von ihr nichts mehr gehört.“ In der Sitzung hat er dann erfahren, dass er auf Platz sechs gereiht werde, was aber eben im doppelten Sinn ein Kampfmandat ist: „So geht man in der Führung mit Leuten aus seinem Team nicht um“, kritisiert er auch, dass die Vorsitzende ihre Klubmitglieder nicht in einem persönlichen Gespräch über die Listenentscheidung informiert hat.
96 Plätze auf der Liste
„Unsere Liste mit 96 Plätzen ist so bunt und vielfältig wie unsere Stadt. Das neue Vorzugsstimmenmodell gibt der gesamten Wahlbewegung zusätzlichen Schwung“, so Kampus in einer Aussendung.
Die finale Beschlussfassung über die Liste erfolgt bei einem außerordentlichen Stadtparteitag am 7. November.