AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Eishockey

Ausschluss der Steelers aus KSV

Kapfenberger Sportvereinigung (KSV) schließt Eishockeyklub aus, damit gibt es keine Förderungen. Zukunft der Steelers in der zweiten Liga fraglich. Nachfolgeverein steht in den Startlöchern.

Es brennt der Hut bei den Kapfenberg Steelers
Es brennt der Hut bei den Kapfenberg Steelers © Christoph Heigl
 

Eine erste Entscheidung ist in der Causa HC Steelers Kapfenberg gefallen: Der ins Trudeln geratene Zweitligaklub wurde aus der Kapfenberger Sportvereinigung ausgeschlossen. Begründung: Der Klub habe die eingeforderten Sitzungs-Protokolle und Finanzierungsbelege nicht vorweisen können. Die Information wurde auch an die Bezirkshauptmannschaft weitergeleitet.

Schwerer Schlag für die Steelers

Die Folgen des Ausschlusses sind weitreichend, denn damit fallen die Steelers um die Subventionen um und bekommen als Nicht-KSV-Mitglied die Eishalle von der Stadtgemeinde nicht mehr kostenlos zur Verfügung gestellt – ein schwerer Schlag für die Bemühungen von Steelers-Obmann Gerhard Hasewend, den erst im Vorjahr gegründeten Verein noch einmal neu auszurichten.

Der Verstand sagt nein, das Herz sagt ja 

Steelers-Obmann Gerhard Hasewend

Hasewend, der beim Verband "unter Vorbehalt" für die Inter-National-League (2. Liga) genannt hat, will der Liga nächste Woche Bescheid geben, ob die Steelers teilnehmen. "Der Verstand sagt nein, das Herz sagt ja“, gesteht der unter Beschuss geratene Steelers-Frontmann. Seiner Rechnung zufolge würden allein die Reisekosten 75.000 Euro betragen. Im Hintergrund bastelt Hasewend an einer großen Lösung mit neuem Präsidenten, einem Geschäftsführer sowie neuem Namen und Logo. Sein vorrangiges Ziel ist jedoch, den Schuldenstand von rund 120.000 zu tilgen. „Bis Mittwoch nächster Woche sollten die offenen Gelder und Gehälter bezahlt sein“, so Hasewend.

Spieler warten seit September auf ihr Gehalt

Die Lage ist weiterhin schwer überschaubar: Die Spieler warten zum Teil seit Dezember auf ihr Geld, ein Anwalt bereitet eine Klage vor, die Steelers könnten zu einem Fall für die Gerichte werden. Und parallel laufen Hasewends Planungen mit zwei Großsponsoren und einem auf 400.000 erhöhten Budget.

Was die Situation auch spannend macht: Der KSV und die Kapfenberger Stadtgemeinde haben eine zweite Interessensgruppe an der Angel, die das Eishockey in Kapfenberg in der INL weiterführen könnte. In der kommenden Woche will man die Gespräche konkretisieren. Ein funktionierender Klub wäre in Kapfenberg in vielerlei Hinsicht von Interesse, immerhin geht es um die Fortführung der Jugendarbeit und die Eishalle, die 2016 um sieben Millionen Euro generalsaniert wird. Details dazu werden heute Abend bei einem Pressetermin verkündet.

CHRISTOPH HEIGL

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren