Sie sei auch „ein Spiegelbild des Selbstverständnisses einer Stadt“, sagt Historiker Helmut Konrad: Er spricht über die Liste der Ehrenbürger der Stadt. Konrad ist Teil einer Proponentengruppe, die sich für eine zeitgemäße, grundsätzliche Änderung der Verleihungspraxis einsetzen will. Ausgangspunkt war die Überzeugung, dass der heuer plötzlich verstorbene Armenpfarrer Wolfgang Pucher posthum die Ehrenbürgerschaft und damit die höchste Auszeichnung der Stadt erhalten sollte. Die Einrichtungen, für die Pucher den Grundstein legte, würden auch weiter in die Zukunft von Graz und anderer Städte reichen.