Seit mehr als 250 Jahren gilt der 19. März als Landesfeiertag der Steiermark. Dabei ist der Heilige Josef nicht nur hierzulande Schutzpatron, sondern auch in Kärnten, Tirol und Vorarlberg. Doch was feiern wir am Josefitag überhaupt?

Wie es zum Josefitag in der Steiermark kam

Den Anfang machten 1621 die Habsburger, die den Gedenktag nach der gewonnenen Schlacht am Weißen Berg bei Prag zum verbindlichen Feiertag machten und Josef später sogar zu ihrem Hausheiligen erklärten. Dass Josef heute allerdings Landespatron der Steirerinnen und Steirer ist, geht auf Maria Theresia zurück: „Sie hat sich für die Josefsverehrung eingesetzt.“ Um 1771/1772 wurde er zum Landespatron.

Schutzpatron der Arbeiter, Zimmerleute sowie der Familie.
Schutzpatron der Arbeiter, Zimmerleute sowie der Familie. © Kleine Zeitung

Der Heilige Josef ist Schutzpatron der Arbeiter, Zimmerleute sowie der Ehe und Familie. Zudem gilt er als Kämpfer gegen den Kommunismus.

SchülerInnen und Lehrer haben am Josefitag frei

Am 19. März haben die Schulen in der Steiermark geschlossen, das geht auf ein Bundesgesetz zurück, wonach am Tag des Landespatrons in den jeweiligen Bundesländern Schüler und Lehrer frei haben.

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Zu Ehren des Heiligen Josef werden heute noch Blumenkränze gebunden und verschenkt. © Katarina Pashkovskaya

Als gesetzlicher Feiertag wurde der Josefitag bereits 1968 abgeschafft, 1997 wurde der freie Tag auch im Magistrat Graz gestrichen, 1998 beim Land Steiermark. Behörden haben also mittlerweile geöffnet.

Kommt das Comeback? ÖVP will den Josefitag sichtbar machen

Richtig zelebriert wird der Josefitag also nicht, es gab aber durchaus Versuche, den 19. März wieder stärker ins Bewusstsein zu rücken und den steirischen Nationalstolz anzukurbeln. Allen voran hatte die ÖVP 2024 zu einer Kampagne unter dem Schlagwort #stolzaufdiesteiermark aufgerufen, am Tag des Heiligen Josef Flagge zu zeigen – im wahrsten Sinn des Wortes: In den sozialen Medien solle man Fotos mit der steirischen Fahne posten.