Der Laptop bleibt da, dafür wandern 100 Euro in die Hände seines Besitzers. Das Prinzip der Pfandleihe ist schnell erklärt: Wertgegenstände werden als Pfand gegen Bargeld getauscht. Dafür zahlt man, wie bei jedem Darlehn, Zinsen und Gebühren. Ein solcher Pfandleiher in Graz ist die "eBörse". Wenn der Laptop, der für 100 Euro verpfändet wurde, dort nach zwei Monaten wieder ausgelöst wird, muss der Kunde insgesamt 120 Euro zurückzahlen. Denn für das Darlehn wird ein Halbmonatszinssatz von 1,75 Prozent verrechnet. Hinzu kommen noch Platzgebühren und Ausfertigungsgebühren. Damit es zu keinem Wucher kommen kann, sind die Gebühren für die Pfandleihe in Österreich gesetzlich geregelt.
Pfandleihe boomt
Die Teuerungswelle treibt immer mehr Steirer zur Pfandleihe
Steigende Mietkosten, Lebensmittelpreise und Stromnachzahlungen lassen das Geld vieler Steirerinnen und Steirern knapp werden. Auch in der Mittelschicht. Das zeigt sich auch in den Pfandleihäusern.
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