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Debatte um HundeverbotSollen Hunde von Almen verbannt werden?

Zum zweiten Mal wurde in den Schladminger Bergen eine Alm für Hunde gesperrt. Vier Meinungen, wie ein Miteinander von Tourismus und Almwirtschaft gelingen kann.

© daviles - Fotolia
 

Auf den Almen geht's weiterhin rund. Neben der Debatte um den Wolf und das Kuh-Urteil sorgt seit dieser Woche ein Hundeverbot für Aufregung. Wie berichtet hat in den Schladminger Bergen wurde nun eine zweite Alm für Hunde gesperrt.

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Danke für Ihr Verständnis.

gehtso
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das Problem

ist meist am hinteren Ende der Leine (sofern überhaupt vorhanden)!

Morioka
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Generelles Verbot jahrüber ist Unsinn ...

schliesslich befinden sich die Kühe und anderes Weidevieh nicht ganzjährig auf den Almen. Daher bis zum Zeitpunkt des Almauftrieb und des Almabtrieb könnte ein vorübergehendes Verbot sinnvoll sein. Alle Weiden lassen sich nicht einzäunen und was geschähe wenn? Die Wandergeher würden die Zäune übersteigen müssen, samt Hund, wären dann nat. für alle Vorkomnisse wie Unfall, die Weiden als Streichelzoo sehen, sich einer Gefahr auszusetzen, also für alle ges. Schäden sich aus dem Verhalten ergeben selbst haftbar und verantwortlich.

Insofern wäre es mit einem Verbot während der Saison auch getan. Glaublich ist natürlich dass es verantwortungsvolle Hundehalter gibt, was hilfts aber, wenn es der grössere Teil NICHT ist? Genauso wie überall im Leben, nur weil sich ein Teil nicht an etwas zu halten in der Lage fühlt, ein Tier nicht unter Kontrolle hat oder halten will, nicht anleinen, leiden darunter die Verantwortungsbewussten.

lapinkultaIII
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Allen sind kein Spielplatz

Und Hunde haben dort auch nix verloren - basta!

berndhoedl
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das war nie ein Problem, nur jetzt wird es ein Problem

weil man braucht nur die Zeitungen durchlesen.

Vollidiotische Touris schlerpfen mit Sandaletten auf Berge, machen einen auf Kuh-Rodeo, setzen ihre Nachkommen auf Kühe, fangen an zu klettern und glauben weil sie ein Seil und einen Sitzgurt um haben, sie sind der Messner oder sonst wer.

Der Respekt den Bergen gegenüber ist de-facto nicht mehr vorhanden!
Der Respekt den Almen und den darauf weidenden Kühen ist de-facto nicht mehr vorhanden.
Selbstverständlich gibts Ausnahmen, aber das Gros der Berg-Besucher gehört echt nicht dort hin.
Das selbe gilt für Skitouren gehen, die Voll Hiasis können auf der Piste nicht einmal einen Schwung wenn sie diesen machen wollen, das sind meist nur zufällig aneinander gereihte Richtungsänderungen und dann gehen sie ins Gelände und fahren mit einer Seelenruhe Jungwälder nieder und filmen sich dabei noch mit ihrer Gopro oder ähnlichen.
Es gehören richtige Strafen ausgesprochen und auch eingefordert, anders sehe ich keine Chance, weil mit diesen Hirnis leiden auch wir disziplinierte Berg-Besucher.
Wenn was passiert, werden alle gleich in einem Topf geworfen.

goje
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menschen ohne hirn verbannen,

dann müsste weder über kind noch tier diskutiert werden.

Buero
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Sperre für

freilaufende Hunde und dumme Menschen.

Flogerl
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Das ein derart ...

... sinnbefreiter Beitrag 44 Daumen hoch kriegt, ist mehr als erschreckend und sagt viel aus !

Shiba1
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Dann darf

wohl bald niemand mehr auf die Alm - außer Dir natürlich.
Es ist ja so: rund 9 Millionen Österreicher gibt's und jeder kennt mindestens einen Deppen..

Hildegard11
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Das Verständnis ist falsch

Ein Hund soll ein Wach-, Spür-...oder sonstiger Zweckhund sein und kein Menschenersatz der überall mit muss. Auswuchs einer degenerierten Gesellschaft. Dazu kommt die verbreitete Unfähigkeit, Hunde zu halten und Uneinsichtigkeit, sie anzuleinen.

berndhoedl
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@Hilde.....

wo würde dann laut deiner Aussage ein Chihuahua dazu zählen?
Wachhund?

redniwo
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der bellt nicht?

aufessen.

DerEnnstaler
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Weder noch...

Ein Hund soll weder Menschenersatz noch Zwecksache sein, sondern ein treuer Weggefährte! Es tut mir leid für dich, dass du anscheinend nur negative Erfahrungen gemacht hast! Die Erde gehört nicht den Menschen alleine!

ad93994a74a32b7eb4632a6e357a2262
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Es sind auch wahre Worte in deinem Kommentar, jedoch ist es reine Erziehungssache wie bei Kindern, .......

wenn der / die Bengel z.B. herumwirbeln und ungehalten toben wird sich jedes Tier und auch jeder Mensch erschrecken.
Es liegt rein am Bewusstsein jedes Besitzers das eine und andere einzusetzen um etwas zu verhindern !!

ad93994a74a32b7eb4632a6e357a2262
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Was können Hunde dafür das deren Besitzer so naiv und sinnbefreit im Tun und Handeln sind!!

Das Hunderl reagiert und handelt nach Urtrieben welche durch "gute" Erziehung und die dementsprechende Führung durch die Besitzer gesteuert werden müssen!!

Lodengrün
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Nein

manche Hundehalter brauchen nur nicht mit ihren Vierbeinern sich dort verhalten als gehöre die Alm ihnen.

ad93994a74a32b7eb4632a6e357a2262
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Wie in einem Posting beschrieben,.....

"Wie der Herr, so´s Gscherr!"

duesenwerni
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Der verdoppelte Versicherungsschutz hilft den Bauern ...

... im Fall des Falles leider nur bedingt.
Denn nach dem "Kuh-Urteil" des OGH sah dieser es als haftungsbegründend an, dass
1. die Weide an einem stark begangenen Weg zu einer Almhütte lag,
2. die Kühe des Bauern schon zuvor (auch am Vorfallstag) nervös bzw. aggressiv auf Hunde reagiert hatten und
3. er trotz allem die Weidefläche entlang des Weges nicht eingezäunt hatte, was ihm wirtschaftlich zumutbar gewesen wäre.
Wenn also ein Bauer eine Alm an einer "alpinen Rennstrecke" hat, an der täglich unzählige Wanderer zur rustikalen Jausenstation pilgern, er zudem sensible Kühe hat, von denen er weiß, dass sie aggressiv auf Hunde reagieren und es dann trotzdem unterlässt, seine Alm in zumutbarer Weise einzuzäunen und mit Warntafeln zuzupflastern, dann könnte sich seine Versicherung im Fall des Falles auf eine Obliegenheitsverletzung ausreden und die geleisteten Zahlungen im Regressweg von ihm zurückfordern.

SagServus
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Der verdoppelte Versicherungsschutz hilft den Bauern im Fall des Falles leider nur bedingt.

In dem Fall ist aber der Bauer selbst schuld.

Desweiteren ist das OGH Urteil keine neue Rechtsprechung sondern hat nach der bisherigen Judikatur geurteilt.

Das Problem des Bauern war einfach seine nicht Einsichtigkeit etwas zu unternehmen obwohl er durch die vermehrten bereits aufgetreten Vorfälle in der laufenden Saison wusste, dass die Kuhherde nicht gut auf Hunde zu sprechen ist.

SagServus
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Der verdoppelte Versicherungsschutz hilft den Bauern im Fall des Falles leider nur bedingt.

In dem Fall ist aber der Bauer selbst schuld.

Desweiteren ist das OGH Urteil keine neue Rechtsprechung sondern hat nach der bisherigen Judikatur geurteilt.

Das Problem des Bauern war einfach seine nicht Einsichtigkeit etwas zu unternehmen obwohl er durch die vermehrten bereits aufgetreten Vorfälle in der laufenden Saison wusste, dass die Kuhherde nicht gut auf Hunde zu sprechen ist.

duesenwerni
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Sag ich ja - deswegen werden jetzt ja nach und nach Almen ..

... für Wanderer gesperrt und Hunde verboten.
Wenn dann etwas passiert, also das Schicksal den wagemutigen Wanderer (ob mit oder ohne Hund) innerhalb der eingezäunten und im Idealfall mit "Achtung Mutterkuhhaltung! Betreten der Weideflächen verboten! (o.ä.) beschilderten Weide ereilt, dann kann sich der Bauer - vorbehaltlich einer neuen richterlichen Schnappsidee - entspannt zurücklehnen.

SagServus
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...

Die Bauern können sich auch jetzt zurücklehnen da sie nur bei Fahrlässigkeit wirklich in der Haftung wären.

Denn nichts anderes hat der OGH auch in dem besagten Kuh-Urteil festgestellt.

duesenwerni
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Bloß, dass sich trefflich darüber streiten lässt, ...

... ab welcher Besucherzahl ein Wanderweg als so häufig frequentiert gilt, dass die Weide entlang dieses Weges eingezäunt werden muss,
... dies umso mehr, wenn die Hütte (Jausenstation) nicht von ihm oder seinen Leuten betrieben wird, sondern von jemand anderem und der Weg dorthin nur über seine Weide führt,
... wie und in welcher Intensität er seine Kühe zu überwachen hat, um Kenntnis von allfälligen Vorfällen zu erlangen (speziell in Bergweiden steht nicht hinter jeder Kuh ein Hirte)

Im Endeffekt werden Wanderwege zukünftig wohl eingezäunte Transitrouten durchs alpine Weidegebiet werden.

pesosope
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duesenwerni

Deshalb ist im Gesetz ja das Wegerecht verankert, aber nicht nur weil es halt so sein soll, sondern weil die Bauern die Almen ja nie wirklich gekauft haben und trotzdem als "Eigentümer" geführt werden, weil sie eben "immer" schon dort waren. Aber das Wegerecht müssen sie halt aufrecht erhalten, sonst wäre morgen schon keine einzige Alm mehr begehbar

SagServus
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Bloß, dass sich trefflich darüber streiten lässt, ...

Man muss eigentlich gar nicht darüber streiten weil der OGH sehr klar gesprochen hat.

Der OGH hat keine grundsätzliche Einzäunpflicht von häufig frequentierten Wegen ausgesprochen. Der OGH hat auch keine Überwachung ausgesprochen.

Der OGH hat vielmehr sogar darauf hingewiesen, dass dieses Urteil vor allem auf Grund der Uneinsichtigkeit des Bauern (hatte Kenntnis von mehreren Fällen) und der einfachen und günstigen Abtrennung bzw. Möglichkeit des Weidemanagments in dem Gebiet möglich gewesen wäre (der Zaun hätte den Bauern 200-400€ gekostet), geurteilt.

Diese ganze Aufregung um dieses Urteil stammt eigentlich nur aus dem völlig weltfremden Ersturteil des LG in Tirol.

duesenwerni
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Also sprach der Senat 5:

"Im Hinblick auf die Tatsache, dass Wanderer nicht selten Hunde mitführen, bedingt diese hohe Frequenz, dass die Kühe des Beklagten dort häufig und in relativ kurzen Abständen mit Menschen und sie begleitenden Hunden in Kontakt kommen oder kommen können."
Und:
"Nach den vom Erstgericht getroffenen Feststellungen ist es aus landwirtschaftlich-fachlicher Sicht sinnvoll, Wege in derart stark frequentierten Bereichen, wo die Wahrscheinlichkeit eines direkten Aufeinandertreffens von Mensch und Rind und damit die Wahrscheinlichkeit für Gefahrensituationen beim Wandern (mit Hunden) sehr hoch ist, einzuzäunen."

Das gilt dann wohl für die meisten Almen mit bewirtschafteten Hütten.

SagServus
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Das gilt dann wohl für die meisten Almen mit bewirtschafteten Hütten.

Nein, gilt es nicht, da es schon andere OGH Urteile dazu gibt die z.B. schon festgestellt haben, das Wander- und Zubringerwege grundsätzlich keine stark frequentierten Wege sind, auch wenn sie Wege rund um ein beliebtes Ausflugsziel oder einem Gasthaus sind.

Dieses Urteil hier ist aber anders, da der Weg ein öffentlicher Weg im Besitz der Gemeinde ist und somit hier ein etwas anderer Sachverhalt heranzuziehen ist.

Abgesehen davon, ist es zwar schön das sie da aus der Urteilsfindung zitieren, nur ists gerade bei juristischen Dingen so, dass aus dem Zusammenhang gerissene Zitate was völlig falsches wiedergeben.

Denn ihr erstes Zitat ist ein direktes Resultat daraus, dass das Gericht festgestellt hat, dass der Bauer um die Aggresivität seiner Kühe auf Hunde wusste und kein Urteil des OGH, dass man davon ausgehen muss, dass Kühe bei Hunden so reagieren.

 
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