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Ricco GroßSchock vor Biathlon-WM: ÖSV-Herren-Cheftrainer positiv getestet

Für Österreichs Biathlon-Team beginnen die Weltmeisterschaften in Pokljuka mit einer denkbar schlechten Nachricht.

ÖSV-Herren-Cheftrainer Ricco Groß
ÖSV-Herren-Cheftrainer Ricco Groß wurde positiv auf das Coronavirus getestet © APA/EXPA/STEFAN ADELSBERGER
 

Die Biathlon-WM in Pokljuka startet heute mit dem Mixed-Bewerb, doch schon vor dem Auftakt gibt es den ersten Aufreger. ÖSV-Trainer Ricco Groß ist positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Wie der Österreichische Skiverband bekanntgab, sei Groß, der keine Symptome aufweist, sofort nach Bekanntwerden des Befundes isoliert worden. Die am ersten Renntag kurzfristig erneut allesamt negativ getesteten ÖSV-Athleten sind von den Behörden nicht als enge Kontaktpersonen eingestuft worden, dementsprechend müssen sie nicht in Quarantäne.

Bei Groß sei hingegen "trotz Einhaltung aller Sicherheitsmaßnahmen und Beachtung der strengen ÖSV-Regeln" nach seiner Ankunft in Pokljuka eine Infektion nachgewiesen worden, gab der ÖSV schriftlich an. Der 50-Jährige habe keine Krankheitssymptome und sei unverzüglich in Isolation geschickt worden, das Contact-Tracing sei im Gange. Man befinde sich in enger Abstimmung mit den slowenischen Behörden und der Internationalen Biathlon Union (IBU), um mögliche Ansteckungsketten zu unterbinden.

Reist Ricco Groß vorzeitig ab?

Groß muss für zehn Tage in Quarantäne, ob der Männer-Cheftrainer deshalb vorzeitig von der zwölftägigen WM abreist, war vorerst noch nicht entschieden. Die behördliche Genehmigung dazu hätte Groß erhalten, so der ÖSV auf Nachfrage. Wie der Skiverband außerdem angab, war der Deutsche am Montagabend etwas verspätet alleine von Ruhpolding nach Slowenien angereist. Am Dienstagabend habe man nach den vorangegangenen, für alle verpflichtenden Tests von der Infektion erfahren.

Groß habe sich sofort in Quarantäne begeben, glücklicherweise noch vor einer anberaumten Teambesprechung in einem Konferenzsaal. Da man dabei und auch sonst ständig FFP2-Masken trage, Groß in einem Einzelzimmer einquartiert sei und man ohnehin auch auf die nötigen Abstände achte, sei niemand aus dem restlichen Team von den Gesundheitsbehörden als K1-Person definiert worden, erläuterte ein ÖSV-Mitarbeiter.

770 Tests vor der WM

Als zusätzliche Maßnahme zu den ohnehin üblichen Testintervallen werde sich das gesamte Team ab Donnerstag bis auf Weiteres täglich zusätzlichen PCR-Tests unterziehen. Sämtliche kurzfristig am Mittwoch durchgeführten Schnelltests fielen negativ aus. Ebenso waren alle vor der Einreise nach Slowenien verpflichtenden Proben unauffällig gewesen.

Aus dem fünfköpfigen Männeraufgebot sind für die Mixed-Staffel zum WM-Auftakt am Mittwoch Simon Eder und David Komatz gemeldet, außerdem treten Lisa Hauser und Dunja Zdouc an. Neben Groß haben bei den bisher 770 Tests vor der WM auch zwei lokale Medienmitarbeiter einen positiven Befund erhalten, wie die IBU angab. In der gesamten Saison sind demnach bereits 9.800 Tests durchgeführt worden, dabei wurden 45 Covid-Fälle festgestellt. Groß ist der erste im ÖSV-Team.

Suche nach Infektionskontaktpersonen

In der Nacht auf Mittwoch war man im ÖSV-Lager lange damit beschäftigt gewesen, mögliche Infektionskontaktpersonen von Groß in den vergangenen fünf Tagen nachzuvollziehen. Er war am Wochenende vom Trainingslager in Obertilliach in seine Heimat Ruhpolding zurückgekehrt. Auch einige Mannschaftsmitglieder legten vor der WM noch einen Zwischenstopp in der Heimat ein. Andere wie Lisa Hauser reisten hingegen direkt von Osttirol nach Slowenien an.

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