Auch GlatteisgefahrNeuschnee könnte wieder zu Stromausfällen führen

Sonntagfrüh präsentiert sich auch der Großraum Graz unter einer dünnen Schneedecke. Der meiste Schnee ist für das Koralmgebiet prognostiziert. Und das könnte für Probleme sorgen.

Ganz so viel Schnee wie auf diesem Bild aus dem Jahr 2013 wird es vermutlich nicht geben © LR Karl Wiedenhofer
 

Steirische Schneefans wurden in diesem Winter - außerhalb der Obersteiermark - ja noch nicht wirklich mit weißer Pracht verwöhnt. Das könnte sich Samstagnacht und am Sonntag ändern. "Der Großraum Graz bekommt den ersten nennenswerten Schneefall dieses Winters", prognostiziert Ubimet-Chefmeteorologe Manfred Spatzierer: "Speziell von der Koralpe über die Fischbacher Alpe bis zum Wechsel kommen bis Sonntag in Summe bis zu zehn Zentimeter Neuschnee zusammen."

Etwas zurückhaltender gibt sich Zamg-Meteorologe Friedrich Wölfelmaier. Vor allem Samstag sei es in tieferen Lagen noch zu warm für Schneefall. Seit den Morgenstunden nieselt es in weiten Teilen der südlichen Steiermark. "Dazu besteht am Abend die Gefahr gefrierenden Regens. Auf den Straßen kann es also glatt werden", warnt Wölfelmaier.

Auch Meteo-Experts-Meteorologe Reinhard Prugger beurteilt die Lage  ähnlich: "Die Schneefallgrenze sinkt im Laufe des Tages unter 500 m Seehöhe ab. Stellenweise ist aber gefrierendes Nieseln möglich und damit droht Glatteis. "In höheren Lagen im Süden und Osten könnten durchaus ein paar Zentimeter Neuschnee zusammenkommen."

Alle drei Meteorologen sind sich aber einig, dass es in der Nacht zum Sonntag abkühlen wird und somit Sonntagfrüh in weiten Teilen der südlichen Steiermark zumindest weiß angezuckert sein könnte.

Warnung für das Koralmgebiet

Am meisten Neuschnee (bis zu 20 Zentimeter) wird im Koralmgebiet erwartet. Die Facebookseite "Aktuelle Wetterwarnungen für Österreich" sieht dort Probleme in den im Dezember vom Föhnsturm geschädigten Gebieten. Bäume könnten erneut umstürzen oder Äste abbrechen, dadurch sind Stromausfälle und Verkehrsbehinderungen möglich.

 

Verantwortlich für die Abkühlung ist ein Kaltluftvorstoß aus Osteuropa, der zusammen mit feuchten Luftschichten etwas Schneefall bringen wird. "Es ist eine eher ungewöhnliche Wetterlage, die bei uns nicht so oft vorkommt", so Wölfelmaier. Jedenfalls sei am Sonntag überall ein Eistag, an dem die Temperaturen nicht über null Grad steigen, möglich.

In der kommenden Woche kehrt dann das äußerst wechselhafte Wetter mit feuchter Luft aus dem Atlantik zurück. Vor allem von Vorarlberg bis zur westlichen Obersteiermark können sich dann größere Neuschneemengen und Regen immer wieder abwechseln. Ganz so warm wie zu Jahresbeginn sollte es aber nicht werden.

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