Nordische KombinationCheftrainer Eugen: "Zwei, drei Athleten können ganz vorne mitmischen"

Die Kombinierer starten heute in Ruka mit einem Sprintbewerb in die neue Saison. In der Vorbereitung hatten einige ÖSV-Athleten körperliche Probleme zu überwinden.

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NORDIC SKIING - FIS WC Ruka, Nordic Opening
Doppel-Weltmeister Johannes Lamparter © GEPA pictures
 

Bis zu minus 18 Grad meldet die Wetterstation im finnischen Ruka für den heutigen Weltcup-Auftakt der Nordischen Kombinierer. Und damit die Teilnehmer nicht erfrieren, gibt's zu Beginn gleich einen Sprintbewerb: Ein Sprung und fünf Kilometer in der Loipe, wo die Athleten alles aus sich herausholen müssen, stehen auf dem Programm(15.05 Uhr, ORF 1 & ZDF live), ehe am Samstag und Sonntag jeweils ein "normaler" Gundersen-Bewerb (ein Sprung, zehn Kilometer Langlauf) folgen.

Österreich ist im Hohen Norden gleich mit acht Athleten vertreten: Neben Doppel-Weltmeister Johannes Lamparter, der in der Vorbereitung durch eine Blinddarm-Operation und eine Augenentzündung beeinträchtigt war, sind auch Lukas Greiderer, Manuel Einkemmer, Martin Fritz, Franz-Josef Rehrl, Mario Seidl, Stefan Rettenegger und Thomas Jöbstl mit von der Partie. Bereits traditionell fehlt hingegen der Name Lukas Klapfer - der Steirer verzichtet auf einen Start in Ruka, wo er sich noch nie mit der Schanze anfreunden konnte.

Lamparter, Sieger beim provisorischen Wettkampfsprung am Donnerstag, war aber nicht der Einzige, der in der Vorbereitung mit Problemen zu kämpfen hatte. So zog sich Greiderer im Herbst eine Rippenverletzung zu und Seidl setzte ein grippaler Infekt außer Gefecht. Trotzdem ortet Cheftrainer Christoph Eugen in seiner Mannschaft "zwei, drei Athleten, die heuer ganz vorne mitmischen können." Wichtig sei es, gut in die Saison zu starten "und damit viel Selbstvertrauen zu tanken."

Comeback nach nicht einmal einem Jahr Pause

Gespannt darf man vor allem auf den Auftritt von Rehrl sein. Der Ramsauer, der sich vor nicht ganz einem Jahr beim Heimweltcup am Fuße des Dachsteins einen Kreuzbandriss im Knie zuzog, überrascht sich mit diesem schnellen Comeback selbst. "Nach fast einem Jahr stehe ich nun wieder bei einem Weltcup am Start, die Freude ist riesengroß", strahlt der Steirer, der beim provisorsichen Wettkampfsprung auf Anhieb auf Platz acht landete.

Doch der 28-Jährige tritt zugleich auf die Euphoriebremse: "Ich weiß noch nicht, wo ich im läuferischen Bereich liege. Wahrscheinlich werde ich im Dezember nicht alle Weltcups bestreiten und mich behutsam herantasten. Denn mein Fokus liegt auf den Monaten Jänner und Februar." Im Jänner wartet mit Seefeld aus österreichischer Sicht der Weltcup-Höhepunkt und im Februar mit den Olympischen Spielen in Peking das Saison-Highlight schlechthin. Und da will Rehrl zur Stelle sein.

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