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Kommentar zur WahlKontinuität statt Schichtwechsel: Ein großer persönlicher Sieg für Schützenhöfer

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Kunasek, Schützenhöfer, Schickhofer © Juergen Fuchs
 

Die große Überraschung blieb bei dieser Wahl aus. Dass die ÖVP mit Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer an der Spitze kräftig zulegen wird, zeichnete sich schon seit Monaten ab. Vergleichsweise glimpflich kam noch die SPÖ weg, die zwar bei Weitem nicht mehr die stärkste Kraft im Landtag sein wird und die Spitzenposition an die Landeshauptmann-Partei verlor, aber die Demütigung, auf Platz drei verwiesen zu werden, blieb ihr wenigstens erspart.

Die Niederlage wäre leichter zu verharmlosen, wenn der rote Spitzenkandidat Michael Schickhofer nicht utopisch stur um den Landeshauptmann pokern wollte, obwohl alle Prognosen die Sozialdemokraten auf der Verliererstraße sahen. Doch immerhin gelang es der SPÖ, ihre bei der Nationalratswahl verloren gegangenen obersteirischen Hochburgen zurückzuholen.

Auch für die Freiheitlichen kam das Ergebnis nicht überraschend, wie schon bei der Nationalratswahl mussten auch Mario Kunasek und die steirischen Blauen für Ibiza und Strache bluten. Wobei gerade in Graz der Absturz dramatisch auszufallen scheint. Wo die Grünen hingegen ihre Stärke ausspielen konnten und knapp hinter der ÖVP den zweiten Platz belegen, ein Grazer Phänomen. Denn am Land schwächelt die Grünpartei und lässt sie auf unter das Ergebnis der Nationalratswahl fallen. Die Kommunisten zeigten gleichfalls in Graz wieder Stärke, was ihnen den Wiedereinzug in den Landtag sichert. Auch die Neos werden in der Landstube künftig vertreten sein, der Einsatz des jungen Spitzenkandidaten Niko Swatek wurde Neos von den Wählern honoriert. 



Für die ÖVP ist die steirische Welt jedenfalls wieder in Ordnung. Bei der Wahl 2005 wurde die stolze Partei, die seit 1945 immer die dominierende Mehrheitspartei im Land war, gedemütigt, sie verlor die Mehrheit und den Landeshauptmann. Jetzt wurde sie von den Steirern wieder zur stärksten politischen Kraft gewählt, die aus eigener Kraft und selbstbewusst den Anspruch auf den Landeshauptmann stellen kann – durchaus ein Verdienst von Hermann Schützenhöfer. Er lockte nicht mit großartigen Versprechen, aber er verhieß Kontinuität und Verlässlichkeit. Das dürfte Wählern gerade für wirtschaftlich schwieriger werdende Zeiten wichtig sein. Schützenhöfer gelang es jedenfalls zu zeigen, dass die Funktion des Landeshauptmanns nicht nur eine Leihgabe der SPÖ war, sondern dass er diese Rolle zu seiner machte und darin jetzt per Wahl bestätigt wurde. Dieser 24. November 2019 ist der Tag des Hermann Schützenhöfer.

Kommentare (7)

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zyni
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Bemerkenswert und unfassbar

auch die positiven Interpretationsversuche der Ergebnisse von Rot und Blau. Also es gibt nur Gewinner an diesem Tag.....

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jaenner61
3
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es ist immer wieder amüsant zu hören

die spö fährt das schlechteste ergebnis ein, und auf der einen seite findet schickhofer das gar nicht so schlecht. und das beste, jetzt wo er sieht, dass er vom wähler eine draufbekommen hat, ist er wieder immer für zusammenarbeit gewesen. komisch, im wahlkampf hat das anders geklungen 😂

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fans61
12
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Die Dummheit hat einen Namen, :

Der Wähler

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jaenner61
1
4
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ich gehe jetzt mal davon aus

dass sie auch einer davon sind 😂

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Barbara12
3
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Kunasek

Was der Herr Kunasek im Interview für einen Schwachsinn redet der sollte gleich mit dem Herrn Zanger zurücktreten jedoch beim Bundesheer und bei der Bank brauchst die ja auch nicht mehr

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peter47
2
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Wille zum Regieren

erste Reaktion von Schickhofer nach der Wahl, er will wieder mit Schützenhöfer regieren.

Bin neugierig wie er die Kurve bezüglich des Wahlversprechens „ kein ennstaler Leitspital“ zurück zur ursprünglichen Meinung „pro“ kriegt.

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ma12
20
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omg

Danke an die Wähler der "von Gott gesegneten" Schleimer.

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