Seine Wintersportkollegen Manuel Feller, Stefan Brennsteiner und Jan Hörl haben es gekonnt vorgemacht. Nun war Snowboardcrosser Alessandro „Izzi“ Hämmerle, Olympiasieger von Peking 2022, an der Reihe. Der Vorarlberger und seine Langzeitfreundin Julia gaben sich am Standesamt das Ja-Wort – zahlreiche sportliche Weggefährten und Freunde bildeten ein sportliches Spalier aus Snowboards. Auch die freie Trauung, mit etwas über hundert Leuten, sowie die rauschende Party fanden in Schruns statt. „Es war der perfekte Tag und die Feier unvergesslich!“

Hämmerle ist unter der Haube
Hämmerle ist unter der Haube © Verena Knöpfle

Sein privates Glück hat er gefunden, gesundheitlich hatte es der 31-Jährige in den letzten zwei Jahren allerdings nicht immer leicht – der Verletzungsteufel ließ ihn nie wirklich los. Zwei schwere Gehirnerschütterungen sowie eine langjährige Rückenverletzung warfen den diesjährigen WM-Dritten aus der Bahn. Kopf- und Nackenschmerzen, starke Schwindelanfälle und benebelte, schlechte Sicht waren die unangenehmen, langwierigen Folgen.

„War eines normalen Lebens nicht würdig“

„Ich konnte sehr lange nicht einschätzen, ob das vielleicht sogar ein Dauerzustand bleibt. Wenn ich auf die jüngste Rückenverletzung zurückblicke, muss ich gestehen, dass es eines normalen Lebens nicht würdig gewesen ist. Doch gerade dieser Zustand hat mich motiviert weiterzukämpfen, da es für mich als Leistungssportler nie eine Option gewesen ist, diesen schlechten Zustand zu akzeptieren“, verdeutlicht Hämmerle, der damals sogar mit dem Karriereende spekuliert hat.

Sportlich wird seine Reise wohl nicht mehr ewig gehen. Das erklärte Ziel sei abgesehen von Olympia 2026 die Heim-Weltmeisterschaft 2027 im Montafon, „aber versprechen kann ich nichts“.