Eine AnalysePersonalmangel, Burn-out, Proteste: Was ist los in den Kindergärten?

In Kindergärten fehlt es in den letzten Jahren zunehmend an Personal. Warum das so ist, und was das mit der Wertschätzung eines Berufsfeldes und der Bildung der Jüngsten zu tun hat. Ein Dossier von Sonja Peitler-Hasewend und Anna Stockhammer

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Es gibt Insider, die bezeichnen die Elementarpädagogin (den Elementarpädagogen sowieso), als Mangelberuf - einen Beruf also, für den nicht genügend Arbeitnehmer zur Verfügung stehen. Für die so wichtige Arbeit mit den Jüngsten der Gesellschaft, im Kleinkind- und Vorschulalter, interessieren sich also zu wenige junge Menschen. Wer glaubt, dass deshalb bei den politisch Verantwortlichen alle Alarmglocken klingen, der irrt. Anstatt alles daranzusetzen, das Berufsbild attraktiver zu machen betreibt man in erster Linie Schadensbegrenzung.

Kommentare (2)
Grita
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2/3 arbeiten bei öffentlichen Erhaltern

Und da beginnt das Einstiegsgehalt für eine Vollzeitanstellung für eine Pädagogin bei brutto €2.003,— (Gemeindevertragsbedienstete)
Nach 10 Dienstjahren sind es nicht mal €90 netto mehr - also kein finanzieller Anreiz, wenn man wie ein Anfänger bezahlt wird.

Im Oktober 2020 wurde das Gesetz zur Reduktion der beruflichen Anstellungserfordernis aufgrund des massiven Personalmangels von ÖVP & SPÖ beschlossen und nun weiß man (z.b. Herr Dirnberger) plötzlich von keinem Mangel?

Vielleicht wurde es speziell für die privaten (parteinahen) Träger geändert.

kastnercarina
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Bachelorausbildung

Es gibt die tertiäre Ausbildung! Jedoch keinen Cent nach Abschluss des Studiums! Wie so viele Fortbildungen in diesem Sektor wird es nicht honoriert.
Und das oben erwähnte Gehalt ist natürlich das Brutto Gehalt von dem gesprochen wird!
Und das der Mangel an PädagogInnen jetzt auch noch quasi schön geredet wird („gibt nur vereinzelten Mangel“) lass ich jetzt einfach mal kopfschüttelnd unkommentiert...