AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

AnschlagspläneWeiterer Häftling soll verurteilten Jihadisten belasten

Sergo P. soll vom Gefängnis aus Terroranschläge in Österreich geplant haben. Nun ist ein weiterer Belastungszeuge aufgetaucht. U-Haft über mutmaßliche Komplizen wurde verlängert.

Justizanstalt Hirtenberg
Justizanstalt Hirtenberg: Hier sollen die Pläne geschmiedet worden sein © APA/HERBERT PFARRHOFER
 

Das Landesgericht Graz hat am Freitag die U-Haft über zwei mutmaßliche Komplizen des bereits zwei Mal wegen terroristischer Vereinigung verurteilten Dschihadisten Sergo P. (24) verlängert. Das teilte Gerichtssprecherin Barbara Schwarz am Freitagnachmittag auf APA-Anfrage mit. Unterdessen wurde bekannt, dass es einen weiteren Zeugen geben soll, der vor allem den Hauptverdächtigen belastet.

Zunächst hatte - wie berichtet - ein Insasse der Justizanstalt Hirtenberg (JA) die Strafverfolgungsbehörden informiert, der dort einsitzende Sergo P. plane seinen Ausbruch aus dem Gefängnis und anschließend Terror-Anschläge in Wien, Salzburg und weiteren europäischen Staaten, die zwischen Weihnachten und Neujahr durchgeführt werden sollten. Zwei angebliche Helfer des 24-Jährigen - Tschetschenen im Alter von 25 und 31 Jahren - wurden darauf festgenommen, das Grazer Landesgericht begründete am Freitag bei ihnen die Erstreckung der U-Haft mit Flucht-, Verdunkelungs-, Tatbegehungs- und Tatausführungsgefahr. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig, weil sie von den Rechtsvertretern der Betroffenen noch angefochten werden kann.

Häftling packte aus

Inzwischen belastet offenbar ein zweiter Insasse der JA Hirtenberg Sergo P., der mittlerweile in ein Hochsicherheitsgefängnis verlegt worden ist. Nach Informationen der APA soll der 24-Jährige nach der Festnahme seiner tschetschenischen Landsmänner im Gefängnis herumerzählt haben, es gebe "draußen" weitere Helfer, die nun die Anschlagspläne verfolgen würden. Hansjörg Bacher, der Sprecher der nunmehr zuständigen Staatsanwalt Graz, wollte das gegenüber der APA nicht kommentieren. Es handle sich um einen Verschlussakt, aus ermittlungstaktischen Gründen könne nichts Inhaltliches kommuniziert werden, sagte Bacher.

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren