Ein ruhiger Jahreswechsel sieht anders aus: In der Leitstelle des Roten Kreuz Steiermark sind zwischen 16 Uhr (31. Dezember) und 4 Uhr früh (1. Jänner) rund 350 Notrufe via 144 eingegangen. Die meisten nach dem Brand in der „Wunderbar“ in Graz: 200 Lokalgäste waren ins Freie gestürmt, es gab insgesamt 13, meist leicht Verletzte.
Schwere Verletzungen wegen Feuerwerkskörpern waren der Leitstelle nicht bekannt. Das deckt sich mit den Informationen der Landespolizeidirektion. Wobei: In der Steiermark kam es zu rund 140 Sicherstellungen von pyrotechnischen Gegenständen – mit einem Gesamtgewicht von rund 40 Kilogramm. 25 Kilogramm an Pyrotechnik allein in Graz. In Kapfenberg erlitten zwei Jugendliche beim Hantieren mit Feuerwerkskörpern leichte Verletzungen.
Pferde entlaufen
Ungewöhnlich: In Maria Lankowitz sind kurz nach Mitternacht vier Pferde ausgerissen. „Ein Feuerwerk hat sie erschreckt – wir wollten sie noch beruhigen, aber sie waren nicht zu halten“, erzählt die Tierhalterin. Die konnte einen braunen Wallach nach mehrstündiger Suche finden, am frühen Nachmittag wurden die anderen Pferde im Bereich „Altes Almhaus“ entdeckt.
60 Einsätze auf Pisten
Auf den steirischen Pisten war am 31. Dezember viel los – auch für die Rettungskräfte. 60 Wintersportlerinnen und Wintersportler benötigten am Silvestertag ärztliche Hilfe.
Autounfälle ereigneten sich freilich auch: Ein schwerer gegen 2.45 Uhr in Großklein. Ein 18-Jähriger (aus dem Bezirk Leibnitz) war dort mit seinem Auto gegen eine Hauswand und dann in einen Strommasten gekracht. Der Lenker wurde unbestimmten Grades verletzt und in das LKH Wagna eingeliefert. Ein Alkotest ergab eine mittelgradige Alkoholisierung. Den Führerschein ist der junge Mann los. Um 0.47 Uhr wurden zudem die Feuerwehren Untergralla, Obergralla und das Rote Kreuz Leibnitz zu einem Unfall mit einer einklemmten Person alarmiert.
Alle Hände voll zu tun hatten die Feuerwehren: In den Bezirken Graz, Graz-Umgebung, Murtal, Murau, Weiz, Deutschlandsberg, Liezen & Co. waren Heckenbrände bzw. Brände von Holzschuppen zu löschen.
Zum Jahreswechsel von 31. Dezember auf 1. Jänner langten innerhalb von 24 Stunden exakt 1775 Notrufe bei der steirischen Polizei ein.