Nach dem Amoklauf wandte sich am Montag erstmals auch die Direktorin des BORG Dreierschützengasse, Liane Strohmaier, an die Öffentlichkeit und sprach im Interview mit „ORF Steiermark“ über die aktuelle Situation und den Weg der Schule in die Zukunft. Die Reaktionen der Schülerinnen und Schüler seien sehr unterschiedlich, manche weinen und zeigen, dass sie Angst haben, aber viele wollen zurück an die Schule. „200 Schülerinnen und Schüler wollten unbedingt in die Schule kommen“, erzählt die Direktorin. Das zeige, dass die Aufarbeitung schon ein gewisses Maß erreicht habe, gibt sich die Direktorin zuversichtlich.

Unterricht ab Montag in drei Settings

Im ORF-Gespräch spricht die Direktorin von einem dreistufigen Setting. Für alle jene, die sich bereit fühlen, wird es demnach ab Montag in den Klassen eine langsame Annäherung an den Schulalltag geben. Ein zweites Setting wird im Freien am Schulgelände stattfinden. Das dritte Setting für alle jene, die das Schulgelände noch nicht betreten möchten, wird es außerhalb ein weiteres Setting geben. Das alles soll mit ganz viel Sensibilität und als freie Entscheidung der Schülerinnen und Schüler gestaltet werden.

Kleines Denkmal soll errichtet werden

Große bauliche Veränderungen soll es an der Schule nicht geben. In dem Gespräch mit dem ORF lässt die Direktorin aber wissen, dass ein kleines Denkmal errichtet werden soll. „Diese unfassbare Tat wird Teil der Geschichte der Schule bleiben“, sagt Strohmaier im ORF-Interview.

Rückkehr zu Regelschulbetrieb im Herbst

Ab Herbst solle es dann jedenfalls zurück an die Schule gehen. „Ich merke, es ist ein Weg zurück in die Normalität. Und nur das kann das Ziel sein. Bei aller Trauer natürlich“, sagt Strohmaier. Die psychosoziale Betreuung werde so lange weitergeführt, wie es Schülerinnen und Schüler, sowie Lehrerinnen und Lehrer benötigen.