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Steirer des TagesSie greifen dem Christkind unter die Arme

Weihnachtseinkauf aus der anderen Perspektive: Wir durften bei Kastner & Öhler in der Grazer Sackstraße hinter die Kulissen schauen.

Auch sie gehören dazu: die Damen von der Deko-Abteilung © Jürgen Fuchs
 

Es ist 6 Uhr früh, offiziell öffnen die Geschäftstüren erst in dreieinhalb Stunden – doch im Traditionskaufhaus Kastner & Öhler in Graz kehrt bereits Leben ein. Der Lkw auf der Rampe muss entladen werden – während drinnen die Reinigungstrupps ausrücken, greifen draußen die Herren vom Warentransport zu. Bringen zuerst Nachschub in Sportgeschäft und Home-Abteilung und liefern später Lkw-weise Ware fürs Haupthaus – ins Logistikhaus im Innenhof.


Eine eigene Welt: direkt hinter den Verkaufsräumen der einzelnen Stockwerke und doch unsichtbar für den Kunden.


Dort, in Hallen voller Aufhängevorrichtungen und Stellagen, wird die Ware bereits erwartet: vom Warenmanipulationsteam (das heißt tatsächlich so), das auspackt, sichert, auf Kleiderbügel hängt – und entscheidet, was gleich auf die Verkaufsfläche kommt, was hängen bleibt.


Den logistischen Überblick behält dabei ein Scanner: Weil die aus dem Zentrallager in Graz-St. Peter angelieferten Kisten alle mit sogenannten Frachtidentifikationsplaketten versehen sind, lässt sich in Sekundenschnelle elektronisch nachvollziehen, welche Ware noch am Lkw, beim Transport oder schon im Logistikhaus ist, erzählt Silvia Gugl von der Administration. In einem Besprechungsraum, den der Kunde auch nicht finden würde. Er liegt in einem Trakt Richtung Murgasse hinaus – an der Tür hängt übrigens der Mantel vom Weihnachtsmann, in Griffweite liegt der Rauschebart ...

Fotoserie: Hinter den Kulissen im Traditionskaufhaus

Immer wieder zusammenlegen, neu stapeln: Renate Moser-Haid

Jürgen Fuchs

Deko über alles. N. Ehrenhöfler, H. Felsperger, J. Eisbacher

Jürgen Fuchs

Blick hinter die Kulissen: Silvia Gugl von der K&Ö-Administration - die ganze Geschichte finden Sie hier

Jürgen Fuchs

Schneiderei. Chefin A. Höller, X. Mehana, L. Fleischmann, M. Paier

Jürgen Fuchs

Online bestellen, in der Filiale abholen – bei Stefanie Kreuzer

Jürgen Fuchs

Parkplätze bei Haupt- und Kunsthaus im Blick: Franz Wolf, Siegfried Kerecz

Jürgen Fuchs

Zum Gustoholen. Maria-Luise Rosenburger im La Place

Jürgen Fuchs

Eine von 61 Kassierinnen im Modebereich: Gudrun Müllner

Jürgen Fuchs

Neue Ware, eigens präsentiert: M. Uroitsch, M. Pail, B. Klambauer

Jürgen Fuchs

Alles an seinen Platz. Alexandra Andrae-Kump räumt Spiele ein

Jürgen Fuchs

Weihnachtlich geschmückt: Kastner & Öhler in der Sackstraße in Graz

Jürgen Fuchs

Bis zu fünf Mal am Tag kommt der Lkw mit neuer Ware aus dem Zentrallager in St. Peter

Jürgen Fuchs

Der Skischuh muss passen. Kevin Rauch bedient bei Gigasport

Jürgen Fuchs

200 bis 300 Packerln pro Tag und Dame – hier Sabrina Presslauer

Jürgen Fuchs

Der ganz große Ansturm kommt hier erst am 27. Dezember

Jürgen Fuchs

Auspacken in Kofferabteilung: D. Posch, R. Temmel

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Kennt das Weihnachtsgeschäft seit 20 Jahren: Heinz Wolf

Jürgen Fuchs

Gefällt’s? Andrea Dinsleder im Verkaufsgespräch

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Verkaufsleiterin über drei Stockwerke: Birgit Pramberger

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Hochbetrieb im Logistikhaus. S. Didic, Ch. Schweighofer, K. Srsa

Jürgen Fuchs

Den logistischen Überblick behält der Scanner - dank Frachtidentifikationsplaketten

Jürgen Fuchs
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Keine Frage: Weihnachten im Kaufhaus, das ist eine Herausforderung. Nicht nur für Tausende Christkindln, die auf der Suche nach dem passenden Präsent sind. Sondern auch für Hunderte Mitarbeiter, von denen viele ausschließlich im Hintergrund agieren. „Wie ein emsiger Ameisenhaufen.“


Dafür stehen andere sogar in der Auslage: die Mitarbeiter der Deko-Abteilung. Sie hatten den großen Weihnachtsstress bereits im November – aber auch jetzt ist permanent etwas zu tun. Für sie und das Visual-Merchandising-Team fängt der Arbeitstag auch schon früh, nämlich um 7 Uhr, an. Mit gutem Grund: Gekauft wird auch mit den Augen – nicht nur weihnachtlicher Glanz muss ins Haus, es gilt auch, Ware so zu drapieren, dass sie zur Geltung kommt. Vor allem Neues!


Wobei: Was zu Weihnachten 2018 auf den Warentisch kommt, haben eigene Einkaufsteams schon vor einem Jahr entschieden ...


Zwischen 8 und 9.15 Uhr kommen schließlich die Verkäufer, stapeln und hängen nach, breiten aus – um Punkt 9.30 Uhr muss alles fix fertig sein.


Dann geht’s los. Und kurz vor Weihnachten richtig rund. Von der Parfümerie im ersten Stock bis zu den Spielwaren im fünften, von Gigasport bis Home: An die 500 Verkäufer im Haupthaus (Voll- und Teilzeit, 85 Prozent weiblich) sowie 100 bei Gigasport haben in Tagen wie diesen alle Hände voll zu tun, um dem Christkind alle Wünsche zu erfüllen.


Weihnachtsgeschäft, das bedeutet Mehrarbeit, keine Frage. Nicht nur im Verkauf. Das Warenmanipulationsteam etwa ist für gewöhnlich bis 13 Uhr da, rund um die Feiertage bis 15 Uhr. Lkw-Anlieferung gibt’s sonst nur Montag bis Freitag, im Advent auch an Samstagen. Aber mehr als neun Stunden sollten es für keinen werden.


Heute noch ein letzter Adventsamstag, Montag geht’s noch bis 13 Uhr und in der Regel „etwas ruhiger zu“, dafür spielt sich’s dann ab 27. noch einmal voll ab: im Kundenservice mit Umtauschabteilung.


Aber auch das gehört zu Weihnachten. Wie das Einpackservice (ab einem Einkaufswert von 30 Euro), die Änderungsschneiderei, wo „bis zu 230 Teile am Tag“ geändert werden, das Paradiso, wo an einem Weihnachtssamstag 200 Pizze serviert werden, oder das La Place, wo schon einmal der Punsch wegen des großen Andrangs ausgehen kann ...


Und natürlich die Garage. Die trotz 610 Abstellplätzen beim Haupthaus manchmal so voll ist, dass nur wer reinkommt, wenn wieder wer rausfährt. Und die auch dann noch offen ist, wenn das Traditionskaufhaus am Abend (19 Uhr unter der Woche, 18 Uhr am Samstag) schließt.

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