Rund eine Stunde dauerte der Polizeieinsatz am Freitagabend im Shoppingcenter „Murpark“ in Graz. Zig Polizeibeamte, Sprengstoffexperten und auch Sprengstoffhunde waren vor Ort, um festzustellen, ob zwei herrenlose Koffer mit Sprengstoff gefüllt waren – wir haben hier berichtet. Gegen 19 Uhr hatte ein Angestellter Alarm geschlagen, der betroffene Bereich abgesichert. Gegen 20 Uhr konnte aber wieder Entwarnung gegeben werden. Im Koffer war nur altes Gewand.
Die Videoüberwachung zeigte, dass ein unbekannter Mann die Koffer dort abgestellt hatte. Mit welcher Intention, das ist nun Gegenstand der Ermittlungen, heißt es von der Pressestelle der Landespolizeidirektion Graz. Es gilt also nun zu klären, ob der mutmaßliche Täter einen solchen Polizeieinsatz durch die Koffer auslösen wollte, oder ob er nur Altkleider entsorgen wollte. Daran hängt auch die Frage: Muss der Unbekannte für die Kosten des Einsatzes aufkommen?
Erinnerungen an den März 2023
Die Ereignisse von Freitagabend ließen wohl bei einigen Erinnerungen an den März 2023 wach werden. Damals rückten auch 60 Polizeibeamte aus, weil angeblich zwei bewaffnete Männer gesichtet worden waren. Im Zuge der Ermittlungen stellte sich heraus, dass jene Jugendliche, die den Notruf abgesetzt hatte, sich die Geschichte nur ausgedacht hatte. Sie wurde im August 2023 zu neun Monaten Haft verurteilt, diese wurden ihr bedingt für eine Probezeit von drei Jahren nachgesehen.