„Schon als Kind war ich jedes Wochenende an der Hand meiner Großmutter am Hilmteich unterwegs und daher habe ich eine richtig enge Beziehung zum Teich“, hat Rolf Pabeschitz einmal gesagt. 2007 übernahm der gebürtige Grazer und leidenschaftliche Hilmteich-Fan die Pacht beim Café Tanzwirtschaft in der früheren Tanzschule Kummer (heute: Waldschule) samt Aussichtsterrasse über dem Teich. Mit viel Herzblut und auch finanziellem Einsatz richtete er den Teich am Rande des Leechwaldes wieder her, vermietete Boote und versuchte in den letzten Jahren mit immer weniger Wetterglück, im Winter noch das Eislaufen am Hilmteich zu ermöglichen.
Wie aus seinem näheren Umkreis bekannt wurde, ist Pabeschitz, dessen richtiger Vorname übrigens Rudolf war, am Freitag im Alter von 52 Jahren an den Folgen einer schweren Erkrankung verstorben.
Bevor er am Hilmteich „sesshaft“ wurde, war der Grazer in der Gastroszene als „bunter Hund“ aktiv, betrieb nicht nur (bis 2023) Stände am Grazer Weihnachtsmarkt, sondern arbeitete als Barkeeper im M1 und in der Eschenlaube.
Seine zweite Leidenschaft neben dem Hilmteich galt dem Fasching: Als Präsident stand er dem 1. Grazer Faschingsclub vor. „Im Fasching hat man die Chance, in eine andere Rolle zu schlüpfen“, sagte er vor einigen Jahren in einem Interview mit der Kleinen Zeitung. Sein Motto: „Man sollte Spaß am Leben haben, denn der Ernst des Lebens spielt im Alltag sowieso die Hauptrolle.“ Es bleibt zu hoffen, dass er das trotz allem möglichst lange auskosten konnte.
Auch viele Wegbegleiter trauern um den Grazer: „Du warst in so vielen Rollen legendär“, schreibt etwa Stadtrat Kurt Hohensinner, die Wege der beiden hatten sich über viele Jahre immer wieder gekreuzt. Entertainer und Moderator Dorian Steidl trauert um „Rufus“, wie er in M1-Zeiten genannt wurde: „Du wirst immer unvergessen bleiben.“