In Österreich besuchen elf Prozent der Kinder zu Beginn ihrer Schullaufbahn die Vorschule oder werden nach Vorschul-Lehrplan in einer ersten Klasse unterrichtet. Das ergibt, wie berichtet, der Nationale Bildungsbericht. In der Steiermark sind es nur 0,5 Prozent (während es in Salzburg zum Beispiel 25,8 Prozent sind). Den gravierenden Unterschied erklärte Bernhard Just, Vizeleiter der steirischen Bildungsdirektion, der Kleinen Zeitung damit, dass die Steiermark seit Jahrzehnten weg von getrennten Vorschulklassen geht. Stattdessen werden nicht schulreife Kinder in einer ersten Klasse – nach anderem Lehrplan – unterrichtet. Oder ein Kind wird nach dem ersten Semester, wenn es nötig ist, zurückgestuft auf den Vorschul-Lehrplan. Diese Rückstufungen schlagen sich nicht in Statistiken nieder. Wobei sie laut Just auch nicht Überhand nehmen.
Kritik am System
Laut Elternvertreterin wird Schulreife „zu lax“ überprüft
Nur 0,5 Prozent der steirischen Kinder werden auf Vorschul-Niveau eingestuft. Das liegt am steirischen System. Elternvertreterin Ilse Schmid kritisiert genau dieses.
© Helge O. Sommer