Wie der Alpenländische Kreditorenverband und Creditreform am Montag vermeldeten, kann die Bergholz Admont GmbH ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen und hat Insolvenz angemeldet. Es bestehen Verbindlichkeiten von knapp 1,5 Millionen Euro bei rund 100 Gläubigern, wobei man Lieferanten 540.000 Euro schuldet und die Bankverbindlichkeiten 456.000 Euro betragen. Der Rest entfällt auf ausstehende Löhne und Gehälter beziehungsweise Steuer- und Abgabenrückstände.

Eine Fortführung des 2015 gegründeten Säge- und Hobelwerks, das auch in den Bereichen Brennholzerzeugung und Holzbearbeitungsdienstleistungen tätig ist, wird mit Verweis auf eine gute Auftragslage angestrebt. Es wurde ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung mit einer Quote von 20 Prozent innerhalb von zwei Jahren beantragt. Bis zu 17 Mitarbeiter waren in vergangenen Jahren im Unternehmen beschäftigt. Aktuell sind es nur sechs, für einige Dienstnehmer sind jedoch Wiedereinstellungen vereinbart.

Maschinenbruch führte zu Produktionsausfall

Hauptursache für die Schieflage laut Bergholz Admont: ein Maschinenbruch, der einen dreimonatigen Produktionsausfall zur Folge hatte. Dieser habe zu einem nicht wieder wettmachbaren Umsatzeinbruch geführt. Als weitere Gründe wurden die schwache Auftragslage am Bausektor, die allgemein schwierige wirtschaftliche Situation in der Holzindustrie sowie gestiegene Kosten, insbesondere Energiekosten, angeführt. Eine geplante Umschuldung gelang trotz zweier neuer Geschäftsfelder – Waldbetreuung und Holzbau – sowie finanzieller Stärkung durch die Gesellschafter nicht.