Personalmangel"Die Situation in den Kindergärten ist extrem angespannt"

Der Personalmangel macht den Kindergärten zu schaffen. Pädagoginnen fordern kleinere Gruppen und mehr Gehalt. Ein Problemaufriss anhand eines Besuchs im Kindergarten.

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Die Lage in den Kindergärten spitzt sich zu © stock.adobe.com, KLZ
 

Der Kindergarten Ludersdorf-Wilfersdorf am Vormittag um Viertel nach zehn. Die Sonne lacht durch die großen Fenster, bunte Bastelarbeiten zieren die Wände. Gitarrenmusik schallt durch die Gänge, ansonsten ist es ruhig. "Das wird sich gleich ändern", schmunzelt Stefanie d'Ambros-Macher, die den Kindergarten seit 2019 leitet. Und tatsächlich: Schon lugen die ersten Kinderköpfe hinter den Türen hervor - der Morgenkreis ist zu Ende. "Los geeeehts", dröhnt es von einer Gruppe Dreijähriger.

Kommentare (10)
AIRAM123
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Solange die PädagogInnen auf die BetreuerInnen

Hinpecken… wird es keine Lobby geben

Ist das gleiche mit der Pflege. Standesdünkel nennt man das. Es verhindert ein Miteinander und geschlossene Reihen.

stadtkater
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Solange es jedes Jahr Uninformierte gibt,

die in diese Berufsfalle (wenig Gehalt für mieseste Arbeitsbedingungen) tappen, wird sich daran leider nichts ändern.

illyespresso
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Die stille Revolution am Arbeitsmarkt

und das Spannungsfeld für alle Bediensteten in einem Kindergarten bzw. Kindertagesstätte, dass die Eltern auch mancherorts dementsprechend "freundlich" mit diesen Menschen umgehen.
ein facettenreiches Problem, da viele, die den Beruf ergreifen einfach in der Ausbildung nicht sehen, was auf sie zukommt bzw. wird es ihnen nicht genug vor Augen gehalten, wie anstrengend und verantwortungsvoll diese wichtige Arbeit ist.
Es wird von qualitätsoffensive in der Ausbildung von elementarpädagogischem Personal gesprochen, dabei wird aber ganz auf die Ansprüche in der Arbeit vergressen. Spätestens, wenn es eine Krisensituation mit Eltern gibt, was bei den Entwicklungsgesprächen trotz allem Bemühens passieren kann, brechen schon viele aus dem Hamsterrad aus und entscheiden sich gegen diesen Beruf. Ich mache hier die BafEPs als Verantwortliche aus, denen es kaum gelingt, qualitativ leistungsfähige Elementarpädagogen in ausreichender Zahl für den Arbeitsmarkt vorzubereiten - von 100 Abgänger*innen sind es vielleicht 6-10 die wirklich dieser Aufgabe gewachsen sind.

dado
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Betreuerinnen

Betreuerinnen verdienen ein Butterbrot. Dazu kommt daß es fast nur Teilzeitstellen gibt. 3 Stunden am Nachmittag ,das fünf Mal die Woche .. In dieser Zeit werden nicht nur Kinder betreut sondern auch aufgeräumt die Küche gemacht ,dasGrschirr gewaschen und und und....
Für fast nichts....
.Viel Glûck beim Suchen.
Aber gejammert wird nur über die Belastung der Pädagoginnen.

reschal
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Seit Wochen in den Medien - wo ist eine Lobby?

Sogar anhand der Kommentare ist erkennbar, dass dieses Thema so gut wie niemanden interessiert.
SCHADE !!!
Unsere Tochter arbeitet in diesem Beruf. Wir bekommen die prekäre Situation hautnah mit.

melahide
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Das Hauptproblem

dürfte aber auch sein - in Branchen, wo es bereits einen Personalmangel gibt, wirkt es ein bisschen abschreckend auf neue Personen. Egal ob in der IT, in der Pflege oder was auch immer. Man kommt meistens in ein überarbeitetes Team, ist dort dann selbst gefangen und findet selbst keine Entlastung, da kein Personal nachkommt.

Dianthus
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Personalmangel

Und die SPÖ will einen Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung. Damit würden nur kurzfristig große Probleme für die Gemeinden, Eltern und Kinder geschaffen werden.

melahide
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Jo genau

sollen die Kinder gefälligst daheim bleiben. Diese neumodische Erfindung, dass Frauen ihr eigenes Geld verdienen wollen. Echt, was bilden die sich ein. Sollen kochen, sich um den Haushalt und die Kinder kümmern!!

ebner333
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Entscheidung...

Dann müssen sie sich ganz einfach entscheiden.
Vollzeitkarriere UND Kinder,sind eben als Frau nicht zum Wohle des Kindes vereinbar!

Beson
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BetreuerInnen

Was mich bei der ganzen Diskussion immer sehr stört: Die Situation der KindergartenbetreuerInnnen wird nie thematisiert. Verdienen 1650 brutto und werden absolut nicht wertgeschätzt! Gibt vermutlich dort bald einen größeren Mangel als bei PädagogInnen...