Dick eingepackt – so sah man Freitagfrüh viele Steirerinnen und Steirer in die Arbeit oder Schule eilen. „In Bad Mitterndorf hatte es heute früh minus 13,3 Grad“, weiß Hannes Rieder von der Geosphere Austria. In Aigen im Ennstal hatte es ebenso minus 12,2 Grad, in Neumarkt minus 9,8 Grad, in Mürzzuschlag minus 8,4 Grad. Doch um einiges wärmer war es im Süden: In der Grazer Innenstadt zeigte das Thermometer minus 3,5 Grad an, in Bad Radkersburg minus 3,9 Grad und in Frohnleiten minus 3,4 Grad.
„Wir sind verwöhnt“
„Zweistellige Minusgrade Ende November sind nichts Ungewöhnliches“, ordnet Rieder ein. „Wir sind nur verwöhnt durch die milde Witterung der vergangenen Jahre.“
Klirrend kalt
Meteorologisch beginnt der Winter am 1. Dezember, also bereits am Montag. Davon zeugt auch die Schneedecke, die im Ennstal, im Ausseerland und rund um Mariazell die Landschaft schon jetzt in einen weißen Mantel hüllt – und in diesen Regionen gerade auch die Nächte nochmals kälter macht. Der Geosphere-Meteorologe: „Ein sternenklarer Himmel und eine durchgängige Schneedecke sind die wichtigsten Zutaten für eine klirrend kalte Nacht.“
Tendenz steigend
Spätestens die Nacht von Samstag auf Sonntag sollte dann wieder wärmer werden, die Temperaturen nicht unter minus 5 Grad fallen. Und auch tagsüber soll es ab dem Wochenende wieder milder werden.
Ab Wochenmitte kündigt sich ein anderes Wetterphänomen an: der Hochnebel. Obwohl es darunter gefühlt kühl ist, wirkt Hochnebel „wie eine Wolldecke“, erklärt Rieder. Und verhindert damit klirrend kaltes Wetter.