Bei der Skiflug-Premiere der Nordischen Kombi auf dem Kulm bei Bad Mitterndorf musste sich der Tiroler am Freitag lediglich ganz knapp dem Finnen Ilkka Herola (+0,1 Sek.) geschlagen geben und baute seine Führung weiter aus. Zwei Rennen vor Schluss hat Lamparter 173 Punkte Vorsprung auf seinen härtesten Widersacher Jens Luraas Oftebro aus Norwegen.
Als „Nebeneffekt“ sicherte sich Lamparter auch die kleine Kompakt-Kristallkugel und hat bei den abschließenden Bewerben in Lahti (6. März) und Oslo (15. März) die große Chance, zu Saisonende mit drei Kugeln dazustehen. Denn die Massenstart-Wertung war bereits Ende Jänner in Seefeld an den dreifachen Olympia-Medaillengewinner von Mailand/Cortina gegangen.
Lamparter vor Heimpublikum souverän
Lamparter segelte von der Skiflugschanze mit 236,5 m stilecht zur Tageshöchstweite, in der Loipe zog er erst nach einem Zielsprint gegen Herola den Kürzeren. Oftebro, der bei Olympia in beiden Einzelbewerben Lamparter das Nachsehen gegeben hatte, musste sich mit Platz fünf zufrieden geben. Dass der Norweger den Rückstand in der Gesamtwertung noch aufholt, scheint unwahrscheinlich.
Zweitbester Österreicher war Lukas Greiderer als Zehnter (+20,7), der 32-jährige Tiroler bereitete sich damit ein schönes Karriereende. „Mein erster (Flug) wird mein letzter sein. Ein neuer Lebensabschnitt fängt an“, sagte Greiderer. Seine größten Erfolge waren eine Olympia-Bronzemedaille 2022 in Peking, Team-Sprint-WM-Gold 2021 in Oberstdorf sowie zwei weitere WM-Bronzemedaillen mit dem Team. Thomas Rettenegger belegte hinter Greiderer Platz elf (+22,8). Mit Paul Walcher (14./+28,8), Stefan Rettenegger (16./+36,0) und Franz-Josef Rehrl (20./+1:03,7) kam ein weiteres Trio unter die besten 20.