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Steirische Ärztekammer"Man kann Long-Covid-Patienten nicht nebenbei behandeln"

Der steirische Kammerpräsident Herwig Lindner über die "Impfverhinderungsstrategie", die Notwendigkeit von eigenen Long-Covid-Anlaufstellen und, dass Ärzte jede Impfung mit dem eigenen Gewissen vereinbaren müssen.

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Herwig Lindner, steirischer Ärztekammer-Präsident © Juergen Fuchs
 

Aktuell spricht alles über Long Covid. Sie pochen massiv auf eine eigene Anlaufstelle für Betroffene, wie kann das funktionieren?
Herwig Lindner: Ich bin nicht damit einverstanden, dass man das in den Notfallambulanzen ansiedelt. Das geht auf Kosten der Versorgung. Long Covid ist eine chronische Erkrankung, die Patienten brauchen mehr Zeit, sie leiden sehr. Auch, weil es sich bei Covid um eine Multiorganerkrankung handelt, die oft auch Gefäße und die Nerven betrifft. Das ist eine Herausforderung und braucht auch eine klare Abgrenzung zu anderen Zuständen wie Depression, Mangelzustände oder Burnout. Bisher hatten mehr als 75.000 Steirer eine Infektion. Jetzt ist es vielleicht zu hoch gegriffen, dass 10 Prozent Langzeitfolgen haben. Aber selbst wenn nur 5 Prozent sind, haben wir mehr als 3500 Betroffene. In den Ambulanzen kann man vielleicht 20, 30 Leute pro Woche betreuen.

Kommentare (3)
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GuentAIR
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Aus eigener Erfahrung:

Es gibt beim Impfen keine klare Linie. Wenn man hört wer und mit welchem Alter schon geimpft wurde oder bereits einen Termin hat, völlig ohne Risiko, dann frage ich mich, wer oder was hier reiht. Und wir wären nicht in Österreich, gäbe es keine Freunderlwirtschaft 😉

Eisapfel00
8
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Freunde und ....

Herr Lindner,-es gibt sie , die ohne Gewissen.

lapinkultaIII
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Die schwarzen Schafe - es wird sie immer geben

Aber daran sollten wir nicht unser ganzen Denken fest machen. Die überwiegende Mehrzahl der Menschen ist vernünftig, sozial eingestellt und denkt bei weitem nicht nur an sich selbst.

Darauf sollte unser Weltbild aufbauen, darauf sollten wir vertrauen!