Die Salzburgerin Teresa Stadlober hat sich beim finalen Massenstart-Bergrennen der Tour de Ski zur Alpe Cermis als Tagesvierte vom fünften auf den zweiten Endrang verbessert. Nach sechs Etappen lag nur die überlegene US-Amerikanerin Jessie Diggins vor Stadlober. Im Kampf um Platz zwei verwies die Radstädterin die Norwegerin Heidi Weng um rund 14 Sekunden auf Rang drei. Bei den Männern verteidigte Sprintspezialist Benjamin Moser mit Tagesplatz 20 seinen zehnten Gesamtrang.
Stadlober spielte im Val di Fiemme auf der Schlussetappe mit den abschließenden 3,7 Bergauf-Kilometern mit 420 Höhenmetern ihre Stärken voll aus und sicherte sich ihren ersten Podestplatz im Tour-Gesamtklassement. 2018 beim damals noch als Verfolgung ausgetragenem Finale war sie nach zweitbester Etappenzeit Gesamtfünfte geworden. Diesmal trumpfte die Olympia-Dritte mit zwei Podestplätzen in Toblach auf und bewies auch im abschließenden Skatingrennen ihre Klasse. Auf Tagessiegerin Karoline Simpson-Larsen aus Norwegen fehlten Stadlober 17,5 Sekunden, die zum dritten Mal siegreiche Diggins und Weng lagen nur einige Sekunden vor der Olympiadritten. In der Gesamtwertung fehlten Stadlober 2:17 Minuten auf Diggins.
Den Tour-Titel bei den Männern sicherte sich erneut Johannes Hösflot Kläbo. Der Norweger ist nach seinem fünften Triumph Rekordsieger. „Es ist einfach großartig, die Tour wieder zu gewinnen“, sagte Kläbo und kündigte an, nach ausreichender Erholung im Hinblick auf Olympia ein Höhentrainingslager einlegen zu wollen. Sieger des Bergrennens wurde sein Landsmann Mattis Stenshagen, der Kläbo (12.) rund eine Minute abnahm. Im Gesamtklassement behielt der auf drei der sechs Etappen siegreiche Rekordweltmeister aber ungefährdet eine halbe Minute vor Stenshagen die Oberhand. Auch Tour-Rang drei ging mit Harald Östberg Amundsen (+1:08,2 Min.) an einen Norweger.
Moser verlor am Schlusstag nur eine halbe Minute auf Kläbo, gesamt lag er 2:44,9 Min. zurück. Der Tiroler hatte am Silvestertag als Zweiter im neuen 5-km-Heatrennen mit Massenstart seinen ersten Weltcuppodestplatz geholt und hielt auch in den Distanzrennen erstaunlich gut mit. „Das ist für mich ein Wahnsinnsergebnis, und in der Gesamtwertung in den Top Ten zu sein, ist einfach nur richtig cool. Wenn mir das jemand letzte Woche gesagt hätte, hätte ich gesagt: ‚Du hast einen Vogel‘. Ich bin im Moment einfach nur überglücklich“, sagte Moser, der am Vortag im Klassiksprint nur 54. geworden war. „Ich war wirklich skeptisch, ob ich überhaupt antreten soll, aber Gott sei Dank habe ich es versucht, und es ist wirklich super gelaufen.“ Mika Vermeulen fehlte beim ersten Saisonhöhepunkt, der Vorjahreszweite war im Vorfeld erkrankt gewesen.